Unser Schulprogramm

 

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Schulprogramm

Stand: September 2022

Das Leitbild der Bodelschwingh-Grundschule und unsere Grundsätze der pädagogischen und schulischen Arbeit

 

Unsere Schule ist ein aktiver Lebensraum für das Kind!

 

In diesem Lebensraum stärken wir individuelle Potenziale, Interessen und Talente und festigen gleichermaßen gemeinsame, demokratische Grundwerte.

Wir ermöglichen dem Kind stabile individuelle Lern- und Bildungswege durch einen guten und schülerorientierten Unterricht. Es ist uns wichtig, durch abwechslungsreiche und kompetenzorientierte Lernangebote, das Kind in seiner Lernmotivation und in seiner Lernentwicklung zu fördern.

Für Eltern, Kinder, Lehrkräfte, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Kooperationspartner, Stadtteil-Nachbarn sowie für alle „Gäste“ ist unsere Schule ein Begegnungsort, der sich durch eine gelebte und herzliche Willkommenskultur auszeichnet.

Verlässliche Kooperationsstrukturen und ein wertschätzendes Miteinander ermutigen alle Beteiligten zur Teilhabe und zum Mitwirken an schulischen Prozessen.

 

            Wir leben und lernen Vielfalt.

              Unsere kunterbunte Gemeinschaft macht uns stark.

                         Wir begegnen uns wertschätzend und stehen für ein respektvolles Miteinander.

              Wir gehen liebevoll miteinander um.

                         Wir lernen kooperativ, individuell und selbständig.

              Wir haben Freude am gemeinsamen Lernen.

                         Zusammenarbeit und Austausch sind uns wichtig.

                 Wir haben ein offenes Ohr füreinander.

Inhaltsverzeichnis

Pädagogische Grundideen und Leitbild der Bodelschwingh-Grundschule

A.       Rahmenbedingungen der Bodelschwingh-Grundschule............................................ 7

1. Die Geschichte der Bodelschwingh-Grundschule.................................................................. 8

2. Offene Ganztagsschule (OGS)............................................................................................... 9

3. Gemeinsames Lernen (GL)................................................................................................... 11

3.1 Grundlegende Informationen........................................................................................... 11

3.2 Derzeitige Voraussetzungen des Gemeinsamen Lernens............................................. 12

3.2.1 Präventive sonderpädagogische Förderung in der Schuleingangsphase........................... 13

3.2.2 Personelle Ressourcen.................................................................................................. 13

3.2.3 Räumliche Ressourcen.................................................................................................. 14

3.2.4 Mediale Ressourcen...................................................................................................... 14

3.3 Organisation des Gemeinsamen Lernens....................................................................... 14

3.3.1 Im Klassenverband........................................................................................................ 14

3.3.2 Kleingruppenförderung................................................................................................. 15

3.4 Förderkonzept FERDI im Rahmen des Gemeinsamen Lernens.................................... 15

4. Übergänge............................................................................................................................. 15

4.1 Kindergarten – Grundschule........................................................................................... 15

4.1.1 Anmeldewoche............................................................................................................ 15

4.1.2 Schulärztliche Untersuchung......................................................................................... 16

4.1.3 Informationsveranstaltung............................................................................................ 16

4.1.4 Hospitationen der Lehrerinnen im Kindergarten und der Kindergartenkinder im 1. Jahrgang 16

4.1.5 Schnupperstunde......................................................................................................... 17

4.1.6 Einschulung.................................................................................................................. 17

4.1.7 Schulanfängerkonferenz............................................................................................... 17

4.2 Vierter Jahrgang – Weiterführende Schulen................................................................... 17

4.3 Schuleingangsphase....................................................................................................... 18

4.3.1 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in der Schuleingangsphase................................... 18

5. Die Willkommensklasse........................................................................................................ 19

6. Mitwirkungsgremien.............................................................................................................. 20

7. Unsere Kooperation im Bildungsnetzwerk Mengede............................................................ 21

7.1 Informationen zu dem Bildungsnetzwerk........................................................................ 21

7.2 Einführung des Bildungspasses ab dem Jahrgang 3..................................................... 22

7.3 Kooperation im Übergang................................................................................................ 22

8. Schulbeginn........................................................................................................................... 23

9. Regeln und Rituale................................................................................................................ 23

10. Schulordnung der Bodelschwingh-Grundschule................................................................ 24

10.1 Vereinbarungen zum friedlichen Zusammenleben....................................................... 24

10.2 Im Schulgebäude........................................................................................................... 25

10.3 Auf dem Schulhof.......................................................................................................... 25

11. Eltern-, Betreuungsmitarbeiter/innen und Lehrer/innenvereinbarung................................ 27

12. Ausbildung von LAA und von Studierenden im Praxissemester........................................ 30

13. Förderverein........................................................................................................................ 30

14. Kontakt- und Kooperationspartner...................................................................................... 31

15. Arbeitsmaterialien................................................................................................................ 34

15.1 Materialkisten................................................................................................................. 34

15.2 Lehrwerke...................................................................................................................... 34

15.3 Arbeitsmappen............................................................................................................... 35

B.       Unterrichtsfächer............................................................................................................. 36

1. Deutsch................................................................................................................................. 36

1.1 Schriftlicher und mündlicher Sprachgebrauch................................................................ 37

1.1.1 Leistungsbewertung Sprachgebrauch............................................................................. 37

1.2 Rechtschreibung.............................................................................................................. 38

1.2.1 Leistungsbewertung Rechtschreibung............................................................................ 39

1.3 Lesen............................................................................................................................... 41

1.3.1 Leistungsbewertung Lesen............................................................................................ 41

1.4 Förderunterricht in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben...................................... 42

1.5 Leseangebote und -projekte............................................................................................ 42

1.5.1 Schülerbücherei........................................................................................................... 42

1.5.2 Lesehelfer.................................................................................................................... 43

1.5.3 Leseecke...................................................................................................................... 43

1.5.4 Buchstabierwettbewerb................................................................................................ 44

1.5.5 Lesewettbewerb........................................................................................................... 44

1.5.6 Leselernprogramme Antolin und Lernwerkstatt............................................................. 44

1.5.7 Lies mal-Hefte.............................................................................................................. 44

1.5.8 Ganzschriften............................................................................................................... 45

1.5.9 Tag des Vorlesens......................................................................................................... 45

1.6 Weiteres Deutschprojekt: Theater- und Literatur-AG..................................................... 45

2. Sachunterricht....................................................................................................................... 45

2.1 Leistungsbewertung........................................................................................................ 46

2.2 Themen im Sachunterricht.............................................................................................. 48

2.2.1 Sexualerziehung........................................................................................................... 48

2.2.2 Mein Körper gehört mir................................................................................................ 48

2.2.3 Brandschutz und Erste Hilfe.......................................................................................... 49

2.2.4 Verkehrserziehung........................................................................................................ 49

2.2.5 KiTec – Kinder entdecken Technik.................................................................................. 50

2.2.6 Experimentier-AG......................................................................................................... 50

3. Mathematik............................................................................................................................ 50

3.1 Leistungsbewertung........................................................................................................ 51

3.2 Mathematikwettbewerbe.................................................................................................. 53

3.2.1 Känguru der Mathematik.............................................................................................. 54

3.2.2 Landesweiter Mathematikwettbewerb in NRW.............................................................. 54

4. Englisch................................................................................................................................. 54

4.1 Leistungsbewertung........................................................................................................ 56

5. Musik..................................................................................................................................... 57

5.1 Leistungsbewertung........................................................................................................ 57

5.2 JeKits – Instrumente, Tanzen, Singen............................................................................ 58

5.3 Instrumentalunterricht...................................................................................................... 59

5.4 Ensembleunterricht.......................................................................................................... 59

5.5 Chor-AG........................................................................................................................... 59

6. Kunst...................................................................................................................................... 59

6.1 Leistungsbewertung........................................................................................................ 60

6.2 Kreativ-AG....................................................................................................................... 61

7. Sport...................................................................................................................................... 62

7.1 Sportunterricht................................................................................................................. 62

7.2 Schwimmunterricht.......................................................................................................... 62

7.3 Leistungsbewertung........................................................................................................ 62

7.4 Sportförderunterricht (SFU)............................................................................................. 63

7.5 Spiel- und Sportfest......................................................................................................... 64

7.6 Außerschulischer Sport................................................................................................... 64

7.7 Sponsorenlauf.................................................................................................................. 64

7.8 Kooperationspartner Schule und Verein......................................................................... 64

7.8.1 Handball...................................................................................................................... 64

7.8.2 Capoeira...................................................................................................................... 65

7.9 „Bodelschwingh bewegt sich“.......................................................................................... 65

7.9.1 Takeshi`s Castle............................................................................................................ 65

7.10 Aktion zu Fuß zur Schule................................................................................................ 65

8. Religion.................................................................................................................................. 66

8.1 Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht (KoKoRU)............................................. 66

8.2 Leistungsbewertung........................................................................................................ 66

8.3 Schulgottesdienste.......................................................................................................... 69

8.4 Kooperationspartner Kirchengemeinde........................................................................... 69

9. Förderunterricht im Förderband............................................................................................ 69

C.       Schwerpunkte pädagogischer Arbeit........................................................................... 70

1. Soziales Lernen..................................................................................................................... 70

1.1 Sozialziele........................................................................................................................ 70

1.2 Erste Hilfe durch Pausenhelferinnen und Pausenhelfer................................................. 71

1.3 Demokratieerziehung...................................................................................................... 72

1.3.1 Wahl der Klassensprecherinnen und Klassensprecher..................................................... 72

1.3.2 Kinderkonferenz........................................................................................................... 72

1.4 Sozialkompetenztraining................................................................................................. 73

1.5 Gewaltprävention............................................................................................................. 73

1.5.1 Mein Körper gehört mir................................................................................................ 73

1.5.2 Gewaltprävention als Teil eines Gesamtkonzeptes......................................................... 73

2. Gesundheitserziehung.......................................................................................................... 74

2.1 Schulfrühstück................................................................................................................. 74

2.2 Teilnahme an der Trinkfit-Studie..................................................................................... 75

2.3 Pause und Bewegung..................................................................................................... 75

3. Umwelterziehung................................................................................................................... 76

4. Aktivitäten und Veranstaltungen........................................................................................... 77

4.1 Schulleben-Klassenfeste................................................................................................. 80

4.2 Klassenfahrten................................................................................................................. 80

4.3 Projektwoche................................................................................................................... 81

4.4 Informationen zu wiederkehrenden Projekten................................................................ 82

4.4.1 Zirkusprojekt................................................................................................................ 82

4.4.2 Trommelprojekt........................................................................................................... 82

4.4.3 Waldprojekt................................................................................................................. 83

4.4.4 Skaterwoche................................................................................................................ 83

5. Digitalisierung........................................................................................................................ 84

5.1 Medienerziehung............................................................................................................. 84

5.2 Medienkonzept................................................................................................................ 84

5.3 Ausstattung...................................................................................................................... 84

5.4 Einsatz der Medien.......................................................................................................... 85

5.5 Schulhomepage............................................................................................................... 86

6. Fortbildung............................................................................................................................. 86

7. Evaluation und Qualitätssicherung....................................................................................... 86

7.1 Qualitätssicherung durch schulinterne Evaluation.......................................................... 86

7.2 Qualitätssicherung durch externe Evaluation................................................................. 88

7.3 Qualitätssichernde Funktion des Schulprogramms........................................................ 88

8. Unterrichtsformen.................................................................................................................. 88

8.1 Werkstattarbeit................................................................................................................. 89

8.2 Stationenlernen................................................................................................................ 90

8.3 Wochenplanarbeit............................................................................................................ 90

8.4 Außerschulische Lernorte................................................................................................ 90

8.4.1 Lernorte, die zu Fuß zu erreichen sind........................................................................... 91

8.4.2 Lernorte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Bus der Zoo- bzw. Grünen Schule zu erreichen sind        91

8.4.3 Lernorte, die mit Reisebussen erreicht werden können und bereits besucht wurden....... 93

9. Zusammenarbeit im Kollegium............................................................................................. 94

9.1 Zusammenarbeit im Jahrgang......................................................................................... 94

9.2 Fachkonferenzarbeit........................................................................................................ 94

10. Vertretungskonzept............................................................................................................. 95

D.       Planungen für die Weiterarbeit..................................................................................... 96

1. Weiterarbeit........................................................................................................................... 96

1.1 … im Bereich Schulentwicklung...................................................................................... 96

1.2 … in den Fachkonferenzen............................................................................................. 96

2. In der Erprobung................................................................................................................... 96

3. Noch zu verfassende Texte für das Schulprogramm........................................................ 96

4. Themen für die Zukunft......................................................................................................... 96

 

 

A.   Rahmenbedingungen der Bodelschwingh-Grundschule

 

1. Die Geschichte der Bodelschwingh-Grundschule

 

Die Bodelschwingh-Grundschule kann auf ein ungewöhnliches Alter für allgemein­bildende Schulen verweisen. Es ist lückenlos belegbar, dass sie als evangelische Schule zu Bodelschwingh bereits 1646 existierte.

Mit Beginn des Schuljahres 1967/68 führte das Land Nordrhein-Westfalen die Trennung in Grund- und Hauptschulen ein. 1968 wurde das heutige Gebäude be­zogen und der Name Bodelschwingh-Grundschule entstand.

Die Bodelschwingh-Grundschule liegt am Rande des alten Dorfkerns, grenzt dabei an den Grüngürtel und bietet Ausblicke auf das Dorf, das Schloss, die Kleingartenanlage und den naheliegenden Wald.

Für jede Lerngruppe stehen eine Garderobe, ein Gruppenraum und der Klassenraum zur Verfügung. Dabei hat jede Klasse ihre eigene Ausprägung und Gestaltung. Die Räume sind variabel möbliert, Freiarbeits- und Lernmaterialien stehen umfänglich zur Verfügung, die Wände und Fenster sind mit Schülerarbeiten dekoriert. In allen Klassen gibt es Spiel- und Bücherregale, Leseecken, PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss und vieles mehr.

Zusätzlich verfügt die Schule über verschiedene Fachräume. Es gibt einen Musikraum, der mit der Schülerbücherei kombiniert ist, einen Kunstraum, einen Wahrnehmungs- und Motorikraum und einen Förderraum, einen Lehrmittelraum, ein Besprechungszimmer und einen 1. Hilfe-Raum. Der Klassenraum der Willkommensklasse werden ab dem Mittag für die Hausaufgabenbetreuung genutzt.

Außerdem verfügt die Schule über eine Aula und eine Turnhalle. Zum Gelände gehören noch eine Sprunggrube und eine Laufbahn hinter der Schule, wodurch es möglich ist, das Spiel- und Sportfest mit den Disziplinen der Bundesjugendspiele an der Schule durchzuführen.

Im Schuljahr 1999/2000 erhielt die Schule eine Schulküche, die mit vielen praktischen Küchenutensilien ausgestattet ist und von allen Klassen in Absprache mit dem Offenen Ganztag genutzt werden kann.

Im Schuljahr 2001/2002 wurde das „Leseland“ eingerichtet. Diese Schülerbücherei wird von einigen Eltern und Großeltern aus verschiedenen Klassen betreut. Außerdem gibt es zeitweise eine Leseland-AG, um die Kinder ebenfalls an der Arbeit in ihrer Bücherei zu beteiligen.

1995 wurden der Schulhof und das Außengelände in eine naturnahe und kindgerechte Spiellandschaft umgestaltet, die in den darauffolgenden Jahren durch die Anschaffung von weiteren Spielgeräten weiter ausgebaut wurde.

Im Schuljahr 2017/18 begann das Kollegium mit der Entwicklung des Leitbildes der Bodelschwingh-Grundschule, aus dem sich die Leitsätze ergeben haben. Im November 2019 haben wir die QA (Qualitätsanalyse) erfolgreich abgeschlossen.

Im Schuljahr 2018/19 wurden wichtige Schritte unternommen, um die Digitalisierung an unserer Schule voranzubringen und seit 2020 verfügen die Klassen über Smartboards und W-LAN.  

Das Schulpersonal setzt sich aus der Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrern, Sonderpädagoginnen, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern, der Sekretärin, dem Hausmeister, zeitweilig Praktikantinnen und Praktikanten und den Mitarbeiterinnen der Ganztagsbetreuung zusammen. Insgesamt besuchen etwa 230 Schüler und Schülerinnen die Bodelschwingh-Grundschule.

 

2. Offene Ganztagsschule (OGS)

 

In vielen Familien bedingt die berufliche Situation der Eltern, dass die Kinder auf eine Betreuung angewiesen sind. So ist die Zahl der Betreuungskinder in den letzten Jahren immer weitergewachsen, zurzeit besuchen 120 Kinder die Betreuungseinrichtung. Auf Grund des Bedarfes wurden die Betreuungszeiten ausgeweitet und aus der ehemaligen Betreuung von 8.00 bis 13.00 Uhr wurde im September 2003 eine Offene Ganztagsbetreuung mit Öffnungszeiten von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr. So hat sich die Schule durch die Verknüpfung von Lernen, Spielen und Aktivitäten zu einem Haus des Lernens und Lebens entwickelt.

Die Betreuungsräume sind seit Oktober 2004 im Parterre des Schulgebäudes untergebracht. Es gibt dort vier große Räume, einen Snoezelraum und eine Küche mit Essraum. Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben unter Aufsicht in 2 zu diesem Zweck eingerichteten Räumen. In der Nachmittagszeit werden die Turnhalle, die Aula und der Kunstraum mitgenutzt, sowie bei Bedarf weitere Klassenräume. Sport-, Förder- und Bastelangebote werden regelmäßig gemacht. Die Außenanlagen (Schulhof, Spielgeräte etc.) werden regelmäßig in die Aktivitäten einbezogen und intensiv genutzt.

2005 wurde aus dem bis dahin ungenutzten Innenhof im Rahmen eines Projektes, an dem Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen der Betreuung und die Schulleitung teilnahmen, eine Oase der Ruhe und Stille. Unter Anleitung eines Künstlerpaares ist eine Wandbemalung unter dem Motto Dschungel entstanden. Verschiedene Teams – jeweils ein bis zwei Kinder und eine erwachsene Person – haben an der Entstehung des Bildes mitgewirkt. Mit Unterstützung der Firma Grünbau ist ein Sinnesweg mit unterschiedlichen Bodenbelägen und Ebenen entstanden. Es gibt außerdem ein Kletternetz, einen Sandkasten und zwei Sitzgruppen. Daneben gibt es noch eine Fläche zur Bepflanzung mit unterschiedlichen Kräutern, Blumen und Sträuchern, wodurch ermöglicht wurde, eine Garten-AG zu gründen. Die Kinder haben die Möglichkeit nach Absprache, in kleinen Gruppen von 5 – 6 Kindern den Innenhof zu nutzen und die ruhige Atmosphäre dort zu genießen.

Das Ganztagsteam besteht aus der Koordinatorin, zwei Gruppenleiterinnen und Ergänzungskräften bzw. Honorarkräften.

Außerdem wird durch das Lehrpersonal der Schule die Arbeit der Betreuung unterstützt (z.B. bei der Hausaufgabenbetreuung oder AGs im sportlichen oder künstlerischen Bereich).

Die Betreuungskräfte nehmen kontinuierlich im Laufe der Schuljahre an Fortbildungsmaßnahmen teil.

Die offene Ganztagsbetreuung basiert auf Kooperationsvereinbarungen zwischen der Schule, dem EKK (Evangelischer Kirchenkreis Dortmund) als Träger und dem Projekt „Förderung von Kindern und Jugendlichen“ der Stadt Dortmund.

Die Kinder werden in der Zeit von 7.30 – 16.00 Uhr betreut. In der Zeit von 12.15 bis 14.00 Uhr können die Kinder nach vorheriger Anmeldung mittags gemeinsam essen. Dieses Angebot wird von fast 100 Kindern genutzt.

Die Betreuung ist im Rahmen des Schulprogramms in das schulische Bildungskonzept integriert:

 

Die Schwerpunkte sind:

       Förderung der Lesefertigkeit

       Umgang mit neuen Medien

       Förderung von Bewegungserfahrungen

       Förderung der sozialen Kompetenz der Kinder

 

Die ständig wechselnden Angebote umfassen beispielsweise:

       Koch-AG

       Forscher-AG

       Garten-AG

       Sport-AG

       Kunst- und Bastelprojekte

       Lesen

      

 

Besondere Projekte, Feste oder Aktionen werden in Abstimmung mit den Kindern geplant und durchgeführt.

Es besteht ein Austausch – je nach Bedarf – zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und den Betreuungskräften über den Entwicklungsstand und bestehende Probleme mit den Betreuungskindern.

Die Betreuung in den Ferien wird in Kooperation mit den Nachbarschulen jeweils an einem der Schulstandorte durchgeführt.

 

3. Gemeinsames Lernen (GL)

3.1 Grundlegende Informationen

 

Seit 1986 lernen an der Bodelschwingh-Grundschule Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Gemeinsamen Lernens.

Alle Kinder, mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, sollen gemeinsam lernen können, um letztlich gemeinsam zu leben. Dabei wird häufig das Lernmilieu aller Beteiligten bereichert: soziales Lernen, Umgang mit dem Anderssein, Erkennen und Annehmen individueller Stärken und Schwächen, Kooperation, Sensibilisierung für die Bedürfnisse anderer.

Die Grundlagen der rechtlichen Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2006 gelegt. Da verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention). Dort ist verankert (Artikel 24), dass allen behinderten Schülerinnen und Schülern der Zugang zu einer inklusiven Schule, einer Schule für alle, ermöglicht werden muss.

Im Jahr 2009 wurde dieses Übereinkommen zu geltendem Recht in Deutschland.

In NRW sieht das Schulgesetz (§19-20) vor, dass Schülerinnen und Schüler nach ihrem individuellen Bedarf sonderpädagogisch gefördert werden. Auf Antrag der Eltern oder der Schule wird in einem Verfahren (gem. der AO-SF) der Förderbedarf überprüft. Ob der Bedarf besteht, entscheidet die Schulaufsichtsbehörde. Die Entscheidung über den Förderort (Regelschule oder Förderschule) obliegt den Eltern.

Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf können Förderbedarf in folgenden Förderschwerpunkten aufzeigen: Sprache, Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Geistige Entwicklung, Hören/Kommunikation, Sehen, Autismus-Spektrum-Störung.

Je nach festgestelltem Förderbedarf werden die Kinder zielgleich bzw. zieldifferent gefördert.

Zielgleich geförderte Kinder arbeiten an den Lernzielen ihrer Klasse, das heißt, sie müssen die gleichen Lernziele erreichen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie werden nach den allgemeinen Richtlinien der Grundschule unterrichtet. Die Richtlinien des jeweiligen Förderschwerpunkts werden in den Unterricht miteinbezogen.

Zieldifferent unterrichtet werden Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung. Diese Kinder müssen nicht die Lernziele der allgemeinen Richtlinien erreichen. Sie arbeiten an den ihrem individuellen Lern- und Entwicklungsstand ausgerichteten Lernzielen und erhalten differenzierte Aufgabenstellungen, die sich weitgehend an den Themen der Klasse orientieren.

Für jede Schülerin und jeden Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird ein individueller Förderplan erstellt. Einmal jährlich wird überprüft, welche Entwicklungen das Kind gemacht hat und ermittelt, ob weiterhin sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf besteht. Die Kinder werden nach den Vorgaben der Grundschule unterrichtet und gemäß ihrem jeweiligen Bedarf in verschiedenen Bildungsgängen gefördert. Das Gemeinsame Lernen wird je nach individuellem Bedarf des Kindes und pädagogischer Zielsetzung mit verschiedenen Unterrichtsformen (Klassenverband, Klassenverband mit Doppelbesetzung, Kleingruppenförderung, Einzelförderung) umgesetzt.

Es findet eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern statt. Die aktuelle Situation des Kindes sowie Inhalte und Methoden des Unterrichts werden besprochen, um ein für das Kind positives, möglichst einheitliches Lernumfeld in der Schule und dem Elternhaus zu schaffen. Darüber hinaus wird mit entsprechenden Fachleuten (z.B. Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen und Ärzt*innen), Beratungsstellen und Förderschulen kooperiert.

 

 

Individuelle Lernvoraussetzungen und Fertigkeiten wurden als ein Teil der Persönlichkeit erfahren, wobei Gemeinsamkeiten wichtiger waren als Unterschiede. Soziales Miteinander und Verständnis konnten sich entwickeln.

Zusätzlich findet insbesondere in den ersten beiden Jahrgängen präventive Förderung statt. Kinder, die präventiv gefördert werden, bekommen individuelle Zuwendung und zusätzliche Erläuterungen, z.B. auch in Kleingruppen, um Lern- und Entwicklungsproblemen frühzeitig entgegenzuwirken (s. 3.2.1).

 

3.2 Derzeitige Voraussetzungen des Gemeinsamen Lernens

 

An der Bodelschwingh-Grundschule werden Kinder integrativ beschult, d.h. Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung werden in den Regelklassen mit Unterstützung der sonderpädagogischen Lehrkraft unterrichtet. Diese Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Förderschwerpunkte aufweisen.

Verschiedene Unterrichtsformen (s. 3.3) werden je nach Inhalt und Förderbedarf durchgeführt. Dabei gilt der Grundsatz: „So viel Gemeinsames im Klassenverband wie möglich und so wenig separate Förderung und Betreuung wie nötig“.

·      In der Regel findet der Unterricht mit allen Schülerinnen und Schülern gemeinsam im Klassenraum statt. Das Rahmenthema ist in der Regel für die gesamte Lerngruppe identisch. Arbeitsmittel, Lernumfang und Methoden werden so differenziert, dass alle angesprochen werden und zu einem Lernerfolg auf ihrem individuellen Lernniveau gelangen können. Diese Form beinhaltet eine enge Absprache und Kooperation der unterrichtenden Lehrkräfte.

·      Es kann vorkommen, dass einzelne Kinder oder Kleingruppen eine besondere Förderung für einen bestimmten Lerninhalt benötigen, die im Klassenverband nicht sinnvoll oder möglich ist. Dann können die jeweiligen Schülerinnen und Schüler in dem an jedem Klassenraum angrenzenden Gruppenraum oder in einem gesonderten Fachraum unterrichtet werden.

 

3.2.1 Präventive sonderpädagogische Förderung in der Schuleingangsphase

 

Die Grundlage der präventiven sonderpädagogischen Förderung liegt darin, dass Kinder auch ohne formal festgestelltem Unterstützungsbedarf von Anfang an sonderpädagogisch gefördert werden. Dies gilt vorwiegend für Kinder, die einen umfänglichen Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Emotional-soziale Entwicklung sowie Sprache aufweisen.

Bereits mit dem Schulspiel, das in der Regel im Herbst vor der Einschulung stattfindet, werden verschiedene kindliche Entwicklungsbereiche genauer diagnostiziert. Die Eltern bekommen nach Möglichkeit zeitnah eine Rückmeldung zum Schulspiel. Bei Bedarf erhalten sie bereits zu diesem Zeitpunkt konkrete Förderhinweise.

In den ersten Schulwochen werden die individuellen Stärken und Schwächen der einzelnen Lernenden diagnostiziert. Das geschieht in enger Zusammenarbeit von der Klassenleitung mit der sonderpädagogischen Lehrkraft sowie mit der sozialpädagogischen Fachkraft für die Schuleingangsphase. Für Kinder mit deutlichen Entwicklungsschwierigkeiten wird ein individueller Förderplan erstellt. Darin werden Maßnahmen zur Unterstützung des Kindes festgehalten. Spätestens zum ersten Elternsprechtag erfolgt eine Aufklärung über präventive Maßnahmen, die von Seiten der Schule zur Gewährleistung der individuellen Förderung vorgesehen sind.

Die Kinder werden in allen Bereichen ganzheitlich gefördert. Das heißt, die Förderung ist geprägt von aktivierenden und motivierenden Spielen und Materialien. Sie wird durch verschiedene Unterrichtsformen und in günstigen Organisationsstrukturen umgesetzt.

 

3.2.2 Personelle Ressourcen

 

Die Bodelschwingh-Grundschule hat zurzeit eine sonderpädagogische Lehrkraft im Schulteam. Sofern es für ein Kind erforderlich ist, kann auch ein*e Schulbegleiter*in zur individuellen Unterstützung beantragt werden. Diese stehen dabei in enger Absprache mit allen beteiligten Lehrkräften. Hierzu hat die Bodelschwingh-GS einen Kooperationsplan erarbeitet. Wenn Bedarf besteht, wird das jeweilige Kind auch in der OGS unterstützt.

 

3.2.3 Räumliche Ressourcen

 

Zu jedem Klassenraum gehört ein mit Glasscheiben abgetrennter Nebenraum, der gut zur äußeren Differenzierung oder für Gruppenarbeiten genutzt werden kann. So sind schnell unterschiedliche Unterrichtsformen umsetzbar. Hier befinden sich auch die Laptop-Arbeitsplätze der Klasse. Eine Vielzahl von Fachräumen bietet die Möglichkeit für umfassende Lernangebote. Das Erreichen von vier Klassenräumen ist durch die Nutzung eines Aufzugs für Kinder mit motorischen Einschränkungen möglich.

Die Einrichtung und Ausstattung eines Differenzierungsraumes (Förderraum) sowie des Wahrnehmungs- und Motorikraumes bieten die Möglichkeit mit speziellen Materialien die Kinder in einem besonderen Lernumfeld zu fördern. Weiterhin gibt es einen Snoezel-Raum (gespr. snuselen =dösen, ruhen), der in Absprache mit der OGS genutzt werden kann. Hier können z.B. Entspannungsstunden zur Förderung der Eigenwahrnehmung durchgeführt werden.

 

3.2.4 Mediale Ressourcen

 

Die Schule verfügt über ein vielfältiges Angebot der verschiedensten Medien zur Förderung der Kinder. Diese sind teilweise spezifisch für sonderpädagogische Förderbereiche angelegt (wie z.B. Übungsmaterial zur Sprachförderung, Auditiven Wahrnehmung, etc.). Aber auch Materialien zur allgemeinen Förderung auf verschiedenen Entwicklungsstufen (z.B. Fühl- und Tastspiele, Rollbretter, Unterstützungsmaterial und Spiele für den Schreib- und Leselernprozess, Bewegungsangebote) sind vielfältig vorhanden. Diese Medien können zur Förderung aller Kinder eingesetzt werden.

Aus der täglichen Arbeit ergibt sich die Notwendigkeit nach zusätzlichen und/oder individuellen Hilfsmaterialien, die aus einem separaten Etat angeschafft werden können.

 

3.3 Organisation des Gemeinsamen Lernens

 

Das Gemeinsame Lernen wird sowohl im Klassenverband als auch als Kleingruppenförderung umgesetzt. Dabei wird besonderen Wert auf die Erstellung individueller Förderkonzepte gelegt. Die Förderplanung geschieht in enger Zusammenarbeit der Klassenleitung mit der Sonderpädagogin und wird in einem Förderplan festgehalten. Der Förderplan wird den Erziehungsberechtigten ausführlich erläutert.

3.3.1 Im Klassenverband

 

Die Sonderpädagogin nimmt in der Regel an den Besprechungen in den Jahrgangsteams teil und begleitet so beratend die Planung der Unterrichtseinheiten, wobei der Bedarf aller Schülerinnen und Schüler berücksichtigt wird. Somit werden die Unterrichtsinhalte allen Kindern zugänglich gemacht.

Bei der Umsetzung dieser Ziele werden offene Unterrichts- und Arbeitsformen (z.B. Werkstatt, Lerntheke, Stationsbetrieb, Einsatz der I-Pads) den besonderen Voraussetzungen der jeweiligen Klasse angepasst. Der Unterricht findet so oft wie möglich im Teamteaching statt, so dass die Klassenlehrkraft gemeinsam mit der sonderpädagogischen Lehrkraft unterrichtet.

 

3.3.2 Kleingruppenförderung

 

Bei der Kleingruppenförderung setzt sich die Fördergruppe in der Regel aus mehreren Kindern mit präventivem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf zusammen. In der Kleingruppe besteht die Möglichkeit, individuelle Lernhürden intensiver aufzuarbeiten. Ebenfalls kann in der Kleingruppe ein neues Thema intensiv und kleinschrittig eingeführt werden. Des Weiteren werden auch spezielle Übungen zu den Wahrnehmungsbereichen und zur sprachlichen Förderung umgesetzt.

 

3.4 Förderkonzept FERDI im Rahmen des Gemeinsamen Lernens

 

FERDI ist ein Verhaltenstraining für Schulanfängerinnen und Schulanfänger der Autoren Petermann, Natzke, Gerken und Walter zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen, das in der Schuleingangsphase durchgeführt werden kann. Das Verhaltenstraining ist als Gruppenprogramm konzipiert und kann bei Bedarf mit der ganzen Klasse gemacht werden. Es ist speziell für Kinder in der Schuleingangsphase entwickelt worden und soll dazu beitragen frühzeitig oppositionellem und aggressivem Verhalten vorzubeugen. In 26 Sitzungen werden die relevanten Trainingsbereiche wie soziale Wahrnehmung, Gefühle erkennen und benennen, Einfühlungsvermögen, Hilfeverhalten und Kooperation sowie Problemlösekompetenzen in schulischen Alltagssituationen nachhaltig vertieft. Eine Schatzsuche bietet als Rahmenprogramm bis zum Ende des Programms eine hohe Motivation für die Kinder zur Bearbeitung der Trainingsaufgaben.

 

 

 

4. Übergänge

4.1 Kindergarten – Grundschule

4.1.1 Anmeldewoche

 

Im November findet die Anmeldewoche für die Schulanfänger statt. Seit dem Schuljahr 2007/2008 können die Erziehungsberechtigten unabhängig von dem Schulbezirk eine Schule auswählen und ihre Kinder dort anmelden. Jedes Schulanfängerkind wird von einer Lehrkraft durch das Schulspiel geführt, das die Bereiche Bewegungskoordination, Zahlen, Mengen und Formen, Feinmotorik, Gedächtnis, Wahrnehmung und Sprache umfasst. In der Zeit füllen die Eltern Formulare zur Erfassung der Schülerdaten aus. Die OGS-Betreuungskräfte, die Schulpflegschaft und der Förderverein unterstützen die Schule durch die Betreuung eines Standes, an dem alle notwendigen Formulare ausgegeben werden. Im Anschluss an das Schulspiel führt die Schulleiterin mit den Schulanfängern und den Eltern ein gemeinsames Gespräch.

Das beschriebene Verfahren kann aufgrund von aktuellen Bestimmungen der Stadt Dortmund auch anders durchgeführt werden. Hierzu erhalten die Eltern ein entsprechendes Elternanschreiben.

 

4.1.2 Schulärztliche Untersuchung

 

In der Zeit zwischen der Anmeldung und dem Schuljahresbeginn werden die Schulanfängerinnen und Schulanfänger von Ärztinnen und Ärzten des Gesundheitsamtes auf ihre Schulfähigkeit untersucht. In dieser Untersuchung werden insbesondere der allgemeine körperliche Entwicklungsstand und die gesundheitlich bedingte Leistungsfähigkeit überprüft.

 

4.1.3 Informationsveranstaltung

 

Einige Wochen vor den Sommerferien werden die Eltern der Schulanfängerinnen und Schulanfänger zu einer ersten Informationsveranstaltung in die Schule eingeladen. Die Eltern erhalten an diesem Abend Informationen zur Klassenzusammensetzung, zur Organisation der ersten Schulwochen, zu den Lern- und Arbeitsmaterialien, zu Büchern und Arbeitsheften. Soweit die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt sind, werden sie auch anwesend sein.

 

4.1.4 Hospitationen der Lehrerinnen im Kindergarten und der Kindergartenkinder im 1. Jahrgang

 

Seit dem Schuljahr 2013/14 besuchen die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer des ersten Schuljahres im Frühjahr die Kindergärten, um die Kinder hinsichtlich einer möglichst ausgewogenen Klassenbildung kennenzulernen und einen ersten Kontakt mit den Erzieherinnen und Erziehern aufzubauen, um den Kindern den Übergang zu erleichtern.

Damit die zukünftigen Schulkinder und Erzieherinnen und Erzieher einen Einblick in unser Schulleben erhalten, werden die einzelnen Kindergartengruppen in die Schule eingeladen und nehmen eine Schulstunde am Unterricht des 1. Jahrgangs teil.

 

4.1.5 Schnupperstunde

 

Vor den Sommerferien werden die künftigen Schulanfängerinnen und Schulanfänger zu einer Schnupperstunde in die Schule eingeladen. An diesem Tag können sie ihre Klassenlehrerin oder ihren Klassenlehrer und die Kinder kennenlernen, mit denen sie nach den Sommerferien zusammen eine Klasse besuchen. Die OGS bietet unterdessen eine Einführung in die Organisation der OGS für die Eltern der angemeldeten Kinder an. Außerdem können die Eltern kostenlos ein Mittagessen testen.

 

4.1.6 Einschulung

 

Die Einschulung findet am zweiten Tag nach den Sommerferien statt. An ihrem ersten Schultag treffen sich die Schulneulinge und ihre Angehörigen zu einem ökumenischen Gottesdienst. Um 10.00 Uhr findet eine Begrüßungsfeier auf dem Schulhof oder in der Turnhalle der Schule statt. Der Schulhof oder die Turnhalle werden von den Kindern und Lehrkräften des 4. Schuljahres dekoriert. Die Schülerinnen und Schüler des 3. Schuljahres heißen ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler mit Liedern, Gedichten, Tänzen oder einem kleinen Theaterstück willkommen. Anschließend gehen die Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer in die Klasse. Während der Wartezeit stellen sich an einem Stand der Förderverein und die Schulpflegschaft vor und bieten außerdem Kaffee und Kuchen an. Die Eltern der Schulneulinge können während dieser Zeit erste Kontakte knüpfen und sich austauschen, bevor sie ihre Kinder nach deren erster Schulstunde wieder in Empfang nehmen. 

 

4.1.7 Schulanfängerkonferenz

 

Vor oder kurz nach den Herbstferien lädt die Schule die Erzieherinnen und Erzieher der Kindergärten zu einer Lernanfängerkonferenz in die Grundschule ein, mit dem Ziel einen Austausch über die Entwicklung der Kinder während der ersten Schulwochen zwischen Kindergarten und Schule zu ermöglichen. 

 

4.2 Vierter Jahrgang – Weiterführende Schulen

 

Um eine gute Wahl für die richtige Schulform in der weiterführenden Schule zu treffen, sind umfangreiche Informationen erforderlich.

Im 1. Halbjahr des 4. Schuljahres führen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer ein Beratungsgespräch mit den Eltern durch. Für die Schullaufbahn sind die Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht besonders aussagekräftig. Wichtig ist auch das Arbeitsverhalten: Leistungsbereitschaft, Konzentration und Ausdauer sind wesentliche Faktoren für den schulischen Erfolg.

Das Netzwerk Mengede bietet einen gemeinsam organisierten Informationsabend über die weiterführenden Schulen an (siehe 7.3)

Um den Schülerinnen und Schülern Einblick in das Schulleben der weiterführenden Schule zu geben, veranstalten einzelne Schulen Info-Tage. In der Regel erhalten die Kinder über die Grundschule eine Einladung oder sie können das Datum und alle anderen Informationen auf der Homepage der jeweiligen Schule erfahren.

Ende des 4. Schuljahres veranstalten viele Schulen für die angenommenen Schülerinnen und Schüler einen Kennlernnachmittag.

Viele weiterführende Schulen laden zur ersten Orientierungsstufenkonferenz die jeweiligen Grundschullehrerinnen und -lehrer ein. So können Entwicklungen beobachtet und Erfahrungen in das pädagogische Handeln einbezogen werden. Durch die Rückmeldung über die langfristige Entwicklung der Schülerinnen und Schüler besteht die Chance, die Prognosesicherheit in der Schullaufbahnberatung zu erhöhen.

 

4.3 Schuleingangsphase

 

Die sogenannte Schuleingangsphase umfasst die ersten beiden Schuljahre und ist nach Beschluss der Schulkonferenz der Bodelschwingh-Grundschule in jahrgangsbezogenen Klassen organisiert. Mit Schließung der Schulkindergärten im Schuljahr 2005/06 galt es, der wachsenden Heterogenität in den ersten Klassen gerecht zu werden und den Unterricht so zu strukturieren, dass die Kinder „dort abgeholt werden, wo sie stehen“.

In den ersten beiden Wochen ihres Schullebens gilt für die Schulanfängerinnen und -anfänger ein besonderer Stundenplan, der das Einleben und das erste Lernen sowohl im gesamten als auch im halben Klassenverband ermöglicht. Kinder, die Hilfe benötigen, werden während des Unterrichts von der Sonderpädagogin individuell gefördert, um den Anforderungen der Grundschule gewachsen zu sein. Außerdem werden vermehrt -je nach Ressourcen- Fördergruppen (Wahrnehmung, Motorik) angeboten, in denen Kinder, die in diesen Bereichen noch Unterstützung benötigen, gezielt gefördert werden, um so den Ausgleich von Defiziten zu schaffen und eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht zu ermöglichen.

 

4.3.1 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in der Schuleingangsphase

 

-       Anmeldung und Schuleingangstests: Auf der Grundlage der Ergebnisse des Schuleingangstests bei der Anmeldung wird ggf. eine individuelle Förderempfehlung ausgesprochen.

-       Es wurde in Zusammenarbeit mit der Grundschule Westhausen ein Spracheingangstest entwickelt, der alle vier Sprachebenen abprüft.

-       Förderung: Bei Eintritt in die Schule werden die Kinder in jahrgangsbezogenen Klassen unterrichtet. Aufgrund der Informationen durch die Kindergärten, der Aktualisierung der Anfängerdiagnostik in den ersten Schulwochen und weiterer Lernstanddiagnosen (u.a. das Münsteraner Screening) werden einzelne Kinder durch differenzierenden Unterricht weiter individuell gefördert.

-       Offene Unterrichtsformen (wie z.B. Stationsbetrieb, Tagesplanarbeit, Freiarbeit, Werkstattarbeit, Wochenplanarbeit, Arbeit mit Förderplänen etc.) sollen Schülerinnen und Schüler mit Lernrückständen sowie mit besonderen Neigungen und Begabungen gleichermaßen anregen.

-       Multiprofessionelle Teams, bestehend aus Grundschullehrkräften, Lehrkräften der Sonderpädagogik, Fachkräfte der Schulsozialpädagogik, gewährleisten eine gezielte individuelle Förderung.

 

5. Die Willkommensklasse

 

Die Willkommensklasse wird nach Bedarf und personellem Kapazitäten für jedes Schuljahr neu abgestimmt.

Seit Oktober 2015 gibt es an der Bodelschwingh-Grundschule regelmäßig eine außendifferenzierte Lerngruppe: die Willkommensklasse (Sprachfördergruppe) für zugewanderte Kinder ohne oder mit wenig Deutschkenntnissen. Einige Kinder lebten in Krisen- oder Kriegsgebieten. Dadurch wurden sie aus ihrem ursprünglichen sozialen Umfeld entwurzelt. In der Willkommensklasse erleben sie in der Kleingruppe ein vertrautes Miteinander und gewinnen durch ritualisierte Abläufe und Strukturen immer mehr an Sicherheit für schulische Abläufe und Anforderungen. Die Willkommenskinder stammen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Diese Heterogenität und Vielfalt nutzen wir als Chance, um im Schulalltag von- und miteinander zu lernen.

Die Schülerinnen und Schüler werden mit einigen Stunden in der Willkommensklasse in den Fächern Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und punktuell auch in Mathematik unterrichtet. Zudem nehmen sie an dem Unterricht der jeweiligen Regelklassen teil, um die soziale Integration sowie das sprachliche Handeln durchgängig zu unterstützen. Es finden regelmäßige Absprachen zwischen den Lehrkräften der Willkommensklasse und den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern statt.

Die Willkommensklasse wird -sofern die aktuellen Kapazitäten es zulassen- in eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenengruppe unterteilt. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler nach ihren entsprechenden Sprach- und Leistungsniveaus individuell zu fördern. In den Förderstunden lernen die Kinder im Raum der Willkommensklasse. Das Lernumfeld wird in Anlehnung an Sprachförderprinzipien mit vielfältigen Visualisierungen (Lernposter, Symbole und Bildkarten) gestaltet und ist mit einer kleinen Bücherei und mit unterschiedlichen Lern- und Sprachspielen ausgestattet. Die Schülerinnen und Schüler der Willkommensklasse arbeiten mit Materialien und Arbeitsheften zur Sprachförderung, die unterschiedliche Schwerpunkte der deutschen Sprache aufgreifen und trainieren, u.a. Buchstabenlehrgang, Wortschatz und Grammatik. Der eigentliche Sprachförderunterricht wird ggf. durch den Kunst- und Sportunterricht ergänzt.

Neben dem Unterricht in den Klassenräumen werden unterschiedliche schulische und außerschulische Lernorte genutzt, um das sprachliche Handeln in Alltagssituationen und die Deutschkenntnisse ganzheitlicher und damit nachhaltiger aufbauen zu können. Die Kinder besuchen z.B. die Schulbibliothek, backen Plätzchen in der schuleigenen Küche oder nutzen den umliegenden Wald für Exkursionen. Die Willkommenskinder nehmen ebenfalls an schulischen Veranstaltungen teil, belegen AGs oder nehmen die Nachmittagsbetreuung der OGS wahr.

 

6. Mitwirkungsgremien  

 

An der Bodelschwingh-Grundschule können Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte im Rahmen folgender Gremien aktiv am Schulleben und an der Bildungs- und Erziehungsarbeit mitwirken:

Klassenpflegschaft: Alle Eltern einer Klasse bilden die Klassenpflegschaft. Die Klassenpflegschaft wählt aus ihrer Mitte zu Beginn des Schuljahres eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter. Beide nehmen über ihre Aufgaben in der Klassenpflegschaft hinaus mit beratender Stimme an der Klassenkonferenz teil. Die gewählten Klassenvertreterinnen und  -vertreter nehmen an den Sitzungen der Schulpflegschaft teil.

Klassenkonferenz: Mitglieder der Klassenkonferenz sind die Lehrerinnen und Lehrer, die in der Klasse unterrichten, sowie das in der Klasse eingesetzte weitere pädagogische und sozialpädagogische Personal. An den Sitzungen der Klassenkonferenz nehmen die oder der Vorsitzende der Klassenpflegschaft sowie deren Stellvertretungen mit beratender Stimme teil. Dort werden Angelegenheiten behandelt, die eine Schulklasse oder einzelne Kinder betreffen, z.B. Ordnungsmaßnahmen, Art und Umfang von Fördermaßnahmen. Dies gilt nicht, soweit es um die Leistungsbewertung einzelner Schülerinnen und Schüler geht.

Schulpflegschaft: Mitglieder der Schulpflegschaft sind die Vorsitzenden der Klassenpflegschaften, sowie deren Vertretung mit beratender Stimme. Die oder der Schulpflegschaftvorsitzende lädt zur Sitzung ein und setzt die Tagesordnung fest. Die Schulleiterin oder der Schulleiter soll beratend an der Sitzung teilnehmen. Die Schulpflegschaft wählt eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und bis zu drei Stellvertretungen. Sie wählt außerdem die Elternvertretung für die Schulkonferenz. Die Schulpflegschaft vertritt die Interessen aller Eltern der Schule gegenüber der Schulleitung und den anderen Mitwirkungsgremien.

Schulkonferenz: Die Schulkonferenz ist das oberste Mitwirkungsorgan der Schule. Dort arbeiten sechs Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und sechs Vertreterinnen und Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer zusammen. Den Vorsitz hat immer die Schulleitung. Die Schulkonferenz berät in grundsätzlichen Angelegenheiten der Schule und vermittelt bei Konflikten innerhalb der Schule. Sie kann Vorschläge und Anregungen an den Schulträger und an die Schulaufsichtsbehörde richten.

Fachkonferenzen: Die Fachkonferenz berät über alle das Fach oder die Fachrichtung betreffenden Angelegenheiten einschließlich der Zusammenarbeit mit anderen Fächern. Sie trägt die Verantwortung für die schulinterne Qualitätssicherung und –entwicklung der fachlichen Arbeit und berät über Ziele, Arbeitspläne, Evaluationsmaßnahmen und –ergebnisse.

Lehrerkonferenz: Mitglieder der Lehrerkonferenz sind die Lehrerinnen und Lehrer sowie das pädagogische Personal. Dieses Gremium berät über alle wichtigen Angelegenheiten der Schule. Die Lehrerkonferenz kann hierzu auch Anträge an die Schulkonferenz richten.

Lehrerrat: Der Lehrerrat wird aus der Mitte der Lehrerkonferenz gewählt. Er berät die Schulleiterin oder den Schulleiter in Angelegenheiten der Lehrkräfte sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemäß § 58 SchulG und vermittelt auf Wunsch in deren dienstlichen Angelegenheiten.

 

Kinderkonferenz: Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es an unserer Schule zweimal im Halbjahr Kinderkonferenzen. An ihr nehmen die beiden Klassensprecherinnen und Klassensprecher jeder Klasse, zwei Lehrerinnen sowie die Schulleiterin teil (siehe C 1.3).

7. Unsere Kooperation im Bildungsnetzwerk Mengede

7.1 Informationen zu dem Bildungsnetzwerk

 

Viele Dortmunder Schulen sind im Rahmen der Weiterentwicklung von pädagogischen Kooperationsstrukturen durch ein Netzwerk miteinander verbunden.

So ist unsere Bodelschwingh-Grundschule seit der Kooperationsvereinbarung (2012) in das Bildungsnetzwerk Mengede eingebunden. Hier arbeiten Schulen – auch unterschiedlicher Schulformen- im Projekt Schulen im Team ergebnisorientiert zu aktuellen Themen, die sich aufgrund der Bedingungen und Möglichkeiten der Schulstandorte ergeben. Seit dem Zusammenschluss der Mengeder Schulen (2013/14) sind mittlerweile alle Schulen des Bezirks im Netzwerk vertreten.

 

Grundschulen:

Bodelschwingh-Grundschule, Overberg-Grundschule, Regenbogen-Grundschule, Schopenhauer-Grundschule, Schragmüller-Grundschule, Westhausen-Grundschule

Schulen der Sekundarstufe I:

Heinrich-Heine-Gymnasium, Albert-Schweitzer-Realschule, Reinoldi-Gesamtschule, Jeanette-Wolff-Hauptschule und die Wilhelm-Rein-Förderschule

 

Ausgehend von dem Arbeitsschwerpunkt Übergänge gemeinsam gestalten, werden unterschiedliche Projektvorhaben kontinuierlich verfolgt.

Unter anderem ist so der Bildungspass entwickelt worden. Zudem ist die Erarbeitung von Mindeststandards für die sonderpädagogische Förderung im Fokus, sowie die effektive Koordination der Beratungsphase der Eltern und Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Übergangs in die weiterführenden Schulen.

Perspektivisch wird das Netzwerk u.a. an der Zusammenstellung eines Methodenhandbuches arbeiten. Diese Sammlung soll das über die Grundschulzeit angeeignete methodische Handwerkszeug eines Grundschulschülers abbilden.

Internetseite: http://www.bildungsnetzwerk-mengede.de

 

7.2 Einführung des Bildungspasses ab dem Jahrgang 3

 

Der Bildungspass wird in den Schulen des Bildungsnetzwerkes Mengede in den Klassen 3-6 verbindlich geführt.

Er ist ein individuelles Portfolio, das helfen soll, einen guten Übergang auf die weiterführende Schule zu ermöglichen. Zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern sammeln die Kinder unterschiedliche Lern- und Arbeitsergebnisse, die sie im Laufe der Schulzeit aufgebaut und erreicht haben. Hierzu gehören z.B. besondere Erfolge, Urkunden, Fotos von Projekten, Bilder oder außerschulische Leistungen. Am Ende eines jeden Schuljahres tragen sowohl die Schülerinnen und Schüler und Eltern, als auch die Klassenleitung ein, welche Kompetenzen das Kind schon erworben hat.

Während der Grundschulzeit verbleibt der Bildungspass in den Grundschulen. Nach Absprache haben die Eltern die Möglichkeit die Ordner ihrer Kinder einzusehen. Am Ende des vierten Schuljahres wird der Bildungspass von der Grundschule an die betreffende weiterführende Schule übergeben werden.

Nähere Informationen erhalten alle Eltern der jeweiligen dritten Klassen auf der ersten Klassenpflegschaftssitzung.

 

7.3 Kooperation im Übergang

 

Das Bildungsnetzwerk Mengede bietet zu Beginn jedes Schuljahres einen gemeinsam organisierten Informationsabend für die vierten Schuljahrgänge der Grundschulen über die weiterführenden Schulen an. An diesem Abend erhalten die Eltern einen Überblick durch einen Vergleich der verschiedenen Schulformen. Das Bildungsangebot der weiterführenden Schulen des Stadtbezirks wird vorgestellt. An Informationsständen haben die Eltern die Möglichkeit sich über die jeweilige Schulform individuell zu informieren. Darüber hinaus haben Eltern die Möglichkeit Fragen an die Vertreterinnen und Vertreter der Schule zu stellen.

Um die Schulen vor Ort kennenzulernen bieten die weiterführenden Schulen Schnuppernachmittage als Angebot für die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen an allen weiterführenden Schulen an. Alle Kinder haben an den Schnuppernachmittagen die Möglichkeit am Unterricht der weiterführenden Schulen teilzunehmen.

Für ausführliche Eltern-Informationen bieten die Schulen noch eigene Informationsveranstaltungen bzw. „Tage der offenen Türen“ an.

 

8. Schulbeginn

 

Damit der Unterricht pünktlich um 8.00 Uhr beginnen kann, schellt es bereits das erste Mal um 7.57 Uhr. Dann stellen sich die Kinder klassenweise auf und werden von der Aufsicht führenden Lehrkraft nacheinander in die Klassen geschickt.

Seit 2011 hat die Bodelschwingh-Grundschule einen offenen Schulbeginn eingeführt. Wenn im Fenster des Lehrerzimmers ein Schild mit dem Klassennamen hängt, dürfen die Kinder dieser Lerngruppe ab 7.45 Uhr selbstständig in ihre Klasse gehen. Das Schild bedeutet, dass sich eine Aufsichtsperson im jeweiligen Klassenraum befindet.

 

9. Regeln und Rituale

 

Regeln und Rituale sind verlässliche Ordnungen in der Lebenswelt der Kinder. Sie geben Orientierung und Halt. Von hier aus können Kinder ihre Selbstständigkeit und Freiheit angehen. Nach den Regeln sollen alle in der Schule handeln, so dass man sich darauf verlassen kann. Rituale sollen davon entlasten, die Welt durch eigene Entscheidungen ständig neu ordnen und Abmachungen neu definieren zu müssen.

Regeln und Rituale stiften Traditionen in der Klasse und möglichst in der ganzen Schule. Sie geben der Schule damit ein persönliches Gesicht. Dabei darf die kritische Reflexion dieser Regeln und Rituale nicht vergessen werden.

Vielfältige und unterschiedliche Regeln und Rituale haben sich für das Zusammenleben in den Klassen entwickelt:

 

       Begrüßungslied / Morgenkreis

       Benutzung von Hausschuhen in den Klassenräumen

       visuelle (Piktogramme) und / oder akustische Zeichen im Unterricht

       Meldekette

       Erzählstein

       Klassenrat

       Klassendienste ...

 

10. Schulordnung der Bodelschwingh-Grundschule

 

Im Rahmen der Schulprogrammarbeit wurde eine Schulordnung gemeinsam von Lehrkräften und Eltern erarbeitet. Die Regeln des Miteinanders sind darin festgelegt. Es wird Wert darauf gelegt, sie täglich im Schulleben zu verwirklichen und zu erreichen, dass Kinder lernen, sich selbst, andere Menschen und deren Besitz zu respektieren. Um dies zu gewährleisten bestimmt die Klassen regelmäßig ein „Sozialziel“, das für die nächste Zeit besonders hervorgehoben werden soll. Diese Regel hängt für alle gut sichtbar in den Klassenräumen.

Auch die Erziehungsberechtigten sollen ihre Kinder bei der Einhaltung der Schulordnung unterstützen, dies bestätigen sie bei der Schulanmeldung mit ihrer Unterschrift.

Wenn Schülerinnen und Schüler trotz Ermahnung gegen die Schulordnung verstoßen, erfolgen klare Konsequenzen ähnlich wie beim Fußball mit der gelben und roten Karte. Bei unserem Ampelsystem starten alle Kinder morgens auf Grün und rücken mit ihrer Klammerkarte je nach Verhalten außerhalb oder innerhalb der Klasse zunächst auf Gelb und in letzter Konsequenz auf Rot. Je nach Regelverstoß muss darüber hinaus Wiedergutmachung geleistet und ggf. auch mit einer anderen Maßnahme gerechnet werden. Dies kann z.B. sein: sich entschuldigen, den Schaden ersetzen oder wiedergutmachen, Zusatzaufgaben lösen, sich mit der Schulordnung beschäftigen, Pausenverbot u.ä. Dinge. Zur Unterstützung wurde vom Kollegium eine Wiedergutmachungskartei erstellt, die in jeder Klasse steht. 

Zur Information der Erziehungsberechtigten über die Vorkommnisse wurden vom Kollegium Musterbriefe entworfen, die in diesen Fällen eingesetzt werden können.

Nach Ausschöpfung aller erzieherischen Maßnahmen kommt es zur Anwendung einer Ordnungsmaßnahme.

 

10.1 Vereinbarungen zum friedlichen Zusammenleben

 

*      Damit wir uns alle wohlfühlen, grüßen wir und sind freundlich zueinander. Wir nehmen Rücksicht, halten zusammen und helfen einander.

 

*      Wir verletzen andere nicht mit Absicht, z.B. durch Schubsen, Treten, Schlagen, Beinchen stellen und auch nicht durch beleidigende Ausdrücke. Entschuldige dich sofort, wenn es dir aus Versehen doch passiert.

 

*      Wir alle sind für die Schule und für die Gegenstände in ihr verantwortlich. Deshalb gehen wir vorsichtig mit allen Dingen um und beschädigen nichts. Wenn du einen Schaden entdeckst oder aus Versehen etwas kaputt gemacht hast, melde dies und sorge dafür, dass es wieder in Ordnung kommt.

 

 

10.2 Im Schulgebäude

 

*      Auf den Fluren und Treppen gehen wir langsam und rechts, damit auch Entgegenkommende Platz haben.

 

*      Damit keine Unfälle entstehen, darf keiner den anderen schubsen oder Gegenstände (wie z.B. Tornister oder Turnbeutel) die Treppe hinunterwerfen.

 

*      Die Spielgeräte werden nur auf dem Schulhof benutzt. Insbesondere die Bälle werden im Schulgebäude fest in Händen gehalten.

 

*      Im Schulgebäude machen wir keinen Krach. Wir sprechen leise auf den Fluren, damit niemand beim Lernen gestört wird.

 

*      Beim Klassenwechsel nehmen wir den Tornister mit und stellen ihn an einem geeigneten Sammelplatz, den uns unsere Lehrerin oder unser Lehrer nennt, ordentlich ab.

 

*      Zur Pause gehen alle Kinder zügig und ohne Umwege auf den Schulhof. Im Schulgebäude darfst du nur mit besonderer Erlaubnis bleiben.

 

10.3 Auf dem Schulhof

 

*      Wenn du in der Pause Hilfe brauchst, wendest du dich an die Lehrperson, die Aufsicht hat. Du kannst dich auch an die Pausenhelfer*innen mit deinem Problem wenden.

 

*      Auf dem Schulhof ist das Fahren mit Rädern, City-Rollern, Skateboards und Inlinern nicht erlaubt, da es hierbei schnell zu Unfällen kommen kann.

 

*      Wir halten uns zum Spielen nicht auf den Toiletten auf und verlassen diese nach Benutzung stets sauber.

 

*      Gefährliche Spiele wie Reiterkämpfe oder „Spaßkämpfe“ und das Werfen mit Steinen, Sand o.ä. sind nicht erlaubt.

 

 

*      Sei kein Spielverderber. Kinder, die zusammen spielen, sollst du nicht stören oder ärgern. Frage sie höflich, ob du mitspielen darfst. Möchten die Kinder dies nicht, so musst du dies akzeptieren und dir eine andere Beschäftigung suchen.

 

*      Wir achten auf die Pausenspielsachen aus unserer Klassenkiste und nehmen sie nach der Pause wieder mit in die Klasse. Spielgeräte aus fremden Klassenkörben darfst du nicht ohne Erlaubnis wegnehmen. Wenn du Spielsachen aus anderen Klassen findest, nimmst du sie mit ins Schulgebäude und informierst deine Lehrerin oder deinen Lehrer.

 

*      Das Fußballspielen auf dem Schulhof ist nur mit Softbällen gestattet. Bei Regen bzw. Nässe ist das Fußballspielen nicht erlaubt, da die Softbälle sich mit Wasser vollsaugen.

 

*      Alle Spielgeräte und die Schneeballwand dürfen in der 1. Pause von den 1. und 2. Schuljahren und in der 2. Pause von den 3. und 4. Schuljahren genutzt werden. Die Wippe darf nicht von mehr als vier Kindern gleichzeitig benutzt werden. Auf der Nestschaukel sitzen oder liegen höchstens fünf Kinder.

 

*      Das Betreten des Bereiches hinter der Turnhalle sowie das Spielen im Eingangsbereich und auf dem Lehrerparkplatz sind nicht erlaubt.

 

*      Du darfst den Schulhof nie ohne Erlaubnis verlassen.

 

*      Wir gehen sorgsam mit unseren Bäumen, Sträuchern und Pflanzen um und klettern nicht darauf. Brich keine Zweige und Äste ab.

 

*      Das Herumrennen und Schlagen mit Stöcken ist verboten.

 

*      Wir halten unsere Schule und den Schulhof sauber und versuchen, Müll zu vermeiden. Abfälle gehören immer in den Mülleimer. Papier sammeln wir in der Klasse getrennt.

 

*      Achte auf die Schilder im Fenster des Lehrerzimmers. Sie sagen dir, wo und womit du spielen darfst.

 

*      Das Eisentor zum Schulhof ist kein Spielgerät. Klettere nicht darauf herum.

 

*      Klettere nicht auf das Garagendach oder das Dach der Turnhalle, wenn dir ein Ball darauf geflogen ist, sondern benachrichtige die Aufsicht oder den Hausmeister.

 

 

*      Freitags darfst du deine Sammelkarten o.ä. mitbringen und in der Hofpause tauschen.

 

*      Wir bringen kein Smartphone und keine Smartwatches mit in die Schule. In Ausnahmesituationen bleibt ein Smartphone, bzw. eine Smartwatch ausgeschaltet in der Schultasche.

 

*      Scheren werden nur in der Klasse zum Schneiden benutzt. Andere gefährliche Gegenstände wie Feuerzeuge, Messer o.ä. haben in der Schule und auf dem Schulhof gar nichts zu suchen.

(In der Schulkonferenz am 22.05.2001 beschlossen, aktualisierte Fassung 2022)

 

11. Eltern-, Betreuungsmitarbeiter/innen und Lehrer/innenvereinbarung

 

Im Schuljahr 2016/17 hat die Schulkonferenz die Einführung folgender Vereinbarung zum neuen Schuljahr beschlossen:

 

Alle Eltern, Lehrkräfte, Betreuungsmitarbeiter/innen und pädagogischen Mitarbeiter/innen sowie Schüler/innen sind ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft. An der Bodelschwingh-Grundschule bringen wir Ihren Kindern u.a. das Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Wir unterstützen die Erziehung, die Kinder zu Hause von ihren Eltern mitbekommen. Zu Hause lernen Kinder ehrlich, pünktlich und fleißig zu sein und anderen Mitgefühl und Respekt entgegenzubringen. Zudem werden Zauberwörter wie „Guten Tag“, „Bitte“, „Gerne“, „Es tut mir leid“ und „Danke“ gelernt.

Wir, die Eltern, …

interessieren uns dafür, was in der Schule geschieht:

  • fragen nach den schulischen Erlebnissen
  • loben unser Kind für seine Anstrengungen
  • ermutigen und unterstützen es bei Schwierigkeiten
  • wissen, dass es wichtig ist, an Elternabenden und Elternsprechtagen regelmäßig teilzunehmen
  • nehmen an schulischen Veranstaltungen, wie Lichterfest, Spiel- und Sportfest, Projekttag, teil

 

... informieren die Lehrer/innen und Betreuungsmitarbeiter/innen über:

  • Dinge, die das Lernen und Leben unseres Kindes beeinflussen, sowohl im schulischen als auch im häuslichen Bereich

 

... sorgen für gute Rahmenbedingungen:

  • achten auf die Vollständigkeit und Kontrolle von Schulmaterial
  • halten unser Kind zu Ordnung an
  • schicken unser Kind pünktlich zur Schule
  • sorgen dafür, dass das Kind einen Platz hat, an dem es seine Hausaufgaben in Ruhe machen kann
  • unterstützen unser Kind in seiner Selbstständigkeit
  • achten auf gewissenhafte Erledigung der Hausaufgaben und überprüfen diese auf Vollständigkeit
  • geben Geld (z.B. für Ausflüge) schnellstmöglich ab bzw. geben der Lehrerin oder dem Lehrer eine kurze Notiz bei finanziellen Engpässen mit
  • achten auf die Einhaltung der Schulregeln
  • schauen täglich in die Postmappe und unterschreiben schnellstmöglich Elternbriefe, Lernzielkontrollen und Arbeiten und leeren die Postmappe
  • achten darauf, dass die Kinder keine Wertsachen mitbringen
  • geben unserem Kind ausreichend gesundes Frühstück/Mittagessen mit

 

... informieren die Lehrer/innen und Betreuungsmitarbeiter/innen sofort:

·      über die Änderungen von Adressen und Telefonnummern

·      bei Erkrankungen sowohl schriftlich als auch mündlich (Tipp: Informieren Sie bei Krankheit ein anderes Kind). Nach drei Fehltagen, ein Tag vor und nach den Ferien braucht Ihr Kind ein Attest.

·      bei ansteckenden Krankheiten

 

Wir, die Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen der Betreuung der

Bodelschwingh-Grundschule, ...

... informieren die Eltern über:

·      grundlegende Bildungs- und Erziehungsziele

·      Unterrichtsinhalte

·      die persönliche Lernentwicklung, den Leistungsstand des Kindes sowie sein schulisches Verhalten

·      wichtige schulische Ereignisse

·      wichtige Termine

·      Stundenplanänderungen

 

... unterstützen die Eltern, indem wir informieren über:

  • individuelle Fördermöglichkeiten
  • außerschulische Beratungsangebote

 

... heißen die Eltern jederzeit willkommen und laden herzlich dazu ein:

  • Schulleben sowie in den schulischen Mitwirkungsgremien mitzuwirken
  • an schulischen Veranstaltungen teilzunehmen
  • bei Bedarf Sprechstunden nach Terminabsprache wahrzunehmen
  • im Unterricht zu hospitieren (nach Vereinbarung)

 

... sorgen für gute Rahmenbedingungen:

·      bieten fachlich fundierte Unterrichtsangebote

·      bemühen uns, alle Kinder ihren individuellen Fähigkeiten und Begabungen entsprechend zu fördern und ihnen Freude und Neugierde am Lernen zu vermitteln

·      achten auf die Einhaltung der Schulregeln u.a. mit Hilfe unseres Regelsystems und fördern die sozialen Kompetenzen

·      sorgen dafür, dass die Grundbedürfnisse des Kindes nach Geborgenheit und Schutz, nach neuen Erfahrungen, nach Verantwortung, nach Lob im Unterricht und Schulleben berücksichtigt werden

·      schreiben Nachrichten und lesen umgehend Nachrichten, wenn das Kind sie uns vorlegt

 

Wir haben die Eltern-, Betreuungsmitarbeiter/innen- und Lehrer/innenvereinbarung der Bodelschwingh-Grundschule gelesen. Unsere Schulgemeinschaft ist nur dann kooperativ wirksam, wenn wir alle die gemeinsamen Vereinbarungen respektieren und diese dauerhaft berücksichtigen.

 

Name des Kindes: _____________________            Dortmund,  ____________________

 

________________________________                 _______________________________

Unterschrift der Lehrkraft                                                         Unterschrift der Betreuungskraft

 

________________________________             

Unterschrift der/des Erziehungsberechtigten

12. Ausbildung von LAA und von Studierenden im Praxissemester

 

Eine wichtige Aufgabe aller Schulen ist die Beteiligung an der Ausbildung von Lehrkräften. Das Kollegium der Bodelschwingh-Grundschule beteiligt sich in Zusammenarbeit mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) an der achtzehnmonatigen Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern (LAA) für das Lehramt Grundschule und das Lehramt Sonderpädagogik. Zudem besteht die erweiterte Kooperation unserer Schule mit der Dortmunder Universität und dem ZfsL, wenn es um die Begleitung und um die Ausbildung der Studierenden des Lehramtes Grundschule (Master of Education-Studiengänge) im Praxissemester geht. Im Rahmen des Praxissemesters absolvieren die Studierenden ein halbjähriges Praktikum an einer Schule, um wissenschaftlich-fachliches Grundwissen mit berufsbezogenen Anforderungen wie z. B. der Unterrichtsplanung, abgleichen zu können. Das Praxissemester ist seit 2015 für das Lehramtsstudium verpflichtend und ist somit als Praxiselement dem Vorbereitungsdienst als LAA vorverlagert. An unserer Schule übernehmen regelmäßig Lehrkräfte die Verantwortung als Mentorin oder Mentor für Studierende im Praxissemester und für LAA während der Ausbildungsphase. Sie werden während dieser Zeit intensiv von den Lehrerinnen und Lehrern begleitet und unterstützt. In der Ausbildung während des Referendariats übernehmen die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter immer mehr Verantwortung und erteilen ab dem zweiten Ausbildungsquartal eigenverantwortlichen Unterricht (bdU).

 

13. Förderverein

 

Bereits seit 1992 arbeitet der Förderverein aktiv für die Bodelschwingh-Grundschule.

Unterstützt wird der Verein durch viele Mitglieder und Spenden von zahlreichen ortsansässigen Unternehmen.

Zu den regelmäßigen Aktivitäten des Fördervereins gehören folgende Aktivitäten:

-       Organisation der Einschulungsfeier

-       Organisation und Durchführung des Lichterfestes

-       Veranstaltung der jährlichen Nikolausfeier mit Sachgeschenken für jede Klasse und einen Stutenkerl für alle Schülerinnen und Schüler

-       Aufstellen eines großen Weihnachtsbaumes in der Aula

-       Getränkeausgabe beim Spiel- und Sportfest gratis für alle Beteiligten

-       Unterstützung verschiedener Projekte, z.B. „Mein Körper gehört mir“, „Zirkusprojekt“

-       Anschaffung von Arbeitsmaterialien und von Pausenspielzeug u.a. Softbälle, Fußballtore und Rollbretter, sowie neuen Büchern für das Leseland

-       Anschaffung von Schul-T-Shirts für die Schülerinnen und Schüler und das Kollegium

-       Eisausgabe am letzten Schultag vor den Sommerferien

-       Bei vielen Aktivitäten der Schule sorgt der Förderverein für das leibliche Wohl.

 

14. Kontakt- und Kooperationspartner

 

-       Autismus-Therapie-Zentrum

Heiliger Weg 58 c, 44135 Dortmund

0231/880 8860

 

-       Beratungsstelle Mengede/Bodelschwingh

Bodelschwingher Str. 131, 44357 Dortmund

0231/372088 oder 37625

 

Viele Eltern unserer Schule nehmen auf Anraten der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers Kontakt mit der Beratungsstelle auf, wenn Kinder besondere Förderbedarfe in der Schule oder auch zu Hause aufweisen (z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, LRS, Dyskalkulie). Einige besuchen dann auch spezielle Kurse, die dort angeboten werden.

In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle findet im 2./3. Schuljahr ein Sozialkompetenztraining statt, falls die finanziellen Mittel der Stadt bzw. der Schule dies zulassen.

 

-       Bezirksregierung Arnsberg

Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg

02931/82-0

 

-       Familienprojekt Dortmund

Bürenstr.1, 44359 Dortmund

0231/50-28040

 

-       Elisabeth-Klinik

Klinik und Institutsambulanz

für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

Marsbruchstr. 162a, 44287 Dortmund

0231/913019-0

Institutsambulanz und Tagesklinik

Beurhausstr. 47, 44137 Dortmund

0231/913019-0

 

-       Hochbegabtenförderung e.V. Bochum

Am Pappelbusch 45, 44803 Bochum

0234/93567-0

 

-       Jugendamt

Ostwall 64, 44122 Dortmund

0231/50-0

 

-       Kindergärten:

o   Kindergarten (ev.) Zur Hunnenboke 4, 44357 Dortmund

0231/37736

o   Kindergarten (kath.) Rohdesdiek 12, 44357 Dortmund

0231/373446

o   Kindergarten Biehleweg 29, 44357 Dortmund

0231/372402

o   Kindergarten Speckestraße 15, 44357 Dortmund

0231/374137

o   Kindergarten Speckestraße 17, 44357 Dortmund

0231/373098

Kindergarten Wattenscheidskamp 12-15, 44357 Dortmund

0231/373166

 

-       Kinderzentrum für Entwicklungs- und Lerntherapie

Institut für Legasthenie

Ostwall 18, 44135 Dortmund

0231/525027

 

-       Mathematisches lerntherapeutisches Zentrum

Münsterstr. 40, 44145 Dortmund

0231/8390049

 

-       Medienzentrum

Leopoldstr.16 – 20, 44122 Dortmund

0231/50 – 25240

 

-       Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen (RAA)

Burgholzstr. 150, 44145 Dortmund

0231/50-25830

 

-       Schulamt für die Stadt Dortmund

Königswall 25 - 27, 44137 Dortmund

0231/ 50-0

 

-       Schulen der Sekundarstufe 1

o   Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Parsevalstraße 170, 44369 Dortmund

0231/9311440

o   Hauptschule Mengede

Mengeder Markt 6-8, 44359 Dortmund

0231/286639-60

o   Heinrich-Heine-Gymnasium

Dörwerstraße 34, 44359

0231/47642630

o   Reinoldus-Schiller -Gymnasium

Hallerey 49/51, 44149 Dortmund

0231/9172340

o   Reinoldi-Gesamtschule

Im Odemsloh 107, 44357 Dortmund

      0231 50 12280

o   Albert Schweitzer Realschule

Dörwerstr. 42, 44359 Dortmund

0231/356720

 

Förderschulen

o   Johannes-Wulff-Schule (Förderschwerpunkt Sprache)

Kreuzstr. 155, 44137 Dortmund

0231/477988-0

o   Max-Wittmann (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)

Oberevinger Straße 155, 44339 Dortmund

0231/98519-0

o   Schule an der Froschlake (Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung)

Froschlake 45, 44379 Dortmund

                        0231/47789890

o   Westfälische Schule für Körperbehinderte

Hauptstraße 157, 44892 Bochum

0234/921740

o   Westfälische Schule für Schwerhörige

Hauptstraße 155, 44892 Bochum

0234/921750

o   Wilhelm-Rein-Schule (Förderschwerpunkt Lernen)

Castroper Str. 121, 44357 Dortmund

0231/477976-30

-       Technische Universität Dortmund

August-Schmidt-Str., 44227 Dortmund

0231/755-1

 

-       Technische Universität Dortmund - Zentrum für Weiterbildung (ZfW)

Emil-Figge-Straße 50, 44227 Dortmund

0231/755-2164

 

-        Vestische Kinderklinik

Dr.-Friedrich-Steiner-Str. 5

45711 Datteln

02363/ 975-0

 

Des Weiteren wird mit den Arbeitskreisen „Bildungsnetzwerk Mengede“ und der „Arbeitsgemeinschaft nach §78 KJHG Ortsgruppe Bodelschwingh/Westerfilde“ kooperiert.

 

15. Arbeitsmaterialien

15.1 Materialkisten

 

In jeder Klasse stehen Materialkisten zur Verfügung. Diese enthalten vielfältige Lernspiele und Übungsangebote mit Selbstkontrolle für die freie Arbeit. Außerdem beinhaltet sie Anschauungsmaterial und Lernhilfen für Deutsch und Mathematik. Die Materialkisten sind jeweils an eine Klassenstufe gebunden und werden am Ende eines Schuljahres weitergegeben.

 

15.2 Lehrwerke

 

An der Bodelschwingh-Grundschule wird einheitlich mit den Lehrwerken „Tinto“ für den Deutschunterricht; „Welt der Zahl“ für den Mathematikunterricht sowie „Playway“ für den Englischunterricht gearbeitet.

Als einheitliches Wörterbuch wird in allen Klassen der „Findefix“ genutzt.

 

15.3 Arbeitsmappen

 

An unserer Schule wird ab dem 1. Schuljahr mit einheitlichen Mappen gearbeitet: Deutsch (rot), Mathematik (blau), Sachunterricht (grün), Englisch (violett), Musik (orange), Religion (weiß), Postmappe für Informationsbriefe (gelb), FU-Mappe (grau).

 

 

B.   Unterrichtsfächer

 

1. Deutsch

 

Ziel des Deutschunterrichts ist es, Kinder zum bewussten Sprachhandeln zu ermutigen und damit Freude am selbstständigen Umgang mit Sprache zu wecken und zu steigern. Der Deutschunterricht erweitert die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die alltägliche Verständigung, das Erlernen des Lesens und Schreibens sowie die sprachliche Kreativität und Ausdrucksfähigkeit (vgl. Richtlinien und Lehrpläne NRW).

Der Lehrplan untergliedert das Fach Deutsch in vier Bereiche, die die Grundlage für die Leistungsbewertung darstellen:

  • Sprechen und Zuhören
  • Schreiben
  • Lesen – Mit Texten und Medien umgehen
  • Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

 

Die Leistungsbewertung orientiert sich inhaltlich an den beschriebenen Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase und am Ende der Klasse 4. Die Inhalte der zu bewertenden Leistungen orientieren sich an den Themen des Lehrwerkes TINTO vom Cornelsen Verlag.

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten Leistungen. Diese beinhalten sowohl „Schriftliche Arbeiten“ als auch „Sonstige Leistungen im Unterricht“. Als Leistung werden nicht nur Ergebnisse, sondern auch Anstrengungen und Lernfortschritte bewertet. Auch in Gruppen erbrachte Leistungen sind zu berücksichtigen (vgl. Richtlinien und Lehrpläne NRW).

Alle Bewertungskriterien müssen den Schülerinnen und Schülern in altersangemessener Form verdeutlicht werden, um die Leistungsbewertung transparent zu machen.

 

Die Deutschzensur auf dem Zeugnis setzt sich aus je gleichen Teilen aus den drei Bereichen Sprachgebrauch, Rechtschreiben und Lesen zusammen.

Die Gesamtzensur der schriftlichen Lernzielkontrollen ergibt sich in der Regel aus dem offiziellen Bewertungsschlüssel:

100% - 97%        1 – sehr gut

  96% - 85%        2 – gut

  84% - 70%        3 – befriedigend

  69% - 50%        4 – ausreichend

  49% - 25%        5 – mangelhaft

  24% -   0%        6 – ungenügend

 

 

Weitere Vorgaben sind für die Beurteilung bzw. Benotung der Rechtschreib- und/ oder der Leseleistung durch den LRS - Erlass NRW gegeben. Im Fach Deutsch kann auf die Benotung in den Teilbereichen Lesen und/ oder Rechtschreiben verzichtet werden.

 

1.1 Schriftlicher und mündlicher Sprachgebrauch

1.1.1 Leistungsbewertung Sprachgebrauch

 

Die Leistungsbewertung im Bereich Sprachgebrauch setzt sich aus dem schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch zusammen:

 

 

1.1.1.1 Leistungsbewertung schriftlicher Sprachgebrauch

 

Der schriftliche Sprachgebrauch setzt sich zusammen aus den beiden Bereichen

·      Schreiben

·      Sprache und Sprachgebrauch untersuchen.

 

Jahrgang 2

Jahrgang 3 und 4

1.) Schreiben (50 %)

2.) Sprache und Sprachgebrauch (50%)

1.) Schreiben (66,6 %)

2.) Sprache und Sprachgebrauch (33,3 %)

Bereich Schreiben:

-       Ab der 1. Klasse schreiben die Schülerinnen und Schüler erste Wörter, Sätze und kurze Texte in ihr Geschichtenheft.

-       Ab Klasse 2.2 werden die Schülerinnen und Schüler an das kriteriengeleitete Schreiben herangeführt. Die Leistungen werden durch ein Dokumentationsbogen dokumentiert.

-       In 3. und 4. Klasse werden benotete kriteriengeleitete Texte mit verschiedenen Schwerpunkten geschrieben. Dabei lernen die Kinder, ihre Texte selbstständig zu überarbeiten.

 

Bereich Sprache und Sprachgebrauch untersuchen:

-       Die Lernzielkontrollen orientieren sich an den Inhalten vom Lehrwerk TINTO.

-       Ab Klasse 2.2 werden Lernzielkontrollen mit den Schwerpunkt Rechtschreiben/ Sprache und Sprachgebrauch untersuchen geschrieben.

-       Der Teil Sprache und Sprachgebrauch untersuchen fließt in die Note für den schriftlichen Sprachgebrauch ein.

 

1.1.1.2 Leistungsbewertung mündlicher Sprachgebrauch

 

Der mündliche Sprachgebrauch setzt sich aus vier Bereichen des Lehrplans NRW zusammen:

  • Verstehend zuhören
  • Gespräche führen
  • zu anderen sprechen
  • szenisch spielen

 

Bereich Sprechen und Zuhören:

-       Aus den vier Bereichen sollen Anteile in die Note mündlicher Sprachgebrauch einfließen.

-       Fachbezogene Bewertungskriterien sind insbesondere die Ausdrucks- und Darstellungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und ihre situations- und rollenangemessene Kommunikation.

-       Die Leistungen werden durch das Beobachtungsraster dokumentiert.

 

1.2 Rechtschreibung

 

An unserer Schule arbeiten wir in Deutsch mit dem Lehrwerk „Tinto“. Unsere Schulanfänger erlernen zunächst das Schreiben der gesprochenen Sprache. Sie lernen, die Laute der Wörter abzuhören und sie in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben. Die Kinder schreiben, was sie hören, und sind von Beginn an in der Lage, Wörter und auch Sätze aufzuschreiben. Zentrale Hilfsmittel in diesem komplexen Prozess sind das Tinto-Buchstabenhaus und der Tinto-Rap. Durch das Schreiben lernen die Kinder lesen. Durch das genaue Sprechen und Forschen nach Lauten und Buchstaben entwickelt sich das Lesen nahezu nebenbei. So bald wie möglich werden Rechtschreibstrategien eingeführt.

Mit dem Schuljahr 2016/17 führten wir den Einsatz von Lautgebärden im Anfangsunterricht verbindlich ein. Hierzu nutzen wir die Bilder unseres Deutschlehrwerkes „Tinto“. Die Lautgebärden stellen eine Unterstützung für die Kinder während ihres Schriftspracherwerbs dar. Sie bieten einen ganzheitlichen Zugang zu den Lauten und unterstützen die Kinder beim Abspeichern der Laut-Buchstaben-Zuordnung. Damit bilden die Lautgebärden eine Verbindung zwischen dem Buchstaben und dem Laut. Den Kindern wird durch die Ausübung der Lautgebärden deutlich, wo sich der Laut bildet, wie der Buchstabe geformt oder welche Assoziation mit dem Buchstaben verbunden wird. Die kontinuierliche Anwendung der Lautgebärden im Unterricht unterstützt die Kinder beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Ebenso bereitet es den Kindern viel Freude, die Gebärden wie eine Art „Geheimsprache“ zu erlernen und während ihres Lernprozesses einzusetzen.

Im April 2015 beschloss die Schulkonferenz, dass an der Bodelschwingh-Grundschule ab dem kommenden Schuljahr die Grundschrift als einzige zu lehrende Schreibschrift in den Anfangsklassen eingeführt wird. Sie wurde entwickelt vom Grundschulverband und wird von ihren Befürwortern als Schreibschrift verstanden, die mit der Leseschrift (Druckschrift) korrespondiert, d.h. an ihr orientiert ist. Die Grundschrift ermöglicht die Beteiligung der Kinder an der Weiterentwicklung ihrer Schrift und gibt kein Kopieren vorgegebener Schriften vor (aktiver Lerner). Sie lässt Individualismus zu. Unterstützt wird das Erlernen dieser Schrift durch den Einsatz der Grundschrift-Kartei. Für Kinder mit Schwierigkeiten im motorischen Bereich oder für Linkshänder stellt die Grundschrift eine Erleichterung dar, da der Zwang des Verbindens nicht besteht.

 

1.2.1 Leistungsbewertung Rechtschreibung

 

Die Leistungsbewertung im Bereich Rechtschreibung setzt sich aus Rechtschreibstrategien, Lernwörtern und Abschreibtexten zusammen:

1.2.1.1 Rechtschreibstrategien

 

Die Rechtschreibstrategien werden in Form von Lernzielkontrollen bewertet. Diese setzen sich aus den Bereichen Rechtschreiben und Sprache und Sprachgebrauch zusammen (siehe Leistungsbewertung Sprache und Sprachgebrauch untersuchen).

Für die Rechtschreibnote wird nur der Teilbereich Rechtschreiben bewertet. Die Lernzielkontrollen beinhalten verschiedene Aufgaben zur Überprüfung der gelernten Rechtschreibstrategien nach TINTO.

Neben den Lernzielkontrollen zu geübten Rechtschreiphänomenen werden für die Beurteilung auch eigene verfasste Texte wie z.B. im Geschichtenheft herangezogen.

 

1.2.1.2 Lernwörter

 

Lernwörter (Grundwortschatz, Häufigkeitswörter, TINTO-Wörter) werden systematisch geübt und gefestigt. Die Kinder notieren die Lernwörter selbstständig mit Hilfe verschiedener Methoden. Grundlegend für das Trainieren von Lernwörtern sind die Abschreibregeln in vier Schritten nach TINTO. Weitere Übungen und Methoden sind für die jeweilige Klassenstufe auszuwählen.

 

1.2.1.3 Sinnvolles Abschreiben

 

Das Ziel des Abschreibens ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, Texte fehlerfrei abzuschreiben. Ab Klasse 1 erlernen die Kinder mithilfe von geeigneten Abschreibtechniken das richtige Abschreiben. Nach unserem Lehrwerk TINTO gelingt das Abschreiben in vier Schritten:

1.

 

Lies das Wort genau. Flüstere langsam und deutlich mit.

2.

 

Merke dir schwierige Stellen.

3.

 

Decke das Wort ab. Schreibe es auf und flüstere mit.

4.

 

Kontrolliere Buchstabe für Buchstabe.

 

Beim Abschreiben sollen die Kinder folgende methodische Formate kennen und einsetzen:

  • Abschreibkarte/ Pfeilkarte
  • Wendediktat
  • Schleichdiktat

 

(siehe: Schulinterner Lehrplan für das Fach Deutsch)

 

1.3 Lesen

 

Leseerziehung zielt darauf ab, die Kinder zum genießenden, selektierenden und kritischen Lesen zu befähigen. Im Laufe der Grundschulzeit wird das Textverstehen durch die Vermittlung unterschiedlicher Lesestrategien gefestigt.

 

Schwerpunkte des Lehrplans NRW sind:

  • Über Lesefähigkeiten verfügen
  • Über Leseerfahrungen verfügen
  • Texte erschließen/ Lesestrategien nutzen
  • Texte präsentieren
  • Mit Medien umgehen

 

Im 1. und 2. Schuljahr stehen zunächst die Entwicklung von Lesefähigkeiten und Lesetechniken sowie die Nutzung verschiedener Medien im Vordergrund. Aufbauend darauf folgt die erste Auseinandersetzung mit Texten. Am Ende des 2. Schuljahres sollen die Kinder nicht nur bekannte, sondern auch unbekannte altersgemäße Texte sinnerfassend und selbstständig lesen. Die Schülerinnen und Schüler geben Inhalte des Gelesenen mit ihren eigenen Worten wieder.

Im 3. und 4. Schuljahr erhalten Sinnerfassung, die kritische Auseinandersetzung mit Texten und deren Präsentation sowie der Umgang mit verschieden Medien einen höheren Stellenwert. Geschriebene Inhalte begegnen den Kindern in allen Bereichen des Lebens. Dementsprechend gewinnt die Fähigkeit, Texte und Anweisungen zu verstehen und nach ihnen zu handeln immer mehr Gewicht. Am Ende des 4. Schuljahres sollen die Kinder jeden altersgemäßen Text fließend und sinnentnehmend lesen können. Ebenso sollen die Schülerinnen und Schüler zu passender Betonung und Artikulation gelangen.

 

1.3.1 Leistungsbewertung Lesen

 

Der individuelle Leistungsstand im Bereich Lesen wird neben regelmäßigen Beobachtungen durch das Diagnoseinstrument „Stolperwörter-Lesetest (Stolle)“ von Wilfried Metze festgestellt.


Die Leistungsbewertung im Bereich Lesen setzt sich aus den Bereichen Leseverständnis und Lesevortrag zusammen:

1.4 Förderunterricht in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben

 

Der Förderunterricht findet in einer Kleingruppe mit bis zu sechs Kindern klassenübergreifend im 3. und 4. Schuljahr statt. Die Kinder erhalten in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben Unterstützung und werden durch verschiedene Methoden und Übungen in ihrer Lese- und Rechtschreibkompetenz gefördert. Am Anfang und am Ende des Förderunterrichts findet eine Diagnostik in beiden Bereichen statt, um den Lernstand und die Lernentwicklung des einzelnen Kindes zu dokumentieren.

 

Schwerpunkte im Bereich Rechtschreiben:

  • Rechtschreibgespräche
  • Rechtschreibstrategien nach TINTO
  • Lernwörter
  • 100 wichtigsten Wörter (Funktionswörter)
  • Arbeit an den eigenen Fehlerschwerpunkten
  • Arbeit mit dem Wörterbuch
  • Abschreibtechniken

 

Schwerpunkte im Bereich Lesen:

  • Lesevortrag
  • Lesetandem
  • Erlesen von Silben, Wörtern und Sätzen
  • sinnentnehmendes Lesen
  • genießendes Lesen (Schulbücherei, Leseecke)

 

1.5 Leseangebote und -projekte

1.5.1 Schülerbücherei

 

Im Oktober 2001 wurde an unserer Schule eine Schülerbücherei eröffnet, die inzwischen ein fester Bestandteil des Schulalltages geworden ist und seit 2012 „Leseland“ heißt.

Es gibt eine Sitzecke mit drei Sofas, auf denen die Kinder schmökern können. Unsere Schülerbücherei umfasst ein breites Angebot an Kinderbüchern mit über 1900 Titeln (Stand Mai 2019). Für jedes Lesealter gibt es eine große Auswahl. Damit sich die Kinder schnell zu Recht finden, ist es wichtig ihnen Orientierungshilfen zu geben. Die Bücher sind in vier Kategorien eingeteilt (gelb: Bilderbücher, rot: erstes Lesealter, blau: Leseprofis, grün: Sachbücher), das heißt jedes Buch hat eine farbige Signatur. Anhand dieser können die Kinder schnell erkennen, ob das gewählte Buch auch ihrem Lesevermögen entspricht. Auch die Regale sind beschriftet. Jedes Gebiet/Thema hat ein Schild am Regalbrett, damit die Kinder auf einen Blick erkennen können, welche Bücher sich dort befinden. Die Sachbücher sind in die Bereiche Berufe, Erde, Früher, Mein Körper, Pflanzen, Sport, Spiele, Tiere, Technik, Sport und Wissen eingeteilt. Die Sachbücher werden auch vom Kollegium beispielsweise zur Unterstützung und Bereicherung des Sachunterrichts eingesetzt.

Die Kinder erhalten im 1. Schuljahr einen Leseausweis, mit dem sie sich Bücher ausleihen dürfen. Außerdem bekommen sie vor der ersten Ausleihe eine Einweisung in die Bücherei. Die Bücherei ist montags und mittwochs in der ersten Pause geöffnet. In dieser Zeit haben die Kinder ungestört Zeit zu stöbern, zu lesen und sich Bücher auszuleihen.

Engagierte Eltern und Großeltern organisieren die Ausleihe und beraten die Kinder. Zusätzlich übernehmen sie es, die Bücher zu sortieren und sorgen dafür, dass die Bücherei so hinterlassen wird, wie sie vorgefunden wurde. Außerdem treffen sich alle Helferinnen und Helfer mindestens einmal im Schulhalbjahr, um sich auszutauschen, neue Ideen einzubringen und diese umzusetzen.

lm Schuljahr 2017/18 spendete der Förderverein Bücher im Wert von 1000 €. Im Vorfeld wurden die Kinder befragt, welche Bücher sie sich wünschen. Diese Schätze wurden mit Hilfe der Büchereieltern und -großeltern inventarisiert.

Die Bücherei vor Ort ist wichtig, da der Weg zur nächsten Zweigstelle der Stadtbücherei von den Kindern nicht allein zu bewältigen ist.

 

1.5.1.1 Leseland-AG

 

Seit 2012 findet - solange es der Stundenplan zulässt - an der Bodelschwingh-Grundschule eine Leseland-AG in unserer Schülerbücherei „Leseland“ statt. Kinder aus dem 3. oder 4. Schuljahr werden hier zu „Leseland-Helferinnen und Helfern“ ausgebildet. Sie helfen den Eltern montags und mittwochs während der Öffnungszeiten und beraten die Kinder bei der Buchausleihe. Einmal in der Woche treffen sich die hilfsbereiten „Leseland-Helferinnen und Helfer“ und machen unsere Schülerbücherei zu einem Ort, an dem die Kinder sich gerne aufhalten und schmökern. Sie sortieren die Bücher und verschönern unsere Bücherei, indem sie beispielsweise die Fenster gestalten. Außerdem schreiben sie Buchempfehlungen zu ihren Lieblingsbüchern. Die Kinder bringen immer wieder ihre Ideen zur Organisation und Verschönerung unseres Leselandes ein.

 

1.5.2 Lesehelfer

 

In einigen Klassen werden Förderstunden angeboten, in denen Lesehelfer (Mamas, Papas, Omas, Opas,…) kommen, um in kleineren Gruppen mit den Kindern zu lesen. Hierzu wird auch die Schülerbücherei genutzt. Zudem nehmen wir seit dem Schuljahr 2017/18 an dem Projekt „Lesementor“ teil.

 

1.5.3 Leseecke

 

Zusätzlich zu der Schülerbücherei hat jede Klasse eine eigene Leseecke. Die Klassenbüchereien umfassen ein breites Angebot an Kinderbüchern für alle Altersstufen. Die Bücher können von den Kindern in Freiarbeitsphasen zum genießenden und informierenden Lesen genutzt werden.

 

1.5.4 Buchstabierwettbewerb

 

Im 2. Schuljahr kann ein Buchstabier-Wettbewerb durchgeführt werden. Die Fähigkeit des Buchstabierens ist eine wichtige Voraussetzung für den Umgang mit dem Wörterbuch. Der Wettbewerbscharakter schafft einen spielerischen Zugang.

 

1.5.5 Lesewettbewerb

 

Im 4. Schuljahr wird ein freiwilliger Lesewettbewerb für die Schüler durchgeführt. Die Teilnehmer stellen ihr Lieblingsbuch vor und lesen einen ihnen unbekannten Text laut vor. Die Klassenlehrerin vergibt die ersten drei Plätze. In einem zweiten Durchlauf stehen diese Kinder dann vor einer Schuljury, welche sich aus einem Lehrer, zwei Schülern und einem Elternvertreter zusammensetzt. Hier messen sich die Teilnehmer der Parallelklassen. Unter einem berücksichtigtem Fragekatalog stellen die Schüler erneut ihr Lieblingsbuch vor. Außerdem bekommen sie einen fremden Text zum Vorlesen. Der Gewinner dieser Veranstaltung vertritt die Bodelschwingh-Grundschule bei dem Lesewettbewerb der Stadtbücherei Mengede.

 

1.5.6 Leselernprogramme Antolin und Lernwerkstatt

 

Im Schuljahr 2009 erwarb unsere Schule eine Lizenz zur Nutzung des Antolin-Portals. Dabei handelt es sich um ein Internet-Angebot zur Leseförderung. Die Kinder lesen zuhause Bücher und beantworten anschließend interaktive Quiz-Fragen zum Inhalt. So werden die Kinder zum regelmäßigen Lesen von Büchern motiviert und dabei das sinnentnehmende Lesen gefördert. Außerdem werden die Kinder ermuntert, sich intensiv mit den Inhalten der Bücher auseinanderzusetzen. Weitere Informationen zu Antolin sind unter www.antolin.de zu finden.

An den Computern in den Nebenräumen der Klassen können die Kinder nicht nur Antolin nutzen, sondern auch das Lernprogramme Lernwerkstatt, um ihre Lesekompetenzen zu erweitern.

 

1.5.7 Lies mal-Hefte

 

In allen Jahrgangsstufen werden die Lies mal-Hefte vom Jandorfverlag eingesetzt. Dies ist ein lehrwerkunabhängiges Leseheft, in welchem verschiedene Lesestrategien geübt und gefestigt werden. Die Kinder können sich eigenaktiv und selbst gesteuert Lesefertigkeiten aneignen.  Je nach Leseniveau können die Kinder in ihrem individuellen Lesetempo arbeiten.

 

1.5.8 Ganzschriften

 

Unsere Schule verfügt über etwa 20 Klassensätze verschiedener Ganzschriften, die von der Klasse ausgeliehen und im Klassenverband oder innerhalb einer Fördergruppe gelesen werden. Ferner besteht die Möglichkeit die Ganzschriften mit einem Lesetagebuch zu erarbeiten.

 

1.5.9 Tag des Vorlesens

 

Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am dritten Freitag im November jeden Jahres lesen die Lehrerinnen und Lehrer der Bodelschwingh-Grundschule den Kindern in klassen- und jahrgangsübergreifenden Gruppen eine Unterrichtsstunde lang aus einem Buch vor. Die Schülerinnen und Schüler haben einige Tage zuvor die Möglichkeit, das Angebot der Bücher anhand von Plakaten zu sichten und sich verbindlich für ein Buch zu entscheiden – ohne zu wissen, wer aus dem Buch vorliest. Am Vorlesetag begeben sich dann alle Kinder in der dritten Unterrichtsstunde mit ihren Eintrittskarten in die entsprechenden Räume und genießen das unterrichtsunabhängige Vorlesen aus einem Kinder- oder Jugendbuch.

 

1.6 Weiteres Deutschprojekt: Theater- und Literatur-AG

 

Im Schuljahr 2017/18 fand an der Bodelschwingh-Grundschule unter der Leitung einer Literatur- und Theaterpädagogin einmal in der Woche die Theater- und Literatur AG statt. Im Sinne des strategischen Ziels "Potenziale und Talente erkennen und fördern" sollen insbesondere auch die Kinder Lernerfolge und Literaturbegeisterung erfahren können, die durch kreativ-gestalterische Zugänge das Lesen und den Umgang mit Literatur einerseits für sich neu entdecken und andererseits sich durch ihre Ergebnisse für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer neu "präsentieren" können. Die Theater- und Literatur-AG findet ab dem Schuljahr 2019/ 20 wieder regelmäßig statt.

  

2. Sachunterricht

 

Kinder kommen neugierig, mit vielen unterschiedlichen Eindrücken und Vorerfahrungen in die Schule. Der Sachunterricht hilft ihnen, diese zu ordnen, erklärt sie und bettet sie in die größeren Sinnzusammenhänge ihrer alltäglichen Lebenswelt ein. Den Schülerinnen und Schülern werden Hilfen angeboten ihre Umwelt systematisch zu erschließen und sich mit den natürlichen, technischen und sozialen Phänomenen der Lebenswirklichkeit und den Beziehungen zwischen ihnen auseinanderzusetzen. Das Fach Sachunterricht steht in engem Zusammenhang mit anderen Fächern der Grundschule.

Der Lehrplan im Fach Sachunterricht bündelt die didaktisch relevanten Sachverhalte zu fünf Bereichen:

 

§     Natur und Leben

§     Technik und Arbeitswelt

§     Raum, Umwelt und Mobilität

§     Mensch und Gemeinschaft

§     Zeit und Kultur

Den einzelnen Bereichen sind wiederum Schwerpunkte zugeordnet.

Uns ist wichtig, unseren Schülerinnen und Schülern im Fach Sachunterricht Lernfelder, orientiert an den oben aufgeführten Bereichen, zu eröffnen. Diese sollen sie dazu befähigen, ihre Handlungs-, Selbst- und Sozialkompetenz mithilfe bedeutsamer Themen ihrer Erfahrungswelt auszubauen und zu entwickeln.

Die in dem Kapitel Unterrichtsformen aufgeführten Methoden, wie zum Beispiel Werkstattarbeit, Stationenlernen und Wochenplanarbeit (siehe Kapitel C 8.1. bis 8.3.) bieten ihnen hierzu einen geeigneten Rahmen, in denen die Schülerinnen und Schüler, die für das Fach Sachunterricht vorgesehenen Kompetenzen (siehe schulinterner Lehrplan für das Fach Sachunterricht) erwerben können. 

Zu einzelnen Themen des Lehrplans gibt es Materialkisten, welche viel handlungsaktives Material zu den oben aufgeführten Bereichen beinhalten. Der Unterricht soll außerschulische Lernorte (siehe Kapitel C 8.4.), und hier vor allem den nahgelegenen Bodelschwingher Wald, grundsätzlich mit einbeziehen, wann und wo immer es möglich ist. Solche Lernorte sind deshalb ein wichtiger Bestandteil, weil sie durch konkrete Anschauung, unmittelbares Erleben und handelnden Umgang besondere Angebote bieten.

(siehe: Schulinterner Lehrplan für das Fach Sachunterricht)

 

2.1 Leistungsbewertung

 

Die Zensur im Sachunterricht setzt sich aus den folgenden einzelnen Bereichen mit ihrer jeweiligen Gewichtung zusammen:

 

Bereich 1: Schriftliche Leistungen (30%)

       Anlegen und Führen von Forscherheften/Mappen mit zunehmend eigenen Beiträgen (Kriterien zur Mappenführung siehe Zusatzblatt)

       schriftliche Lernkontrollen (z.B. Tests, selbst zusammengestellte bzw. geschriebene Texte für Plakate)

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Abgrenzung der schriftlichen Kontrollen im Sachunterricht von den Lernzielkontrollen in den Fächern Deutsch und Mathematik zu legen. Schriftliche Leistungskontrollen im Sachunterricht sind Werkzeuge, die für die Überprüfung der angestrebten Lernziele genutzt werden können. Diese werden nicht benotet, sondern durch ein Punktesystem bewertet.

 

Bereich 2: Mündliche Leistungen (30%)

In diesem Bereich werden u.a. folgende Leistungen gewertet:

       Mündliches Erörtern, Vergleichen und Bewerten von Sachverhalten, sowie Wiedergeben von Lerninhalten der vorangegangenen Stunden

       Beteiligung an Unterrichtsgesprächen

       Halten von Kurzreferaten im 3. und 4. Jahrgang

       Sachgemäße Anwendung von Fachbegriffen

       Anwenden des Gelernten in neuen Zusammenhängen

       Gruppen- und Partnerarbeiten durchführen und dabei lernen eine eigene Meinung zu vertreten und argumentativ zu begründen

       Beurteilung der Arbeiten von Mitschülern

       Problemlösen

 

Bereich 3: Fachspezifische/Praktische Leistungen (40%)

Hierzu zählen u.a.:

       Versuche durchführen, protokollieren, im 3. und 4. Jahrgang auch selbstständig organisieren und zunehmend auswerten und begründen

       Arbeit an Stationen, Lerntheken oder Lernwerkstätten

       Mitbringen von Materialien z.B. für Plakate oder Versuche

       Informationen beschaffen, verarbeiten und darstellen (vorwiegend Klasse 3/4)

       Präsentation von Ergebnissen, z.B. durch die Gestaltung eines Plakates (vorwiegend Klasse 3/4)

       Beobachten und Vergleichen

       Bauen und Konstruieren (vorwiegend Klasse 3/4)

       Benennen, Sammeln, Untersuchen, Beschreiben

       Szenische Darstellungen

 

       Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen

2.2 Themen im Sachunterricht

 

Bedeutende Themen des Sachunterrichtes sind auch Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit wie Soziales Lernen, Gesundheits-, Umwelt- und Medienerziehung (siehe Kapitel C). Weitere feststehende Themen sind:

 

2.2.1 Sexualerziehung

 

In den Richtlinien für den Sachunterricht des Landes NRW ist im Hinblick auf die Sexualerziehung festgelegt, dass die Kinder in den Klassen 1 und 2 die Entwicklung vom Säugling zum Schulkind verfolgen sollen, körperliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen kennen lernen und sich mit ihrer Geschlechterrolle auseinandersetzen sollen. In den Klassen 3 und 4 sollen die Kinder Zeugung, Schwangerschaft und Geburt im Zusammenhang menschlicher Beziehungen verstehen und sich mit den Veränderungen von Körperbau und Verhalten in der Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen/Erwachsenen bewusst werden. An unserer Schule wird zur Einführung in den Themenkomplex „Zeugung, Schwangerschaft und Geburt“ in vielen Klassen mit dem tablo-Großbuch „Sexualerziehung" gearbeitet,  das mit einfühlsam gestalteten Illustrationen auf kindgerechte Weise mit 11 Erzählbildern die Stationen aus dem Leben der Familie Branzer vorstellt, die Nachwuchs bekommt. Erfahrungen verschiedener Kolleginnen haben gezeigt, dass die Kinder sehr gerne mit dem Buch arbeiten und dem Thema offen und neugierig gegenüberstehen. Im vierten Schuljahr wird teilweise die Ganzschrift „Ben liebt Anna“ eingesetzt, die das Thema „Verliebtsein“ altersentsprechend aufgreift.

 

2.2.2 Mein Körper gehört mir

 

Ein fester Bestandteil in den dritten bzw. vierten Klassen ist seit einigen Schuljahren das interaktive, dreiteilige Theaterstück “Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück geworden. Es ist ein Präventionsprogramm gegen sexuellen Missbrauch. Dieses soll den Kindern Strategien vermitteln, die ihnen mehr Sicherheit geben, missbräuchliche Situationen zu erkennen und die Fähigkeit zu entwickeln, Hilfe zu holen. Die Inhalte werden begleitend im Unterricht aufgearbeitet.

 

2.2.3 Brandschutz und Erste Hilfe

 

In einer Schule, in der viele Menschen zusammen sind und es naturgemäß viele Gelegenheiten gibt sich zu verletzen, ist es wichtig, das Gefahrenbewusstsein zu schärfen und für den Ernstfall gewappnet zu sein. Anlass zu der Beschäftigung mit diesen Fragen geben der Probealarm, Besuche bei der Feuerwehr sowie das Thema 1. Hilfe im Sachunterricht im 3. Schuljahr.

Im Laufe ihrer Grundschulzeit besuchen die Kinder die Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr in Bodelschwingh. Themen sind die Gefahren des Feuers und das richtige Verhalten im Brandfall.

 

2.2.4 Verkehrserziehung

2.2.4.1 Verkehrspuppenbühne

 

Die 1. Schuljahre der Bodelschwingh-Grundschule fahren jedes Jahr in den Westfalenpark zur Verkehrspuppenbühne. Sie werden immer von einem Polizeibeamten dorthin begleitet, der ihnen den sicheren Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln näherbringt.

 

2.2.4.2 Radfahrparcours

 

Im Rahmen der Verkehrserziehung findet an der Bodelschwingh-Grundschule seit einigen Jahren ein Fahrradparcours für die 2. Schuljahre statt. Mitglieder vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) hierfür zu unserer Schule und bauen einen attraktiven Übungsparcours für die Kinder auf. Hier lernen die Kinder, ihr Fahrrad sicherer zu beherrschen und haben dabei viel Spaß. Sie bekommen Tipps und Hilfen von den Mitgliedern des Vereins, wie sie ihr Fahrrad sicherer beherrschen können. Im Schuljahr 2012/13 nahmen die dritten Klassen erstmalig an einem weiteren Fahrradtraining im Fredenbaumpark teil.

 

2.2.4.3 Radfahrtraining und -prüfung

 

Unsere 4. Schuljahre nehmen jedes Jahr an einem Radfahrtraining teil, das sie zur erfolgreichen Teilnahme an der Radfahrprüfung befähigen soll. Hierfür kommt ein Polizist jedes Jahr in die Schule um mit den Kindern die wichtigsten Regeln im Straßenverkehr in der Theorie, sowie in der Praxis zu erproben. Mit Hilfe von Eltern üben die Kinder so 4-mal eine immer größer werdende Strecke im Straßenverkehr und bekommen Tipps und Hilfen vom zuständigen Verkehrspolizisten. Am Ende dieses Training steht die praktische, als auch die im Unterricht vorbereitete theoretische Prüfung. 

 

2.2.5 KiTec – Kinder entdecken Technik

 

Im Schuljahr 2014/15 entstand eine Bildungspartnerschaft zwischen der Bodelschwingh-Grundschule und der Firma Bosch Rexroth. Das Unternehmen ist Mitglied bei der „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“, ein Zusammenschluss von mehr als 100 Betrieben, deren Ziel es ist, die Bildung zu fördern. Es geht darum, den Wissensdurst und den Forscherdrang von Grundschulkindern mit dem Projekt „KiTec – Kinder entdecken Technik“ zu unterstützen. Teil dieser Partnerschaft ist u.a. die Bereitstellung von Werkzeug- und Materialkisten, die in unserem Werkraum stehen und im Sachunterricht oder in Arbeitsgemeinschaften eingesetzt werden können. Zunächst erwerben die Kinder für den sicheren Umgang mit den Geräten einen Werkzeugführerschein. Anschließend können sie selbstständig in Teams an verschiedenen Aufgabenstellungen aus der Bau-, Fahrzeug- oder Elektrotechnik arbeiten. Zentral hierbei ist das praktische Handeln, da die Kinder ihren Ideen freien Lauf lassen sollen und sich somit eigenaktiv physikalische Zusammenhänge und Grundkenntnisse aus verschiedenen Technikbereichen aneignen.

 

2.2.6 Experimentier-AG

 

In der Experimentier-AG lernen die Kinder den Forscherkreis kennen und führen in Zweier- oder Dreierteams mit ungefährlichen Alltagsgegenständen und Lebensmitteln spannende Experimente durch, beobachten diese genau und überlegen sich zusammen eine Erklärung für das Phänomen. Zum Schluss wird das Experiment gemeinsam mit allen ausgewertet. Immer wieder bringen die Kinder auch eigene Ideen und Vorschläge für Versuche mit in die Stunde ein, sodass diese an der Lebenswelt der Kinder anknüpfen. Die AG findet in dem geräumigen Kunstraum oder dem Schulhof statt.

 

3. Mathematik

 

Der Mathematikunterricht der Grundschule greift die frühen mathematischen Alltagserfahrungen der Kinder auf, vertieft sie und entwickelt aus ihnen grundlegende mathematischen Kompetenzen (KMK Bildungsstandards Mathematik).

Kinder begegnen bereits vor dem Eintritt in die Grundschule in ihrem Alltag Zahlen und geometrischen Formen und haben somit unbefangen ihre ersten mathematischen Grunderfahrungen erworben. Diese Offenheit und Neugier für mathematische Fragen und Zusammenhänge gilt es, im Mathematikunterricht beizubehalten und die Grundlage für die Freude an einer lebenslangen Auseinandersetzung mit mathematischen Phänomenen zu schaffen. Zentrale Leitideen des Mathematikunterrichts sind daher

·   das entdeckende Lernen

·   das beziehungsreiche Üben

·   der Einsatz ergiebiger Aufgaben

·   die Vernetzung verschiedener Darstellungsformen sowie

·   Anwendungs- und Strukturorientierung.

Im Mathematikunterricht werden bereits vorhandene prozess- und inhaltsbezogene Kompetenzen aufgegriffen, erweitert, vertieft und gefestigt. Zu den prozessbezogenen Kompetenzen gehören die Bereiche Problemlösen/kreativ sein, Modellieren, Argumentieren, Darstellen/Kommunizieren. Den inhaltsbezogenen Kompetenzen werden die Bereiche Zahlen und Operationen, Raum und Form, Größen und Messen und Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten zugeordnet.

(siehe: Schulinterner Lehrplan für das Fach Mathematik)

 

3.1 Leistungsbewertung

 

Die Grundlagen der Leistungsbewertung im Fach Mathematik bilden alle von den Schülerinnen und Schülern erbrachten schriftlichen und sonstigen Leistungen in gleichen Teilen.

Es werden inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen im Fach Mathematik überprüft.

Folgende Vereinbarungen wurden im Kollegium zur Leistungsbemessung und Be­wertung von Lernzielkontrollen getroffen:

 

Bewertbare schriftliche Leistungen

  • Lernzielkontrollen
  • kurze schriftliche Tests

 

Verbindliche Anzahl der LZK (Minimalplan)

 

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Klasse 1

---

---

Klasse 2

2 (unbenotet)

2

Klasse 3

3

3

Klasse 4

3

3

 

Die Lernzielkontrollen enthalten Aufgaben aus den drei verschiedenen Anforderungsbereichen. Der Hauptanteil in den einzelnen LZK wird von Aufgaben aus dem Anforderungsbereich II gebildet, jede LZK enthält aber auch Aufgaben aus dem Bereich des Reproduzierens (A I) und des Verallgemeinerns (A III).

Die Anforderungsbereiche sind

       Anforderungsbereich I: Reproduzieren

Diese Aufgaben erfordern Grundwissen und beinhalten Rechenfertigkeiten in den geübten Grundrechenarten.

       Anforderungsbereich II: Zusammenhänge herstellen

Diese Aufgaben verlangen das Erkennen und Nutzen von Zusammenhängen, z.B. Aufgaben in Bildern erkennen, Lösungswege in Textaufgaben entwickeln, in Tabellen mit der Umkehraufgabe addieren und subtrahieren.

       Anforderungsbereich III: Verallgemeinern und Reflektieren

Diese Aufgaben erfordern komplexe Tätigkeiten wie Strukturieren, Entwickeln von Strategien, Beurteilen und Verallgemeinern, z.B. Aufgabenfolgen fortsetzen und Gesetzmäßigkeit erkennen und formulieren.

 

Die LZK umfassen folgende Zeitrahmen

     1. Schuljahr                     ca. 15 – 30 Minuten

ab 2. Schuljahr                           45 – 60 Minuten

Verlängerte Bearbeitungszeiten und das Verwenden von Hilfsmitteln werden unter der Arbeit notiert.

 

Zensierung: (angepasst an Welt der Zahl)

100% - 97%: sehr gut

96% - 85%:   gut

84% - 70%:   befriedigend

69% - 50%:   ausreichend

49% - 25%:   mangelhaft

24% - 0%:     ungenügend

 

Aus pädagogischen Gründen ist es möglich, den Bewertungsschlüssel individuell anzupassen.

 

 

Bewertbare sonstige Leistungen

Ø  Mündliche Mitarbeit

  • Unterrichtsgespräche im Plenum; quantitative und qualitative Wortbeiträge
  • Mitarbeit bei Partner- und Gruppenarbeit/ Rechenkonferenzen
  • Verbalisieren mathematischer Prozesse
  • Transferleistungen
  • Arbeitsanweisungen verstehen und selbstständig umsetzen
  • Präsentation

 

Ø  Kopfrechnen

  • Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren im jeweiligen Zahlenraum (Kopfrechenmarathon)
  • Kopfgeometrie
  • Sicherheit und Schnelligkeit im Kopfrechnen
  • Merkfähigkeit

 

Ø  Sonstiges

 

  • Übungshefte (Ziffernschreibkurs, Arbeitshefte, Knobelhefte usw.)
  • Darstellungen von Rechenwegen, auch bei Knobelaufgaben
  • Verbalisieren mathematischer Prozesse
  • Umsetzen neuer Lerninhalte/ Aufgabenverständnis
  • Sicherheit beim Lösen von Übungsaufgaben
  • Heft- und Mappenführung
  • Individueller Lernfortschritt

3.2 Mathematikwettbewerbe

 

Mathematisch interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler des 3. und 4. Jahrgangs haben in jedem Schuljahr die Möglichkeit, an zwei Mathematikwettbewerben teilzunehmen. Die Kinder erfahren, dass nicht nur im Bereich Sport Wettkämpfe und Meisterschaften durchgeführt werden, sondern dass auch Kinder zusammenkommen, um ihre mathematischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Darum ist es uns wichtig, für die erfolgreichen Teilnehmer an den Mathematikwettbewerben ebenso eine Siegerehrung vor der Schulgemeinde durchzuführen wie für die Besten der Sportwettkämpfe.

 

3.2.1 Känguru der Mathematik

 

Unsere Schule beteiligt sich am Känguru der Mathematik. Hierbei handelt es sich um einen Multiple-Choice Wettbewerb, der jedes Jahr am 3. Donnerstag im März bundes- und sogar weltweit ausgetragen wird. Ziel des Känguru-Wettbewerbes ist es, Freude am mathematischen Denken zu fördern durch Aufgaben, die mit mathematischem Grundwissen und logischem Denken zu lösen sind. Viele Kinder beteiligen sich gerne an diesem Wettbewerb, weil sie ihre Lösungen nicht begründen oder exakt formulieren müssen. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und ein Spiel zum Knobeln. Besonders gute Leistungen werden mit weiteren Einzelpreisen belohnt.

 

3.2.2 Landesweiter Mathematikwettbewerb in NRW

 

Der Mathematikwettbewerb NRW, dessen Aufgaben von einem bundesweiten Aufgabenausschuss für Mathematikolympiaden gestellt werden, richtet sich besonders an Kinder, die Freude an herausfordernden mathematischen Aufgabenstellungen haben, die nicht mit reinen Rechenfertigkeiten zu lösen sind, sondern eigenständiges und kreatives Denken und die Entwicklung von Problemlösestrategien erfordern. Der Wettbewerb wird in drei Runden ausgetragen. An der ersten Runde dürfen alle Kinder unabhängig von ihren mathematischen Leistungen teilnehmen. Die erfolgreichsten Kinder einer Runde können an der nächsten teilnehmen. Die zweite und dritte Runde werden jeweils an der Holte-Grundschule durchgeführt.

 

4. Englisch

 

Seit dem Schuljahr 2023/24 beginnt der Englischunterricht für die Schülerinnen und

Schüler der Grundschule wieder zu Beginn der 3. Klasse.

 

Der Englischunterricht in der Grundschule legt die Basis für ein lebenslanges Sprachenlernen und die Fähigkeit, neue Lebenswirklichkeiten zu erschließen.

 

Um diese Aufgabe zu erfüllen, verfolgt der Englischunterricht folgende Leitziele:

 

• die Entwicklung von Interesse und Freude am Sprachenlernen

• die Entwicklung von kommunikativer und interkultureller Handlungsfähigkeit

• der Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken sowie wirkungsvollen Strategien des

  Sprachenlernens

 

Die Bereiche sind:

 

Funktionale kommunikative Kompetenz mit den Kompetenzerwartungen

Ø  Hör-/Hörsehverstehen

Ø  Leseverstehen

Ø  Sprechen: an Gesprächen teilnehmen

Ø  Sprechen: zusammenhängendes Sprechen

Ø  Schreiben

Ø  Sprachmittlung

 

Interkulturelle kommunikative Kompetenz mit den Kompetenzerwartungen

Ø  Soziokulturelles Orientierungswissen

Ø  Interkulturelle Einstellungen und Bewusstheit

Ø  Interkulturelles Verstehen und Handeln

 

Text- und Medienkompetenz

Sprachlernkompetenz

Sprachbewusstheit

 

Grundlegendes Ziel des Englischunterrichts an der Grundschule ist der Erwerb elementarer sprachlicher Mittel und konkreter kommunikativer Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler in konkreten Situationen erproben und festigen können. Daher stehen Situationen der Sprachverwendung im Mittelpunkt des Unterrichts. Dabei geht es inhaltlich um Themen aus der Lebenswelt der Kinder und um solche, die für sie bedeutsam sind. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln zunächst rezeptive Fertigkeiten und bauen kontinuierlich ein Repertoire von sprachlichen Mitteln auf. So verwenden sie reproduzierend formelhafte Wendungen, die ihnen im Unterricht angeboten werden, ohne dass sie einzelne Elemente und Strukturen näher bestimmen können, und erleben früh, dass sie sich trotzdem in der neuen Sprache mitteilen können. Die spielerisch angelegte Arbeitsformen kommen der natürlichen Begeisterung der Kinder für Lieder, Reime und szenisches Spielen entgegen und bieten einen hohen rezeptiven und produktiven Sprachumsatz.

 

Das Hör-/Hörsehverstehen nimmt als Basis für die Entwicklung aller kommunikativer Fertigkeiten beim Englischlernen eine zentrale Rolle ein. Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Gesprächen und Hör-/Hörsehtexten relevante Informationen und reagieren angemessen. Darüber hinaus wird das Leseverstehen als Teil der kommunikativen Kompetenz von Beginn der 3. Klasse an gefördert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten altersangemessene Texte und entnehmen diesen für den Unterricht relevante Informationen. Das passende Schriftbild fungiert dabei als zusätzliche Lernhilfe zum Abspeichern des Grundwortschatzes. Dieses Schriftbild dient den Schülerinnen und Schülern als Erweiterung der kommunikativen und kreativen Handlungsfähigkeit. Mithilfe von herausfordernden, situativ eingebundenen und motivierenden Schreibanlässen, wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, altersangemessene Texte zu verfassen.

 

Im Bereich Interkulturelles Lernen sammeln die Schülerinnen und Schüler Informationen und erwerben erste Kenntnisse bezüglich der Alltagswelten, in denen Kinder in englischsprachigen Ländern leben und vergleichen diese mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit. Auf dieser Basis entwickeln sie Aufgeschlossenheit, Verständnisbereitschaft und Toleranz gegenüber unterschiedlichen Kulturen.

 

4.1 Leistungsbewertung

 

Die Leistungsbeurteilung im Fach Englisch orientiert sich inhaltlich an denen im Lehrplan NRW beschriebenen Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4. Die Schwerpunkte Hörverstehen und Sprechen des Bereiches Kommunikation – sprachliches Handeln nehmen hier eine vorrangige Stellung ein, aber auch schriftliche Arbeiten, die sich an den bekannten Aufgabenformaten aus dem Unterricht orientieren. Die kommunikative Leistung der Aussagen wird stärker bewertet, als die Korrektheit (fluency before accuracy). Dabei wird die sprachliche Richtigkeit zwar nicht vernachlässigt, aber zurückhaltend gewichtet. Im Zentrum der Leistungsbeurteilung steht der individuelle Lernprozess jedes einzelnen Kindes, so dass nicht nur Ergebnisse, sondern vor allem auch die Anstrengungsbereitschaft und Lernfortschritte des einzelnen Kindes Grundlage der Bewertung sind. Zur Leistungsbeurteilung sind alle von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen heranzuziehen.

 

Die Leistungsbeurteilung stützt sich auch weiterhin im Wesentlichen auf die kriteriengeleitete Beobachtung im Unterricht, die mindestens einmal im Halbjahr schriftlich dokumentiert wird (z.B. in einem Beobachtungsbogen). Zusätzlich werden kurze, schriftliche pen and paper tests, z.B. in Form von Zuordnungs- und Multiple Choice Aufgaben, die einen Zeitraum von etwa 15 Minuten nicht überschreiten sollten, geschrieben. Diese Tests werden bepunktet und kommentiert (Excellent! Well done! Okay! Keep on trying!), aber nicht benotet. Diese Tests sind keinesfalls ausschlaggebend für die Zensurenfindung am Ende des jeweiligen Halbjahres, sondern sind ein Aspekt unter allen anderen, die durch die Beobachtung auch der mündlichen Aktivitäten gewonnen werden. Kriterien für die Leistungsbewertung sind die Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit, Spontanität, Verständlichkeit und die Verfügbarkeit der sprachlichen Mittel. Eine Leistungsfeststellung durch Vokabeltests, Grammatikaufgaben und Diktate zur Festlegung der Zeugnisnote ist nicht zulässig.

5. Musik

 

Der Musikunterricht der Bodelschwingh-Grundschule soll in erster Linie die Freude an Musik wecken und nachhaltig fördern. Im Musikunterricht haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten, Musik zu erleben, musikalische Erfahrungen zu machen und zu vertiefen. Dabei werden verschiedene Sinne zunehmend sensibilisiert, der Einseitigkeit von Hörgewohnheiten bewusst entgegenwirkt und die Reflexionsfähigkeit geschult. Der Musikunterricht knüpft an musikalische Vorerfahrungen der Kinder an. Da die Kinder die Aufgaben des Musikunterrichts gemeinsam gestalten, trägt er auch zum sozialen Lernen bei. Dies geschieht zum Beispiel da, wo Schülerinnen und Schüler ihre Lieblingsmusik im Unterricht vorstellen und ihre Instrumente in den Unterricht mitbringen. An unserer Schule gibt es vielfältige Instrumente, die den Kindern zum Musizieren bereitgestellt werden. Durch den spielerischen und handlungsorientierten Charakter macht den Kindern der Musikunterricht viel Freude. Alle Kinder können erfolgreich mitarbeiten, denn der Musikunterricht bietet gerade Kindern mit Förderbedarf die Möglichkeit sich auszudrücken und einen kreativen Beitrag zu leisten, weil er eine andere Kommunikationsebene als die sprachliche anbietet.

In unserem Schulleben spielen Schulfeiern eine wichtige Rolle. Sie bieten Raum für musikalische und tänzerische Darbietungen der Kinder. Hier erleben sie eine besondere Motivation, ihre eingeübten Musikstücke nicht nur der Klasse, sondern auch vor allen Kindern der Schule und der Elternschaft zu präsentieren. Die Vorbereitungen dieser Feiern, das Einüben von Liedern und Tänzen nehmen einen großen Raum im Musikunterricht ein.

Der Musikunterricht an der Bodelschwingh-Grundschule wird ergänzt durch das Programm „JeKits“ der Musikschule Dortmund. Die Kinder lernen im 1. Schuljahr die Orchesterinstrumente kennen und können im Instrumentalunterricht mit Fachlehrern ihre Kenntnisse erweitern.

(Der schulinterne Lehrplan für das Fach Musik wird derzeit überarbeitet.)

 

5.1 Leistungsbewertung

 

Die Leistungsbewertung im Fach Musik erfolgt auf der Grundlage der von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten mündlichen, schriftlichen und praktischen Leistungen. Die Leistungsbewertung orientiert sich inhaltlich an den im Lehrplan beschriebenen Kompetenzerwartungen.

Als Leistung werden nicht nur Ergebnisse, sondern vor allem Anstrengungen und Lernfortschritte bewertet. Auch in Gruppen erbrachte Leistungen werden berücksichtigt. Dabei gelten die folgenden fachbezogenen Bewertungskriterien u.a.:

·       Experimentierfreude mit Stimme 

·       Beiträge für gemeinsame Vorhaben planen und realisieren

·       Musik machen mit Instrumenten

·       Wirkung von Musik erfahren

·       sich zur Musik bewegen

·       Musik in Bildern umsetzen

·       Musikalische Szenen gestalten

·       Kommunikations- und Reflexionskompetenz über Gestaltungsprozesse und -produkte·

·       Musikstücke unterscheiden, reflektieren und über diese kommunizieren können·

·       Vollständigkeit und inhaltliche Qualität der Musikmappe   

Bei der Festlegung der Zeugnisnote ab Ende der 2. Klasse, sind die Lernausgangslage sowie ein individueller Lernfortschritt zu berücksichtigen. Im Rahmen des Jekits-Projektes werden -insbesondere im 1. Schuljahr- auch Inhalte der musikalischen Grundausbildung durch die Musikschule unterrichtet. Vor einer Unterrichtseinheit erfahren die Kinder Ziel und Ablauf der Unterrichtsreihe. Die Kriterien für die Leistungsbewertung sind den Schülerinnen und Schülern vorab in altersangemessener Form verdeutlicht worden, damit sie Klarheit über die Leistungsanforderungen haben.

5.2 JeKits – Instrumente, Tanzen, Singen

 

Seit dem Schuljahr 2008/09 nehmen alle Erstklässler unserer Schule kostenlos an dem Projekt „JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ teil. Die Kinder erhalten einmal in der Woche eine Stunde zusätzlichen Musikunterricht von einer Lehrerin oder einem Lehrer der Musikschule, in dem Neugier, Kreativität und Spaß an der Musik geweckt werden soll. Dabei lernen die Schüler eine Vielzahl an Instrumenten (Akkordeon, Tuba, Trompete, Posaune, Querflöte, Klarinette, Blockflöte, Klavier, Gitarre, Geige und Kontrabass) kennen und probieren diese spielerisch aus. Im zweiten Schulhalbjahr (nach Ostern) entscheiden die Kinder sich, welches Instrument sie erlernen möchten. Im Schuljahr 2015/16 haben wir uns für den Schwerpunkt Instrumente entschieden.

 

5.3 Instrumentalunterricht

 

Ab dem 2. Schuljahr erhalten die Kinder Unterricht in ihrem Lieblingsinstrument. Die Teilnahme am Instrumentalunterricht ist kostenpflichtig und somit auch freiwillig. Damit sie auch zu Hause üben können, erhält jedes teilnehmende Kind ein Leihinstrument. Der Unterricht findet in Kleingruppen von 4-6 Kindern in der Regel im Anschluss an den Unterricht statt. So lernen sie in den nächsten Schuljahren, die Instrumente zu spielen.

 

5.4 Ensembleunterricht

 

Im 2. Schuljahr kommt zu der Instrumentalstunde noch eine zusätzliche Orchesterstunde. Hier proben die Instrumentalkinder gemeinsam. Im Frühjahr findet ein JeKits-Konzert des Orchesters in der Aula statt. Dazu gibt es eine Vorstellung für die beiden ersten Jahrgänge und eine zweite Vorstellung für das dritte und vierte Schuljahr. Dazu sind die JeKits-interessierten Eltern eingeladen.

 

5.5 Chor-AG

 

Seit Juli 2004 wird regelmäßig an unserer Schule regelmäßig eine Chor-AG mit einer Wochenstunde angeboten. Die Chorkinder haben sich den Namen die „Bodel Swinger“ gegeben. Es können alle Kinder teilnehmen, die Freude am Singen und Musizieren haben. Damit die Kinder einen kleinen Einblick erhalten, können sie die ersten drei „Chorproben“ zum Schnuppern nutzen und sich anschließend entscheiden, ob sie im Chor mitsingen möchten. Die Teilnahme ist dann verbindlich. Im Chor wird ein bunter Liedermix gesungen und eingeübt, denn die Chor-AG trägt auch zur Gestaltung des Schullebens bei. So hatten die „Bodel Swinger“ bisher zahlreiche Auftritte. Diese fanden beispielsweise an Präsentationstagen im Rahmen von Projektwochen oder in der Vorweihnachtszeit statt. Die „Bodel Swinger“ hatten schon etliche Auftritte auf dem Fest der Chöre. 

Hauptziel der Chorstunde ist es, die Freude der Kinder am Singen zu wecken und zu stärken. Gesungen wird alles, was Spaß macht und die Kinder gerne singen: Bewegungslieder, Lieder zu den Jahreszeiten, Quatschlieder, Lieder aus bekannten Kinderbüchern, englische Lieder uvm. Auch unsere Orff-Instrumente sind oft im Einsatz. Außerdem dichten die Kinder auch gerne neue Strophen zu einzelnen Liedern. Die Kinder sind mit großer Begeisterung dabei.

 

6. Kunst

 

Bereits im Vorschulalter haben Kinder individuelle ästhetische Darstellungsformen entwickelt, um sich mimisch, gestisch, grafisch und plastisch auszudrücken und mit Farbe zu gestalten. An diese Ausdrucksmöglichkeiten knüpft das Fach Kunst an und unterstützt und fördert die Weiterentwicklung dieser vielfältigen Fähigkeiten.

Aufgabe des Kunstunterrichts ist es, die Freude und das Interesse der Kinder an ästhetischen Ausdrucksformen zu wecken, zu fördern und zu erhalten, sinnliche Erfahrungen zu ermöglichen, Vorstellungsvermögen, Kreativität und Fantasie zu entwickeln und unterschiedliche Denkweisen zu eröffnen. Ebenso ist es wichtig, die Bereitschaft zu unterstützen, sich selbstständig und kritisch mit den unterschiedlichen Ausdrucksformen, Medien, Bildern und Objekten auseinander zu setzen. Außerdem muss den Kindern Raum gegeben werden, die eigenen Kunstwerke und die der anderen mit Blick auf die Entstehung zu würdigen und zu beurteilen.

Vorhaben sollen gemeinsam geplant und umgesetzt werden, so dass kooperatives Handeln und unterschiedliche Arbeitsformen entwickelt werden können. Mit Blick auf die umfangreichen, fachbedeutsamen Themen ist ein sinnvoller Aufbau ausgewählter Unterrichtsgegenstände von Bedeutung. Die Vielfalt wird durch die Vorgabe der Richtlinien und Lehrpläne verfolgt (räumliches, farbiges, grafisches, textiles und szenisches Gestalten sowie Gestalten mit technisch-visuellen Medien).

Darin eingebettet sind darüber hinaus:

       die Umsetzung situativer Erlebnisse aus dem Schulalltag und außerschulischer Erlebnisse- fachübergreifende Themenstellungen (Deutsch, Sachunterricht, Mathematik, Musik)

       Malwettbewerbe

       Projekttage

 

Das Schulleben und das Schulgebäude werden wird gerade auch durch das Fach Kunst im Besonderen über das ganze Jahr mitgestaltet.

Für alle diese künstlerischen Aktivitäten steht der Bodelschwingh-Grundschule ein eigener Kunstraum zur Verfügung, in dem allerlei Verbrauchsmaterialien, Werkzeuge und ein Brennofen stehen.

(Der schulinterne Lehrplan für das Fach Kunst wird derzeit überarbeitet.)

 

6.1 Leistungsbewertung

 

Die Leistungsbewertung orientiert sich inhaltlich an den Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase und am Ende der Klasse 4, die gleichzeitig Perspektive für die Unterrichtsarbeit sind. Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin und dem Schüler erbrachten mündlichen und praktischen Leistungen. (vgl. Lehrplan Kunst)

Mündliche Leistungen

  • Beiträge zum Unterrichtsgespräch
  • Kommunikations- und Reflexionskompetenz über eigene Gestaltungsprozesse und -produkte
  • Präsentation
  • Korrekte Anwendung von Fachbegriffen

 

Praktische Leistungen

  • Kreativität, Neugier, Offenheit, Experimentierfreude
  • Berücksichtigung der Gestaltungskriterien
  • Anwenden von fachspezifischen Methoden und Techniken
  • sachgerechter und selbstständiger Umgang mit Material und Werkzeug
  • Individualität und Originalität von Ergebnissen
  • ökonomischer Umgang mit Ressourcen (Zeit, Material, Arbeitsabläufe)
  • Konzentration, Ausdauer und Motivation bei der Umsetzung künstlerischer Arbeiten
  • soziale Kompetenz (Absprachen, Partner- und Gruppenarbeit)

Bei der Festlegung der Zeugnisnote sind die Lernausgangslage sowie ein individueller Lernfortschritt zu berücksichtigen.

Die Kriterien für die Leistungsbewertung sind den Schülerinnen und Schülern vorab in altersangemessener Form verdeutlicht worden, damit sie Klarheit über die Leistungsanforderungen haben.

 

6.2 Kreativ-AG

 

Die Kreativ-AG mit Kindern aus dem 3. Jahrgang findet seit dem Schuljahr 2018/19 statt. Das Motto ist: Wir machen die Bodelschwingh-Grundschule bunter“.

Auf einer Entdeckungsreise durch die Schule haben sich die Schülerinnen und Schüler der AG kleine Projekte und Kunstarbeiten überlegt. Die Kinder planen ihr Vorhaben und setzen ihre Ideen mit verschiedenen Materialien um. Sie setzen sich fantasievoll, individuell und kreativ mit verschiedenen künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten auseinander. Darüber hinaus lernen sie verschiedene Künstlerinnen und Künstler und deren Kunst kennen. Die eigenen Kunstarbeiten stellen die Kinder anschließend im Schulgebäude aus.

 

7. Sport

7.1 Sportunterricht

 

Im Zuge einer veränderten Kindheit, in der Kinder sich zunehmend mit bewegungsarmen Tätigkeiten beschäftigen, oft mit weniger Spielpartnern und Spielpartnerinnen agieren oder ihre Freizeit einfach häufig mit Terminen verplant ist, haben sich auch die Ziele und Inhalte des Sportunterrichtes verändert. Vermehrt stehen vielfältige Bewegungserfahrungen im Vordergrund, um den Kindern Sicherheit im Klettern, Balancieren und schnellen Reagieren zu vermitteln. Auch sozialen Fähigkeiten, die man in Bewegung, Spiel und Sport erwirbt, wie Rücksicht aufeinander nehmen, miteinander umgehen, Regeln einhalten, kommt ein hoher Stellenwert zu. Kinder sollen im Sportunterricht auch die Möglichkeiten haben, Spielsituationen kreativ und fantasievoll selbst zu arrangieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihre sportliche Handlungsfähigkeit zu erweitern und ihre exekutiven Funktionen auszubauen. Der Sportunterricht wird in der Turnhalle, in der wärmeren Jahreszeit auch oftmals in der Außenanlage erteilt.
(siehe: Schulinterner Lehrplan für das Fach Sport)

 

7.2 Schwimmunterricht

Im zweiten und vierten Jahrgang werden zwei der drei vorgesehenen Sportstunden als Schwimmunterricht erteilt, der im Hallenbad Mengede stattfindet. Hier haben die Kinder durch vielfältigen Bewegungserfahrungen im Wasser je nach Leistungsstand die Gelegenheit vier differenzierte Niveaustufen zu erwerben.

(siehe: Schulinterner Lehrplan für das Fach Sport)

 

7.3 Leistungsbewertung

 

Die Leistungsbewertung in den einzelnen Jahrgängen orientiert sich an den im Lehrplan für das Fach Sport beschriebenen Kompetenzerwartungen aus neun Bereichen:

 

1.             Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen

2.             Das Spielen entdecken und Spielräume nutzen

3.             Laufen, Springen, werfen – Leichtathletik

4.             Bewegen im Wasser – Schwimmen

5.             Bewegen an Geräten – Turnen

6.             Gestalten, Tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste

7.             Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele

8.             Gleiten, Fahren, Rollen – Rollsport/Bootssport/Wintersport

9.             Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport

 Ausgangspunkt für die Leistungsbewertung sind die unterschiedlichen körperlichen, psychischen und sozialen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Der individuelle Lernfortschritt und die Anstrengungsbereitschaft werden in besonderer Weise berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund werden folgende Fähigkeiten (messbaren Leistung, „motorisches Produkt“) bewertet:

 

-       Koordination und Kondition            - Technisches Können       

                 -   Taktisches Können                          - Kreativ-gestalterisches Können 

Eine besondere Bedeutung für die Leistungsbewertung haben soziale Kompetenzen wie Regeleinhaltung, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme/Fairness und die Fähigkeiten zur Kooperation und Konfliktbewältigung.

 

Die Sport- und Schwimmnote setzt sich insgesamt aus folgenden drei Bereichen zusammen, die anteilig je nach Thema variieren können:

-       Sportliche Leistungsfähigkeit

-       Lernzuwachs             

-       Soziale Kompetenz

 


Der Schwimmunterricht wird mit dem Sportunterricht in Klasse 2 und 4 im Verhältnis 1:1 gewertet. Kriterien und Maßstäbe für die Leistungsbewertung werden den Schülern vermittelt und transparent gemacht.

 

 

7.4 Sportförderunterricht (SFU)

 

Ergänzend zum regulären Sportunterricht bieten wir, wenn möglich im ersten und zweiten Jahrgang Sportförderunterricht an, in dem Kinder mit speziellen Bewegungsdefiziten im motorischen Bereich gefördert werden können.

Bewegung ist für die Selbst- und Welterschließung bzw. für die ganzheitliche Entwicklung von großer Bedeutung. Jedoch wird im Sportunterricht deutlich, dass einige Schüler ein besonderes Problemverhalten zeigen oder sich durch Bewegungsauffälligkeiten auszeichnen. Daher gibt es schon seit einem Jahrhundert einen Förderunterricht, der sich diesen Kindern annimmt. Heutzutage hat der Sportförderunterricht (SFU) in NRW die Zielsetzung, neben den motorisch – körperlichen Aspekten auch die emotionalen, sozialen und kognitiven Hintergründe anzusprechen.

 

7.5 Spiel- und Sportfest

 

Die herkömmlichen Bundesjugendspiele wurden zu einem Spiel- und Sportfest erweitert. Neben den traditionellen Disziplinen Laufen, Werfen und Weitspringen stellt jede Klasse zwei Spiel- oder Bewegungsstände, an denen jeweils einige Eltern helfen. So haben alle Kinder im Laufe der Veranstaltung die Möglichkeit alle Spielstände auszuprobieren.

 

7.6 Außerschulischer Sport

 

Die Bodelschwingh-Grundschule nimmt an folgenden außerschulischen Stadtmeisterschaften der Grundschulen teil:

  • Leichtathletik-Stadtmeisterschaft (Stadion Rote Erde)
  • Schwimmen-Stadtmeisterschaft (Mengede Hallenbad)
  • Staffel-Stadtmeisterschaft (Helmut Körnig-Halle)

 

7.7 Sponsorenlauf

 

Der erste Sponsorenlauf fand 2009 mit großer Begeisterung statt. Dank der Unterstützung der Schulpflegschaft, des Fördervereins, der freiwilligen Eltern sowie des gesamten Kollegiums war die Durchführung möglich. Im Jahr 2013 erfolgte der zweite Sponsorenlauf, mit dessen Einnahmen die Inlineskate-Projektwoche im Mai 2014 finanziert wurde. Der dritte Sponsorenlauf wurde im Rahmen unseres neuen Aktionstages „Bodelschwingh bewegt sich“ im Februar 2018 durchgeführt. Die Einnahmen machten es erneut möglich, eine Inline-Skaterwoche für alle Kinder an der Schule durchzuführen.

 

7.8 Kooperationspartner Schule und Verein

7.8.1 Handball 

 

Im 3. Schuljahr wird eine Doppelstunde „Handball“ in Kooperation mit dem Handballverein durchgeführt. Dort lernen die Kinder die ersten Grundfertigkeiten des Handballspiels kennen. Natürlich steht der Umgang mit dem Spielgerät Handball (Fangen, Passen, Werfen, Balltechnik) im Vordergrund.

 

7.8.2 Capoeira

 

Des Weiteren haben die Kinder des 3. Schuljahres die Möglichkeit die Sportart „Capoeira“ kennen zu lernen. In einer Doppelstunde bekommen die Kinder einen Einblick in diese eher ungewöhnliche Sportart. Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst bzw. ein Kampftanz, dessen Ursprung auf den afrikanischen NíGolo („Zebratanz“) zurückgeführt wird.

 

7.9 „Bodelschwingh bewegt sich“

 

Zum Abschluss des ersten Schulhalbjahres führen wir seit 2018 den Aktionstag „Bodelschwingh bewegt sich“ durch. Der gesamte Tag steht unter dem Motto „Gesundheit und Bewegung“. In den einzelnen Jahrgängen werden Themen wie Gesundes Frühstück, die Ernährungspyramide etc. bearbeitet. Außerdem wird an diesem Tag in den Klassen auf viel Bewegung wie Yogaübungen, Bewegungsspiele etc. Wert gelegt. Zusätzlich spielt jede Klasse das Bewegungsspiel „Takeshi´s Castle“ in der Turnhalle

 

7.9.1 Takeshi`s Castle

 

„Takeshi“ kommt aus Japan. Bei diesem Wettkampf gibt es eine Werfer- und eine Läufermannschaft. Die Läufermannschaft muss versuchen, den aufgebauten Parcours zu durchqueren ohne von der Werfermannschaft abgeworfen zu werden. Wer getroffen wird, beendet sofort den Parcours und stellt sich erneut an.

 

7.10 Aktion zu Fuß zur Schule

 

Einmal im Jahr findet Deutschlandweit eine Aktion „Zu Fuß zur Schule“ statt an der wir uns als Bodelschwingh-Grundschule beteiligen. Fast die Hälfte aller Grundschulkinder in Deutschland wird mit dem Auto zur Schule gefahren. Laufen Kinder schon morgens zu Fuß zur Schule, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren. Kinder, die mit Freunden und Freundinnen zur Schule gehen, lernen, auch auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert und sie können schon auf dem Weg zur Schule Freundschaften pflegen oder schließen. Ist der Schulweg zu lang, um ihn zu laufen, bieten der Tretroller oder das Fahrrad Kindern eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen helfen das Chaos in den Griff zu kriegen und Kinder lernen, sich selbstständig um ihre Verkehrsmittel zu kümmern.

Wir an der Bodelschwingh-Grundschule möchten Ihre Kinder mit dieser Aktion animieren, dass sie Ihren Schulweg, den Weg zum Sportverein oder zum/r Freund/in zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Roller meistern.

 

8. Religion

 

Der Religionsunterricht schafft einen Freiraum für Fragen, Probleme und Erfahrungen der Kinder. Biblische Themen greifen menschliche Grunderfahrungen wie Sehnsucht nach Geborgenheit, Angst, Angenommen sein und Abgelehnt werden, Hilflosigkeit und Überlegen sein auf und ermöglichen es, sich mit dem eigenen Verhalten auseinander zu setzen. Um die Inhalte auf vielfältige Weise lebendig werden zu lassen und den Kindern Möglichkeiten zur Besinnung und Vertiefung zu geben, wird neben verbalen Formen des Unterrichts besonderer Wert auf gestalterische und meditative Elemente gelegt (z.B. Malen, Rollenspiel, Singen, Stilleübungen und Bildbetrachtungen).

 

8.1 Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht (KoKoRU)

 

Seit dem Schuljahr 2018/19 erteilen wir an der Bodelschwingh-Grundschule den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht, kurz KoKoRU. Anders als in konfessionell homogenen Lerngruppen nehmen hier Schülerinnen und Schüler des evangelischen und katholischen Bekenntnisses gemeinsam am Religionsunterricht teil. Der KoKoRU wird dann entweder von einer evangelischen oder einer katholischen Religionslehrkraft erteilt. Durch einen verpflichtenden Fachlehrerwechsel ist gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler beide konfessionellen Perspektiven kennenlernen und das Profil beider Kirchen im Religionsunterricht herausgestellt und bezeugt wird. Maßgeblich sollte das Anliegen sein, durch konfessionelle Kooperation ein verbessertes Lernangebot zu schaffen, bei dem Gemeinsamkeiten zwischen den Kon­fessionen gestärkt und der Umgang mit bleibenden Unterschieden eingeübt werden kann. Ziel dieses dialogisch ausgerichteten Religionsunterrichtes ist es zudem, das Miteinander von Schülerinnen und Schülern unter­schiedlicher Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen zu fördern, wobei dieses Wissen um unterschiedliche konfessionelle Prägungen durchaus zu einer Stärkung des Bewusstseins für die eigene Konfessionalität führt. Der Religionsunterricht bleibt auch nach dem Konzept des KoKoRU an das jeweilige katholische oder evangelische Bekenntnis gebunden, so dass die evangelische und die katholische Religionslehre eigenständige Fächer bleiben. Selbstverständlich sind auch Kinder anderer Konfessionen oder nicht getaufte Kinder eingeladen, am KoKoRU teilzunehmen.

(siehe: Schulinterner Lehrplan für das Fach Religion)

 

8.2 Leistungsbewertung

 

Die Leistungsbewertung und Notengebung im Fach Religion (evangelische und katholische Religionslehre) sind unabhängig von der Glaubenspraxis der Schülerinnen und Schüler.

 

„Die religiösen Überzeugungen, das religiöse Leben und die religiöse Praxis der Schülerinnen und Schüler sind nicht Gegenstand der Leistungsbewertung. Es gibt eine messbare und bewertbare äußere Seite und eine nicht messbare und nicht bewertbare innere Seite“

(LP Evangelische Religionslehre)

 

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Lehrplan und den Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase und am Ende der Klasse 4 festgestellt werden.

Fachbezogene Kriterien der Leistungsfeststellung sind:

·      die Fähigkeit, existentielle Fragen zu stellen und christlich geprägte Antworten zu suchen

·      der Grad der sachlichen und sprachlichen Angemessenheit und der inhaltlichen Relevanz

·      die aktive Mitarbeit (z. B. im Klassenverband, in der Gruppe, mit Partnerinnen und Partnern)

·      die Bereitschaft, Aufgaben zu übernehmen und auszuführen (z. B. bei einem gemeinsamen Fest, im Rahmen eines Projekts, während einer Gruppenarbeit, bei vorbereitenden Hausaufgaben, für einen Schulgottesdienst)

·      der Grad der Zuverlässigkeit, mit der übernommene oder zugewiesene Aufgaben erledigt werden

·      die Sorgfalt bei der Erstellung von Produkten (z. B. Ausstellungsstücke, Religionsmappe, Portfolio)

·      das Einbringen von Wissen und Kompetenzen aus anderen Fächern (z. B. sprachliche Kompetenzen einschließlich des Umgangs mit Texten, musische oder gestalterische Kompetenzen, geschichtliches Wissen)

·      die Fähigkeit, sich in verschiedenen Formen auszudrücken (z. B. musikalisch, ästhetisch, kreativgestalterisch, kreativ-sprachlich)

·      gegen Ende der Grundschulzeit: die Fähigkeit, in bildhafter Sprache übertragene Bedeutungen zu entdecken

·      die Nachhaltigkeit des Gelernten

·      die Beteiligung an der Mitgestaltung von Lernprozessen

 

Es werden keine schriftlichen Aufgaben gestellt, die eigens zur Lernstandkontrolle und Leistungsbewertung dienen, also keine Tests oder andere Formen schriftlicher Leistungskontrolle.

 

 

Die Leistungsbewertung setzt sich aus den folgenden Bereichen mit ihrer jeweiligen Gewichtung zusammen:

Bereich 1: Mündliche Leistungen 60%

·      Aktive Mitarbeit am Unterricht (Qualität und Quantität)

·      Geschichten nacherzählen

·      Gebete oder kurze Texte auswendig vortragen

·      Beschreibungen, Ideen, Gefühle, Wahrnehmungen z.B. zu einer Geschichte oder bei einer Bildbetrachtung zum Ausdruck bringen

 

Bereich 2: Schriftliche/gestalterische Leistungen 20%

·      Arbeitsergebnisse schriftlich festhalten (Sorgfalt, Vollständigkeit, Qualität der Ergebnisse)

·      Bildnerisches Gestalten (z.B. Gefühle mit Farben ausdrucken)

·      Mappenführung

 

Bereich 3: Praktische Leistungen 15%

·      Aktiv das Zusammenleben in der Gruppe gestalten

·      Rituale mittragen und mitgestalten (z.B. Kerzenkind, Stilleübungen)

·      Aktive Teilnahme an den Gottesdiensten; Übernahme von Aufgaben

·      Teilnahme z.B. an Rollenspielen und Standbildern

·      Jahrgang 3/4: Fachgerechter Umgang mit der Bibel/ erstes Nachschlagen in der Bibel

 

Bereich 4: Sonstige Leistungen 5%

·      Zusätzliches Anschauungsmaterial mitbringen (z.B. Bibel, Gegenstände)

·      Selbstständige Recherche (z.B. in Büchern , Zeitschriften oder Internet)

Im Jahrgang 3/4 sollen die Kinder mindestens einmal ein Referat halten. Die Leistung fließt in folgende Bereiche mit ein:

·      Bereich 1: Mündliche Leistungen  Vortrag

·      Bereich 2: Schriftliche/gestalterische Leistungen Gestaltung des Plakats zum Referat

·      Bereich 4: Sonstige Leistungen Zusätzliche/eigene Recherche zum Referatsthema

 

8.3 Schulgottesdienste

 

Neben den Einschulungs- bzw. Abschlussgottesdiensten finden in Zusammenhang mit besonderen gemeinsamen Projekten und zu Weihnachten ökumenische Gottesdienste statt.

 

8.4 Kooperationspartner Kirchengemeinde

 

Die Bodelschwingh-Grundschule arbeitet sowohl mit der katholischen als auch der evangelischen Kirchengemeinde eng zusammen. Nur in Kooperation ist es möglich die jährlichen Abschlussgottesdienste der 4. Jahrgänge, die Weihnachts- bzw. Adventgottesdienste mit Einbindung der Kinder vorzubereiten und durchzuführen.

Neben diesen Gottesdiensten besteht für die Schüler die Möglichkeit, eine Führung durch die ev. und/oder kath. Kirche durch einen Kirchenvertreter mitzuerleben.

 

9. Förderunterricht im Förderband

 

Seit dem Jahr 2013 ist an der Bodelschwingh-Grundschule das Förder­band ein Bestandteil des bestehenden Förderkonzeptes.

Ziel ist es, jedes Kind nach seiner Lernausgangslage individuell zu fördern. Hierdurch soll jedes Kind einerseits eine sichere Grundlage für sein Wei­ter­­lernen erhalten als auch andererseits in seinen besonderen Fähig­keiten und Begabungen gefördert werden.

Schwerpunktmäßig werden die Kinder in Deutsch und Mathematik in jahr­gangsbezogenen Kleingruppen nach unterschiedlichem Leistungs­ni­veau auf­geteilt, um sowohl dem Förderbedarf der leistungsschwächeren als auch der leistungsstärkeren Kinder gerecht zu werden. Darüber hinaus werden auch Fördergruppen zu den basalen Fähigkeiten angeboten (Motorik, Koordination, Wahrnehmung, Konzentration, etc.).

 

C.   Schwerpunkte pädagogischer Arbeit

 

1. Soziales Lernen

1.1 Sozialziele

 

Soziale Kompetenzen sind zugleich Bedingung und Ziel kooperativen Lernens. Sie sind Voraussetzung für gelingende Kommunikation, wechselseitiges Vertrauen, Verantwortungsübernahme jedes Einzelnen, Entscheidungsfindung, bei der alle einbezogen werden, selbständige Konfliktlösung und ermöglichen somit gemeinsame Lern- und Arbeitsprozesse. Im Dezember 2016 führten wir erstmals das Sozialziel „Ich stelle mich mit dem Gong friedlich in meine Reihe auf.“ mit Hilfe der Gesprächsstruktur in Anlehnung an das Konzept „Sozialziele-Katalog“ (Eigenverlag M. Weidner) ein. Das Sozialziel wurde im Unterricht thematisiert und Indikatoren bestimmt, woran die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass das Ziel gelungen umgesetzt wurde. Dazu sollten die Kinder beschreiben, was eine beobachtende Person sehen und hören würde, wenn das Sozialziel gut realisiert würde. Zur Visualisierung bietet sich eine sogenannte T-Chart an:

Darauf folgten das Demonstrieren und Einüben des Sozialziels. Mit Hilfe der T-Chart sollten die Schülerinnen und Schüler immer wieder darüber nachdenken und reflektieren, ob die Klasse das Sozialziel erreicht habe oder Vorschläge zur Verbesserung des Verhaltens machen.

Schnell löste das Sozialziel das Motto des Monats ab. Inzwischen wurden folgende Sozialziele in den Klassen besprochen und eingeübt:

- Ich stelle mich mit dem Gong friedlich in meine Reihe auf.

- Im Treppenhaus gehe ich immer auf der rechten Seite.

- Ich entschuldige mich richtig! (Einführung der Wiedergutmachungskartei und Streitschlichtungskonzept mit dem Hosentaschenbuch/ dem Gesprächsleitfaden und Information der Eltern darüber.)

- Ich kann freundlich begrüßen und mich freundlich verabschieden.

- Ich kann freundlich danke und bitte sagen.

- Ich höre anderen aufmerksam zu. (Klasse 1 und 2)

- Ich gehe wertschätzend mit mir und anderen um. (Klasse 3 und 4)

Sobald ein Sozialziel ausreichend geübt, reflektiert und beherrscht wird, wird ein „neues“ Ziel vereinbart. Dies kann entweder die Wiederholung eines schon behandelten Zieles sein oder die Einführung eines neuen (siehe B. 10. Schulordnung der Bodelschwingh- Grundschule). Derzeit sind wir dabei, ein Curriculum „Sozialziele“ zu erstellen, indem die einzelnen Jahrgänge das Schuljahr über dokumentieren, welche Sozialziele sie mit ihrer Klasse behandelt haben.

 

1.2 Erste Hilfe durch Pausenhelferinnen und Pausenhelfer

 

Pausenhelferin und -helfer werden Schülerinnen und Schüler aus dem 3. und 4. Jahrgang. Jeweils zwei Pausenhelferinnen und -helfer unterstützen die Pausenaufsichten. Sie sind durch gelbe Warnwesten gut sichtbar und tragen zusätzlich einen Erste-Hilfe-Rucksack, der mit Taschentüchern, Pflastern, zwei Teddybären zum Trösten sowie einem Streitschlichtungsplan ausgestattet ist. Aktuelle Hinweise und Informationen von den Pausenhelferinnen und -helfern sind für alle Kinder in der Aula zugänglich. Ihre Aufgaben haben die Pausenhelferinnen und -helfer wie folgt formuliert:

 

So können wir euch helfen:

·   Wir geben dir ein Pflaster, wenn du dich verletzt hast.

·   Wir geben dir ein Kühlkissen, wenn du dir weh getan hast.

·   Wir helfen dir, einen Streit zu schlichten.

·   Wir trösten dich, wenn du traurig bist.

·   Wir helfen dir, wenn du Fragen hast.

 

Das solltet ihr wissen:

Wir möchten ernst genommen werden. Bitte hole uns nur, wenn es wirklich ein Problem in der Pause gibt.

Wenn ihr Hilfe braucht, sind wir immer für euch da!

Eure Pausenhelferinnen und Pausenhelfer

Eingeführt und begleitet werden die Kinder bei regelmäßigen Treffen. Dort nehmen sie an einer Ausbildung teil. Sie sind dann für ein Halbjahr Pausenhelferin und Pausenhelfer. Durch Rollenspiele und den richtigen Umgang mit dem Material entwickeln die Kinder nicht nur fachliche, sondern vor allem auch soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Empathie, Teamfähigkeit, kooperatives Handeln und Selbstvertrauen. Sie lernen Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und tragen somit aktiv zu einer positiven Pausensituation bei.

Am Ende ihrer Tätigkeit wird ihr Einsatz und ihre Hilfsbereitschaft durch eine Urkunde gewürdigt.

 

1.3 Demokratieerziehung

 

Erziehung zur Demokratie ist eine wichtige Aufgabe unserer Schule. Dazu dienen unter anderem folgende Maßnahmen:

 

1.3.1 Wahl der Klassensprecherinnen und Klassensprecher

 

In den ersten 6 Wochen des neuen Schuljahres werden eine Klassensprecherin und ein Klassensprecher gewählt. Die durch die Kinder frei gewählten Klassensprecherinnen und Klassensprecher haben folgende Aufgaben bei der Kinderkonferenz:

  • Sammlung von Interessen der Schülerinnen und Schüler
  • Vortrag und Erörterung von Kindervorschlägen
  • Weitergabe von Informationen an die Klasse

 

1.3.2 Kinderkonferenz

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es an unserer Schule zweimal im Halbjahr eine Kinderkonferenz. An ihr nehmen die Klassensprecherin und der Klassensprecher jeder Klasse, zwei Lehrerinnen und die Schulleitung teil. In der Kinderkonferenz werden Themen aufgegriffen, die für die Kinder wichtig sind oder die sich aus der Lehrer- und Schulkonferenz ergeben. Die Schulleitung und die Lehrerinnen informieren die Klassenvertreter über Neuigkeiten aus der Schule, nehmen Vorschläge und Hinweise der Kinder entgegen und geben wichtige Informationen an die Klassensprecher weiter.

Seit dem Schuljahr 2013/14 bestimmen die Mitglieder der Kinderkonferenz zu Beginn des Schuljahres in geheimer Wahl je ein Mädchen und einen Jungen zur Schülersprecherin bzw. Schülersprecher sowie eine Stellvertreterin und einen Stellvertreter. Die Kandidatinnen/Kandidaten, die aus dem 3. und 4. Schuljahr kommen, stellen sich und ihre Ideen vorher in einem kleinen Vortrag vor.

Die Kinderkonferenzen sind wichtige Beiträge der Erziehung zur Demokratie an unserer Schule, die auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Selbstverantwortlichkeit des Kindes, die Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit sowie die kritische Aus­einandersetzung mit der Umwelt abzielen. Bisher wurden durch die Kinderkonferenz unter anderem folgende Aktivitäten und Vorhaben an unserer Schule umgesetzt:

  • Anschaffungen durch den Förderverein
  • Pausenregelungen und Pausenhofgestaltung
  • Gestaltung der Schulflure
  • Gestaltung des Schullogos
  • hausaufgabenfrei an Geburtstagen
  • Reflexion und Vorschläge zur Verbesserung von Projekten und Sozialzielen

So werden aus der Kinderkonferenz vorgetragenen Kinderwünsche handfeste Verbesserungen für unser Schulleben.

 

1.4 Sozialkompetenztraining

 

In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle findet im 2. oder 3. Schuljahr das Sozialkompetenztraining „Hilfe, bevor es brennt!“ statt. Hierbei leisten zwei Trainerinnen und Trainer Unterstützung bei der Stärkung der Klassengemeinschaft. Spielerisch werden Wahrnehmung, Empathiefähigkeit, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Kinder trainiert. Es geht außerdem darum, gewaltfreie Lösungsstrategien zu finden und so Konflikte auf friedlichem Weg zu lösen. Das Training konnte bisher kostenlos angeboten werden. Es findet über 10 Wochen statt, in denen in jeweils 90 Minuten pro Woche Spiele und Übungen durchgeführt werden. Diese werden im Vorfeld von den Trainerinnen und Trainern mit Hilfe der Klassenlehrerin bzw. des Klassenlehrers individuell auf die jeweilige Klassensituation abgestimmt.

 

1.5 Gewaltprävention

 

Als Gegengewicht zu der allgemein bekannten Zunahme an Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit ist an unserer Schule ein konsequentes Konzept zum friedlichen Miteinander gewachsen.

 

1.5.1 Mein Körper gehört mir

 

Stark machen vor sexuellen Übergriffen ist das Ziel dieses Projekts (siehe B 2.2).

 

1.5.2 Gewaltprävention als Teil eines Gesamtkonzeptes

 

       Die Lehrkräfte, Eltern und Schüler sind daran beteiligt und übernehmen Verantwortung.

       Es existieren klare Klassen- und Schulregeln zum fairen Umgang und gegen Schikanieren und Gewalt.

       Es gibt bei Regelverstoß konsequente sachgemäße Sanktionen, aber auch Anerkennung für positives Sozialverhalten (siehe A 5.).

       Die Opfer bekommen Unterstützung und werden geschützt.

       Die Pausenaufsicht kann sich auf kollegiale Absprachen stützen.

       Besondere Aktivitäten zur Verbesserung des Schulklimas (siehe Punkt 5 „Besondere Veranstaltungen, Feste und Feiern“) schaffen ein lebendiges Schulleben und erleichtern es dem einzelnen Kind, sich in der Schulgemeinschaft sicher und aufgehoben zu fühlen.

 

2. Gesundheitserziehung

 

Gesundheitserziehung bezieht sich nicht auf ein rein medizinisches Gesundheitsverständnis, das die körperliche Unversehrtheit bzw. Freisein von Krankheit in den Mittelpunkt stellt, sondern auch das soziale und ökologische Wohlbefinden spielen hierbei eine wichtige Rolle. Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen ist für uns ein wichtiges Ziel. Aspekte der Gesundheitserziehung finden sich in verschiedenen Bereichen.

 

2.1 Schulfrühstück

 

Das Frühstück ist entscheidender Auftakt für den Tag und besonders geeignet, die Kinder an das Thema „Gesunde Ernährung“ heranzuführen. Da die Kinder ihr Schulfrühstück in einer speziellen Frühstückspause im Klassenraum einnehmen, findet eine kontinuierliche Beratung zu diesem Thema statt. Dieses Thema wird im Unterricht des 1. Schuljahres und auch in weiteren Schuljahren mit den Kindern aufgearbeitet. Schon auf dem ersten Elternabend beraten wir die Eltern dahingehend, ihren Kindern keine Chips oder Süßigkeiten, sondern Brote und Obst oder Gemüse mitzugeben. Die Kinder haben die Möglichkeit täglich den Wasserspender zu nutzen.

Im ersten Schuljahr spielt das Thema „Zahngesundheit“ ebenfalls eine große Rolle. Aspekte einer gesunden Ernährung, also der Prävention von Zahnkrankheiten, wie auch die Zahnpflege kommen hier kindgerecht und spielerisch zur Sprache.

Essen und Bewegen sind gleichberechtigte Aspekte der schulischen Gesundheitserziehung. Deshalb haben wir an unserer Schule die Pausenzeiten so gelegt, dass ausreichend Zeit zum Essen und zum Bewegen bleibt. Vor der dritten Stunde haben die Kinder noch 10 Minuten Zeit im Klassenraum gemeinsam zu frühstücken. Das gemeinsame Frühstück wirkt sich ebenfalls positiv auf das Klima in der Klasse aus. Die Kinder haben eine Ruhepause, dürfen abschalten und es ergeben sich Gelegenheiten miteinander oder mit der Lehrerin zu reden. Lehrkräfte finden Zeit für Gespräche in der Klasse. Kleinere und größere Probleme der Kinder können früher erkannt und besprochen werden.

 

2.2 Teilnahme an der Trinkfit-Studie

 

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung wurde im Jahr 2006 im dritten und vierten Jahrgang die Trinkfit-Studie durchgeführt. Immer mehr Kinder weisen bereits in der Grundschule ein Übergewicht auf. Zurückgeführt werden kann das u.a. auf einen Bewegungsmangel und auf eine Ernährung mit hohem Zuckerkonsum. In dieser Studie wurde untersucht, ob durch das Angebot an Trinkwasser eine gute Versorgung des Wasserhaushalts möglich ist und durch den Verzicht auf kalorienreiche Getränke in den Schulstunden eine Gewichtsregulierung angebahnt werden kann. Ebenso bedeutungsvoll ist eine gute Flüssigkeitsversorgung für das Lernen, welches bei einem Wassermangel eingeschränkt ist. Eine Unterversorgung mit Flüssigkeit wird subjektiv nicht immer wahrgenommen.

Zuckerhaltige Nahrungsmittel lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Bei vielen Kindern ist nach einem Zuckerkonsum ein überhöhtes Aktivitätsniveau zu beobachten, was sich in motorischer Unruhe und Konzentrationsstörungen bemerkbar macht. Nach dieser Phase setzt beim schnellen Abfallen des Blutzuckerspiegels eine starke Müdigkeit mit verringerter Aufnahmefähigkeit ein. Die gut gemeinten süßen Beigaben zum Schulfrühstück verfehlen also manchmal ihr Ziel. Im Rahmen der Trinkfit-Studie haben die Schüler ihre Wahrnehmung für eine gesunde Lebensweise geschärft.

Durch diese Studie ist es nun allen Kindern Schule möglich das Wasser zu trinken. Jeden Morgen wird das Wasser frisch am Trinkwasserspender in eine Kanne gezapft und steht den Kindern in den einzelnen Klassen zur Verfügung. Das Leitungswasser wird durch einen speziellen Filter aufgewertet. Es kann je nach Geschmack gewählt werden zwischen Wasser mit oder ohne Kohlensäure.

Das Angebot wird von den Kindern gerne angenommen. Immer weniger Kinder trinken in der Frühstückspause zuckerhaltige Getränke. Einige Mütter berichten, dass ihre Kinder auch am Nachmittag Wasser als Getränk bevorzugen. Viele Kinder sind auch in den letzten Unterrichtsstunden noch aufnahmefähig und aktiv im Unterricht. Wenn sich auch nicht ein unmittelbarer Zusammenhang nachweisen lässt, so ist zumindest durch bekannte physische Abläufe ein günstiger Einfluss auf das Lernverhalten anzunehmen.

Die Kosten für jedes Kind belaufen sich pro Schuljahr auf 5,00 €.

 

 2.3 Pause und Bewegung

 

Schulstunden bedeuten gerade für Grundschüler lange Arbeitszeit. Nicht nur das Lernen strengt an, hinzu kommt das lange Stillsitzen. Neben Bewegungspausen, u.a. mit der Bewegungskartei, während des Unterrichts (siehe dazu „Bewegte Grundschule“ und „Sportunterricht“) spielt die aktive Pause eine wichtige Rolle im Schulalltag. Kinder müssen rennen, laufen und spielen dürfen. Unser Schulhof bietet dafür ein geeignetes Umfeld. Vielfältige Spielgeräte stehen den Kindern zur Verfügung: Klettergerüst, Schaukeln, Reckstangen, Kletterwand, Netzschaukel, Balancierbalken, Rutsche, Torwand, Tore, Tischtennisplatten, aufgemalte Hüpfkästchen und freie Grün- und Betonfläche. Um Zank und Streit um die Benutzung der Spielgeräte entgegenzuwirken, haben wir eine besondere Pausenregelung vereinbart: während der ersten Pause dürfen die Spielgeräte nur von den Kindern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe benutzt werden, in der zweiten Pause von den Kindern der Jahrgangsstufen drei und vier. Zusätzlich verfügt jede Klasse über eine Pausenkiste mit Spielgeräten wie Seilchen, Gummitwist, Softbällen, Tennis, Dosenstelzen etc., die von den Kindern entliehen werden können. Auch Ruhezonen mit Tischen und Bänken finden sich auf unserem Schulhof.

An der Bodelschwingh-Grundschule besteht in Absprache mit den Eltern die Vereinbarung die Pausen nach Möglichkeit immer draußen zu verbringen, um den Kindern auch bei Regenwetter eine Pause an der frischen Luft zu ermöglichen.

 

3. Umwelterziehung

 

Auch eine gesunde Umwelt ist entscheidend für unsere Gesundheit. Diese wird in Zukunft immer mehr davon abhängen, wie wir mit der Natur und den Ressourcen unserer Erde umgehen. Auch Schule muss darauf einwirken, dass alles zum Erhalt und zur Sicherung der Lebensgrundlagen getan wird und ein Wandel zum ökologischen Denken und Handeln einsetzt. Sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Verantwortung werden im Unterricht angesprochen, z.B. sparsamer Wasserverbrauch, Vermeidung von Müll, Gebrauch umweltfreundlicher Schulmaterialien. Gespräche mit Fachleuten, z.B. einem Vertreter der EDG, vertiefen die Einsicht und motivieren die Kinder, sich aktiv für den Erhalt unserer Umwelt einzusetzen.

Da eine unmittelbare Begegnung mit der Natur eher Handlungsbereitschaft weckt, ist es uns wichtig, möglichst oft außerschulische Lernorte (s. Punkt 8: Öffnung von Schule) wie z.B. die Zooschule, die Grüne Schule oder den nahegelegenen Wald auszusuchen. Wir hoffen darauf, dass Kinder, die heute mit allen Sinnen den Wert und die Schönheit von Natur und Umwelt erfahren, später bereit sind, sich für die Erhaltung und Schonung dieser Umwelt einzusetzen.

So ist es auch Tradition an unserer Schule, dass alljährlich an einem Tag zu Beginn der Frühlingszeit die Schülerinnen und Schüler des 1. und 2. Jahrgangs gemeinsam mit ihren Lehrerinnen die von den Eltern gespendeten Frühlingsblumen in die Beete und Pflanzenkübel auf unserem Schulgelände einpflanzen. Bei diesem sog. Frühlingspflanzen lernen die Kinder die verschiedenen Blumenarten kennen, sie zu benennen und zu beschreiben. Des Weiteren haben sie täglich die Möglichkeit, die weitere Entwicklung der Pflanzen zu beobachten. Durch das Beisteuern der eigenen Pflanzen und deren selbständiges Einsetzen kann die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit dem Lebensraum Schule gestärkt werden. Zudem wird der Schulhof durch die vielfältige Farbenpracht der unterschiedlichen Arten, wie z. B. Tulpen, Narzissen, Krokusse, Primeln, Astern usw. verschönert und der Betrachter wird auf die neue Jahreszeit eingestimmt.   

 

4. Aktivitäten und Veranstaltungen

 

Neben dem Kern des schulischen Lebens – dem Unterricht – finden im Laufe des Schuljahres auch verschiedene Feste, Feiern und Veranstaltungen statt, die unserer Schule ein eigenes Gesicht verleihen:

 

Vor Schulbeginn

       Informationsabend für die Eltern der 4-jährigen Kinder (Schulleitung)

       nach Möglichkeit Hospitation der kommenden Klassenlehrerinnen und -lehrer im Kindergarten

       Informationsabend für die Eltern der Schulanfänger (Schulleitung und Lehrerinnen und Lehrer der kommenden Erstklässler)

       Hospitation der Kindergartenkinder im 1. Jahrgang

       Schnupperstunde für die Schulanfänger (Klassenlehrer der kommenden Erstklässler)

 

1.    Schuljahr

       Einschulungsgottesdienst und Einschulungsfeier mit Informationsmöglichkeiten und Bewirtung durch den Förderverein (2. Schultag)

       Fotograf (Herr Wirtz/Ruhrnachrichten)

       Schulanfängerkonferenz mit den Erzieherinnen (um die Herbstferien)

       2. Klassenpflegschaftssitzung mit der Musikschule – Informationen über die Instrumentenwahl

       Verkehrspuppenbühne

       vor den Osterferien: Instrumentenwahl JeKits

       Hospitation der Kindergartenkinder und der Erzieherinnen

 

weitere Möglichkeiten:

       Zooschule

       Musikschultag im Park (Auftritt der JeKits-Kinder)

       Ökopädagogisches Wildnistraining im Bodelschwingher Wald

 

2.    Schuljahr

       Sozialkompetenztraining durch die Beratungsstelle Bodelschwingh 

       Radfahrtraining auf dem Schulhof (ADFC)

       Besuch der Feuerwache in Bodelschwingh

       Vorbereitung der Einschulungsfeier

 

weitere Möglichkeiten:

       Buchstabierwettbewerb (zwischen Ostern und den Sommerferien)

       Grüne Schule

       Besuch der Bücherei

       Besuch eines Wochenmarktes (Mengede)

 

3.    Schuljahr

       Programmgestaltung der Einschulungsfeier

       Patenschaft für die Schulanfänger

       VERA (im Mai)

       Theaterprojekt Mein Körper gehört mir

       Fahrradtraining Fredenbaumpark

 

weitere Möglichkeiten:

       Bäckerei Feldkamp

       Ausflug auf ein Kartoffelfeld

       Schulmuseum Marten

       Grüne Schule

       Schulkino

       Mathewettbewerbe

 

4.    Schuljahr

       Turnhalle schmücken für die Einschulungsfeier

       Informationsabend für den Übergang zu den weiterführenden Schulen im 1. Halbjahr

       Radfahrtraining und –prüfung

       Busschule

       Besuch der Feuerwache Bodelschwingh

       Fotograf

       Beratungsgespräche Sek I (Dezember/Januar)

       Hospitation der kommenden Klassenlehrer im Kindergarten

       Materialliste für die Schulanfänger erstellen und Teilnahme an der Infoveranstaltung für Eltern der Schulanfänger (sofern eine 1. Klasse übernommen wird)

       Durchführung einer Schnupperstunde für die Schulanfänger (nach der Klassenbildung des 1. Jahrgangs)

       Entlassungsgottesdienst

 

weitere Möglichkeiten:

       Besuch im Opernhaus

       Orchestermusiker in der Schule

       Schule im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte (Dortmund im Mittelalter)

       Klassenfahrt

       Fahrradstafette

       Lesewettbewerb in der Bücherei in Mengede

       Zeitungsprojekt (z.B. Schulticker)

       Aktion: Schenk mir ein Buch

       Wasserwerk Schwerte (DEW)

       Schulkino

       DFB Mobil

       Mathewettbewerbe

 

alle Jahrgänge

       Lichterfest (Förderverein)

       Adventssingen

       Nikolausfeier für die 1./2. bzw. 3./4. Schuljahre (Organisation durch den Förderverein)

       Weihnachtsgottesdienst

       Karnevalsfeiern in den Klassen (Freitag vor Rosenmontag)

       Frühlingspflanzen

       Spiel- und Sportfest

       Frühjahrskonzert der JeKits-Kinder vor den Oster- oder Sommerferien

       Zahngesundheit

       Aktion zum bundesweiten Tag des Vorlesens

 

weitere Möglichkeiten:

       Maifest (Förderverein)

       Trödelmarkt (Förderverein)

       Zusammenarbeit mit der Bücherei in Mengede

       Weihnachtsfeiern in den Klassen

       Plätzchen backen zur Weihnachtszeit

       Theaterbesuch

       Schwimmwettkampf

       Staffellauf (Förderverein)

 

Schulprojekte und –ausflüge

       gemeinsamer Schulausflug (z.B. Ketteler Hof)

       Projektwoche

       Zirkusprojekt

       Imker

       Trommelwoche

       Waldprojekt

       Skaterwoche

       Schulwanderung zur Sonnenuhr Schweriner Halde

       „Bodelschwingh bewegt sich“

 

halbjährlich

       Besprechung der Schulordnung in den Klassen

       Klassenpflegschaftssitzung

 

Ende des Schuljahres

       Weitergabe und Prüfung der Materialkisten

 

4.1 Schulleben-Klassenfeste

 

Jede Klasse feiert im Laufe des Schuljahres ihre ganz individuellen Klassenfeste. Diese werden gemeinsam mit Kindern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer geplant und vorbereitet. Die Durchführung dieser Feste trägt zum positiven Miteinander bei.

Beispielsweise können ein Buchstabenfest, eine Märchenaufführung, ein Spiele-Nachmittag, eine Lesenacht u.a. durchführt werden.

 

4.2 Klassenfahrten

 

In der Regel fahren die Kinder während ihrer Grundschulzeit im 3. oder 4. Schuljahr für drei bis fünf Tage auf Klassenfahrt. Beliebte Ziele sind:

  • das Jugendwaldheim in Arnsberg-Obereimer (Sauerland)
  • Burg Bilstein in Lennestadt
  • Sportschule Hachen
  • Jugendfreizeitwerk Welper Hattingen

 

4.3 Projektwoche

 

Einmal im Jahr findet an der Schule in der Regel eine Projektwoche statt. In dieser Woche erarbeiten Kinder und Lehrerinnen und Lehrer intensiv ein Thema, z.B. zum Herbst, Frühling oder ähnliches. Das Projekt wird innerhalb der Klasse durchgeführt und ist fächerübergreifend angelegt. In einigen Klassen nehmen auch interessierte Eltern an den Aktivitäten teil. Am letzten Tag der Projektwoche ist die Schule geöffnet und die Klassen stellen Eltern, Geschwistern und Großeltern ihre Ergebnisse vor.

 

Schuljahr 2007/2008

Zirkusprojekt

Schuljahr 2008/2009

Sponsorenlauf

Schuljahr 2009/2010

 

Schuljahr 2010/2011

Erste Hilfe

Wanderausstellung „Unser Wald“

Imker (Schleudern)

Skaterwoche

Brandschutzunterweisung

Schuljahr 2011/2012

Zirkusprojekt

Schuljahr 2012/2013

Imker (Basteln)

Trommelzauber - Projekttag

Schuljahr 2013/2014

Skaterwoche

Sponsorenlauf

Schuljahr 2014/2015

Imker (Schleudern)

Schuljahr 2015/2016

Zirkusprojekt

Kettelerhof

Schuljahr 2016/2017

Wald – Projektwoche

Schulwanderung

Schuljahr 2017/18

Skaterwoche

Schulwanderung

Sponsorenlauf

Schuljahr 2018/19

„Schule früher und heute“

Schulwanderung

Schuljahr 2019/20

Zirkusprojekt (entfiel wegen Corona)

Schulwanderung (entfiel wg. Corona)

Schuljahr 2020/21

Trommelzauber – Projektwoche

Schulwanderung

Schuljahr 2021/22

Umwelttag (neu)

(Schulwanderung)

Schuljahr 2022/23

Kettelerhof

Weihnachtstheater

Umwelttag

Schulwanderung

 

 

 

4.4 Informationen zu wiederkehrenden Projekten

4.4.1 Zirkusprojekt

 

Seit 2004 wird alle vier Jahre in der Bodelschwingh-Grundschule ein Zirkusprojekt durchgeführt. Jedes Kind der Schule trainiert eine Woche lang in jahrgangsgemischten Gruppen im Zirkuszelt und in der Turnhalle für die Vorstellung. Auch in den Klassenräumen werden in der ganzen Woche Vorbereitungen für die beiden Galavorstellungen am Abschlusstag getroffen. Die Schülerinnen und Schüler basteln ihre Kostüme und bereiten Ansagen und Plakate vor. 

Zur Auswahl stehen verschiedene Bereiche, denen sich die Kinder entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten zuordnen können wie z.B. Clowns, Trapez, Vertikalseil, Seilspringen, Jonglieren, Bodenakrobatik, Orientalshow, Drahtseil, Taubendressur, Ziegendressur, Zauberer, Feuerspucken.

Am Abschlusstag werden sich die Kinder einem großen Publikum präsentieren. An diesem Tag gibt es zwei Vorstellungen. Für das leibliche Wohl sorgen der Förderverein und die Schulpflegschaft, die das Projekt auch finanziell unterstützen. 

 

4.4.2 Trommelprojekt

 

Im März 2013 besuchte uns der Trommelzauber erstmalig und nahm uns für einen Tag mit auf eine musikalische Phantasiereise nach Afrika. Unter Anleitung des Trommelzauberteams trommelten, sangen und tanzten Kinder und Lehrkräfte an einem Vormittag zu afrikanischen Trommelrhythmen und Liedern. Am Nachmittag fand dann ein stimmungsvolles Konzert statt, zu dem auch Eltern und Geschwister eingeladen waren mitzumachen.

Im Dezember 2014 ging es mit dem Trommelzauber dann auf eine einwöchige Reise ins afrikanische Tamborena. Alle Kinder waren als Trommler, Sänger und/oder Darsteller Teil der Weihnachtsgeschichte „Das Königskind“ und übten fleißig für die Aufführung am Ende der Woche, die neben der mitreißenden Trommelrhythmen auch durch die selbst gebastelten Kostüme und bemalten Leinwände bestach und alle Anwesenden begeisterte.

Im November 2020 hatten wir eine Woche unser Trommelprojekt. Dieses Jahr ging es auf eine Reise durch die afrikanische Tierwelt. Alle Kinder haben täglich in der Turnhalle getrommelt und für eine Aufführung am Ende der Woche Rhythmen und Lieder einstudiert. Jeder Jahrgang stellte eine Tiergruppe dar. In den Klassen haben die Kinder Informationen zu den Tieren und dem Kontinent erarbeitet, sowie die jeweiligen Tierkostüme gestaltet.

 

4.4.3 Waldprojekt

 

Im Schuljahr 2016/17 nutzten wir im Rahmen der Waldprojekttage die Nähe zum Bodelschwingher Wald, betrachteten Altbekanntes aus einem neuen Blickwinkel und entdeckten aufregendes Neues. Sowohl im Klassenverband als auch in gemischten Projektgruppen setzten sich die Kinder fächerübergreifend zum Thema Wald auseinander. Unterstützt wurden sie dabei von den „lavvu“-Mitarbeitern mit ihrem ökopädagogischen Wildnistraining, die mit ihnen eine Erlebnisrallye im Wald machten, bei der u.a. Waldbodentiere gesucht und bestimmt wurden. Ergänzt wurden die Projektgruppen durch das „Waldmobil“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband NRW e.V., das mit seinem kleinen Labor, Becherlupen und Bestimmungsbüchern als Basisstation für die Forschertätigkeiten und Beobachtungen im Wald diente. Abgerundet wurden die Projekttage mit einer Schulwanderung durch den Wald zur Sonnenuhr auf der Halde in Schwerin/Castrop-Rauxel. Diese Schulwanderung findet seitdem jedes Jahr am Mittwoch vor den Sommerferien für alle Klassen statt und endet mit einem Kuchenpicknick auf dem Schulhof.

 

4.4.4 Skaterwoche

 

Im Rahmen der Skaterwoche kommen mobile Trainerteams mit einem Material-Verleih direkt in die Schule und führen dort für alle Schülerinnen und Schüler ein Inline Skating-Training durch. Das Training dauert pro Tag 2 Zeitstunden und wird von einem Skate- Trainer betreut. Es geht hierbei darum, den Kindern erste Sicherheit auf Skates zu verschaffen, Verletzungen zu vermeiden, sie auf das Skaten im öffentlichen Raum vorzubereiten und sie mit viel Spaß an den Sport heranzuführen. Ziel dabei ist es auch, sie zum Inlineskaten außerhalb der Schule zu motivieren. Damit auch jedes Kind die Möglichkeit der Teilnahme hat, ist der Materialverleih – Inlineskates, Schützer und Helm, während des Workshops kostenlos. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen in der Skatewoche ein Brems- und Sicherheitstraining und werden an die Grundtechniken Fahren, Fallen und Bremsen herangeführt. Geübt wird in Kleingruppen, so dass Einzelkorrekturen möglich sind und das Training auf individuelle Probleme besser eingegangen werden kann. Die Kursinhalte richten sich nach den Fähigkeiten der Gruppe. Die Skatewoche wird alle vier Jahre durchgeführt und wird mit einem Sponsorenlauf der Bodelschwingh–Grundschule finanziert.

 

5. Digitalisierung

5.1 Medienerziehung

 

„Medien, insbesondere digitale Medien, spielen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle. Medienkompetenz ist deshalb heute eine unverzichtbare Schlüsselqualifikation. […] Das Potenzial digitaler Medien zur Entwicklung und zum Einsatz neuer Lehr- und Lernprozesse kann dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler individuell besser zu fördern.“ (QUA-LiS NRW, 2021)

Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Unterricht systematisch Kenntnisse, Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um den Herausforderungen in einer von digitalen Medien beeinflussten Welt gerecht zu werden. Sie lernen Medien für sich und ihre Interessen zu nutzen und Medieninhalte kritisch zu hinterfragen. Der Umgang mit digitalen Medien gehört damit zum Unterrichtsalltag.

5.2 Medienkonzept

 

Mit Hilfe des Medienkonzepts wird das Lernen mit Medien systematisch in den Lernprozess integriert, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Medienkompetenz zu entwickeln. Die medialen Kompetenzen, die sich an dem Medienkompetenzrahmen NRW orientieren, umfassen das Bedienen und Anwenden, Informieren und Recherchieren, Kommunizieren und Kooperieren, Produzieren und Präsentieren, Analysieren und Reflektieren, Problemlösen und Modellieren. Das Ziel ist es, Kinder zu einem sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu befähigen.

Im Netzwerk Mengede haben seit dem Schuljahr 2018/19 die Medienbeauftragen der Grundschulen gemeinsame Vereinbarungen bezüglich der Ausgangslage und der Zielsetzung des Medienkonzepts entwickelt. Damit wird gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler im Netzwerk am Ende der Grundschulzeit über die gleichen Voraussetzungen im Bereich Medien verfügen. Fortbildungen werden gemeinsam oder durch einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer besucht. Dabei dienen alle Medienbeauftragten als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Netzwerk und im Kollegium.

(siehe schulinternes Medienkonzept)

5.3 Ausstattung

 

Seit dem Schuljahr 2020/21 verfügen alle Klassenräume über W-LAN und einem Smartboard. Zudem ist jeder Klassenraum mit drei Computern und einem Drucker ausgestattet. Auf den Computern sind die Lernsoftware Lernwerkstatt 8, Blitzrechnen, Sag es auf Deutsch und Antolin installiert. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler Zugriff auf die Kindersuchmaschinen Blindekuh und fragFinn. Ebenfalls besitzen wir die Schullizenz für die Lernapp Anton.

Unsere Schule verfügt über zwei Dokumentenkameras, die zur Visualisierung und zur Dokumentation dienen, einen mobilen Beamer und zwei interaktive Lerntrainer.

Seit dem Schuljahr 2020/21 steht unserer Schule eine gewisse Anzahl von iPads zur Verfügung. Diese können wir Familien mit bestimmten Voraussetzungen und gegen Unterzeichnung eines Vertrags ausleihen. Die Lehrerinnen und Lehrer verfügen ebenfalls über ein Dienst-iPad und über eine Dienst-E-Mail-Adresse.

 

5.4 Einsatz der Medien

 

Die digitalen Medien werden im Unterricht individuell eingesetzt. Die neuen Smartboards werden momentan für Internetrecherchen, Erklärvideos, Filme, Fotos, Arbeitsmaterialien, Lernprogramme und Apps genutzt.

Das Arbeiten an den Computern in den Klassenräumen kann sowohl in offenen Lernsituationen und Unterrichtsformen, wie z.B. Freiarbeit, Stationenlernen, Wochenplan als auch im Förderunterricht erfolgen. Die Kinder recherchieren mithilfe der installierten Suchmaschinen Blindekuh und fragFinn Sachinformationen im Internet. Die Arbeit mit Lernprogrammen stellt neben der Internetrecherche den häufigsten Einsatz dar. Mit dem Programm Lernwerkstatt 8 können die Kinder in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachunterricht individuelle Aufgaben bearbeiten. Sie erhalten sofortige Rückmeldung und können Aufgaben wiederholen oder korrigieren. Ebenfalls werden die Bereiche logisches Denken, Wahrnehmung und Konzentration gefördert. Das Programm Antolin dient der Leseförderung und kann zudem selbstständig zu Hause weitergeführt werden. Die M&A Lernsoftware Sag es auf Deutsch ist ein Vokabeltrainer mit denen die Kinder einen ersten deutschen Grundwortschatz erarbeiten. Seit dem Schuljahr 2020/21 besitzen wir die Schullizenz der Lernapp Anton. Die vielfältigen interaktiven Übungen der App in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch und Musik können die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und vor allem zu Hause an ihren mobilen Endgeräten vertiefen.

Die Computerführerscheine und der Mediensteckbrief, die gemeinsam mit dem Netzwerk Mengede entwickelt wurden, werden seit dem Schuljahr 2019/20 für alle Jahrgangsstufen verbindlich durchgeführt. Mit Hilfe des Computerführerscheins lernen die Kinder den richtigen und sicheren Umgang mit dem Computer, der dazugehörigen Hardware sowie den Lernprogrammen kennen.

Unterschiedliche Sozialformen wie Einzel-, Partner- oder Kleingruppenarbeit werden mit der Medienarbeit gefördert und tragen damit zur Selbstständigkeit und zur Öffnung des Unterrichts bei.

(siehe schulinternes Medienkonzept)

 

5.5 Schulhomepage

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 verfügt die Bodelschwingh-Grundschule über eine Schulhomepage: www.bodelschwingh-gs.de.

Sie ist in Zusammenarbeit mit der Schulpflegschaft entstanden und wurde im Schuljahr 2017/18 von zwei Kolleginnen neu aufbereitet. Auf der Schulhomepage sind wichtige und aktuelle Informationen zu unserem Schulleben nachzulesen (z.B. über Schulteam, Aktionen & Projekte, Termine, Leitbild, Schulordnung, Förderverein, OGS etc.).

Die Inhalte der Homepage unterliegen den aktuellen Datenschutzbestimmungen. Dies gilt auch für alle weiteren Arbeitsbereiche Schule, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden.

 

6. Fortbildung

 

Gemäß den Schwerpunkten unserer Schule werden von den Kolleginnen und Kollegen Fortbildungsangebote wahrgenommen. Dies geschieht in Tagesseminaren, mehrtägigen Angeboten und Veranstaltungen, die sich über ein ganzes Schuljahr erstrecken. Kenntnisse und Erfahrungen aus den Fortbildungen werden im Kollegium weitergegeben, damit in allen Klassen diese Schwerpunkte im Schulalltag realisiert werden können.

(siehe: Schulinternes Fortbildungskonzept)

 

7. Evaluation und Qualitätssicherung

 

Die schulische Qualitätsentwicklung vollzieht sich in allen Bereichen im Rahmen des gesamten Schulentwicklungsprozesses. Wir verstehen uns als „lernendes System“ und arbeiten kontinuierlich daran, die einzelnen Qualitätsbereiche zu evaluieren und zu optimieren. Im Fokus der Qualitätsentwicklung stehen insbesondere die Bereiche

  • Unterrichtsentwicklung,
  • Personalentwicklung und
  • Organisationsentwicklung.

Die Leitsätze der Bodelschwingh-Grundschule sind dabei der Orientierungspunkt für die pädagogische Arbeit, die wir regelmäßig kritisch reflektieren und assimilieren.

 

7.1 Qualitätssicherung durch schulinterne Evaluation

 

Evaluation -als ein Instrument der Qualitätsentwicklung- ist fester Bestandteil im Kreislauf der schulischen Qualitätssicherung. Von Evaluation spricht man, wenn ein Sachverhalt, Prozesse und Ergebnisse begutachtet und bewertet werden. Die schulinterne Evaluation bezieht sich auf die Sammlung, Analyse und Bewertung von Informationen über die jeweilige Schule und den Unterricht durch die Schule selbst. Sie soll es uns ermöglichen, Stärken und Schwächen zu erkennen und auf zuverlässiger Datenbasis den Schulentwicklungsprozess voranzutreiben.

Je nach Anlass kann der Einsatz verschiedener Verfahren, Methoden und Instrumente angemessen und sinnvoll sein. Ebenso unterscheiden sich je nach Evaluationsvorhaben die an der Evaluation beteiligten Personen und Gruppen in der Schule. Ausgangspunkt für jede Evaluation ist immer der Wunsch, die bestehende Praxis genau zu kennen, um sie dann gezielt zu verbessern. Entscheidend ist, dass aus den Bewertungsergebnissen Konsequenzen gezogen werden.

Evaluationsprozesse können dabei Elemente wie Feedback, (Selbst-)Reflexionen, Bestandsaufnahmen und Diagnosen als Teile der professionellen Evaluationskultur einer Schule beinhalten.

Die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule NRW -kurz QUA-LIS- bietet, basierend auf den Grundlagen des Referenzrahmens Schulqualität NRW, verschiedene Instrumente für die schulinterne Evaluation an. Diese Angebote bieten den Lehrkräften und Schulen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, sich auf einen „papierfreien“ Weg zu machen, Evaluation zu implementieren und regelmäßig zu betreiben, u.a. durch Selbstreflexionsbögen für Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern sowie durch das Schülerfeedback „SEfu“ zur Selbstevaluation von Unterricht.

Perspektivisch ist das Programm „SIBA“ für eine schulinterne Bestandsaufnahme aus Sicht verschiedener schulischer Gruppen für unsere Evaluationsarbeit relevant.

Auch an der Bodelschwingh-Grundschule werden regelmäßig sowohl Schulveranstaltungen, z.B. der Aktionstag „Bodelschwingh bewegt sich“, das Spiel- und Sportfest etc., als auch besondere Unterrichtsvorhaben und -projekte, z.B. Projektwochen zu den Themen „Wald“ und „Schule früher und heute“ etc., gemeinsam in den Lehrerkonferenzen evaluiert. Dazu ist durch die Schulleitung regelmäßig der Tagesordnungspunkt „Rückmeldung“ in den Konferenzen vorgesehen. Die Ergebnisse dieser Evaluation und die Inhalte der Unterrichtsvorhaben und -projekte werden zur Dokumentation und für die Weiterarbeit bzw. die Weiterentwicklung schriftlich festgehalten bzw. gesammelt. So entstand in den letzten Jahren eine Sammlung thematischer Ordner mit Unterlagen, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann.

In diesem Schuljahr neu eingeführt wurde die schriftliche Rückmeldung der Kolleginnen und Kollegen über ihre Arbeit in den Fachkonferenzen, die nun in regelmäßigen Abständen erfolgt, um Prozesse, Planungen etc. in der fachlichen Arbeit gegebenenfalls anpassen oder verändern zu können.

Beständiger Tagesordnungspunkt in den Lehrerkonferenzen ist der Austausch mit der Ganztagskoordinatorin. Es werden relevante Themen aufgegriffen, besprochen und bewertet, die den schulischen Vormittag und den Nachmittag miteinander verzahnen.

Kollegiales Feedback in Form von Fallberatungen erfolgen in gleichmäßigen Intervallen sowohl in der Lehrerkonferenz als auch in Teamsitzungen.

Ferner bieten einige Kolleginnen und Kollegen Kindersprechstunden an, um den Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung zu ihrem Arbeits- und Sozialverhalten und der Lernentwicklung in den Fächern zu geben. Oftmals schätzen die Kinder ihre Stärken und Schwächen im Vorfeld mithilfe eines Reflexionsbogen ein, welcher dann als Grundlage des Gesprächs dienen kann. Mit der Einführung des Bildungspasses in Klasse 3 wird das Ausfüllen eines Reflexionsbogens zur Selbsteinschätzung obligatorisch in den Schuljahren 3 und 4. Und auch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie die Eltern füllen einen Einschätzungsbogen hinsichtlich der Stärken und Schwächen des Kindes aus. Diese Bögen stellen in der Regel eine fundierte Grundlage für die Beratungsgespräche in Klasse 4 dar.

Eine weitere Form von schulischer Evaluation sind die jährlichen Lernstandserhebungen in den Fächern Deutsch und Mathematik im 3. Schuljahr. Die Ergebnisse dieser Vergleichsarbeiten (VERA) werden evaluiert und für die Weiterentwicklung des Unterrichts genutzt. Ein Bericht mit auf den Ergebnissen basierenden Konsequenzen wird an das Schulamt Dortmund weitergeleitet.

 

7.2 Qualitätssicherung durch externe Evaluation

 

Ergänzt wird die schulinterne Evaluation durch eine umfassende externe Evaluation, die von schulfremden Personen durchgeführt und verantwortet wird. Wesentliches Instrument ist dabei für die nordrhein-westfälischen Schulen die sog. „Qualitätsanalyse NRW“. In ihrem Rahmen überprüft ein Expertenteam systematisch die Qualität des Unterrichts und der schulischen Arbeit allgemein. Ein solches Verfahren wird für unsere Schule erstmals im Herbst 2019 stattfinden.

 

7.3 Qualitätssichernde Funktion des Schulprogramms

 

Das hier vorliegende Schulprogramm bietet einen Überblick über den Stand der Schulentwicklung zur Zeit der Abfassung. Es wird kontinuierlich fortgeschrieben und hinsichtlich seiner Wirksamkeit und des Erfolges schulischer Arbeit überprüft. Die im Schulprogramm verankerten Konzepte und Absprachen sind verbindlich für alle am Schulleben Beteiligten. Diese Fassung des Schulprogramms wird ergänzt durch das Schulportfolio, das u.a. die schulinternen Lehrpläne der Fächer, diverse Konzepte und Planungen der Schule enthält.

 

8. Unterrichtsformen

 

Das Lernen und Leben in der Schule ist nicht auf die Rahmenbedingungen der einzelnen Institution beschränkt. Stattdessen bietet der Schulalltag eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich inhaltlich, methodisch und zu Personen / Einrichtungen zu öffnen. Dadurch wird Lernen anregender, vielschichtiger und differenzierter.

Die inhaltliche Öffnung meint ein fächerübergreifendes, handlungsorientiertes Lernen. Neue Themen und Aspekte, die sich aus der Klassensituation, den Erfahrungen einzelner Kinder, sozialer und politischer Ereignisse ergeben, fließen in den Unterrichtsalltag ein. Ebenso neue bildungspolitische Anregungen und Erkenntnisse.

Im Rahmen der methodischen Öffnung wird an unserer Schule das selbständige, eigenverantwortliche und schülerorientierte Lernen mittels Freiarbeit, Tages- und Wochenplänen, Lernen an Stationen, Lernwerkstätten, Themenkisten etc. gefördert. Die Schülerinnen und Schüler werden durch die verschiedenen Darreichungsformen über unterschiedliche Lernkanäle angesprochen, so dass den unterschiedlichen Lerntypen Rechnung getragen wird.

 

8.1 Werkstattarbeit

 

Unter Werkstattarbeit ist im Allgemeinen eine entsprechend gestaltete Lernumgebung zu verstehen, die ein breitgefächertes Angebot von Lernsituationen und Lernmaterialien zur Verfügung stellt, die zur aktiven und selbstständigen Auseinandersetzung mit einem Thema in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit anregt. Hierbei steht das Lernen im Mittelpunkt und fokussiert die besonderen, durch konkretes Tun, Machen und Handeln geförderten Lernprozesse, wobei häufig fächerübergreifend gearbeitet wird. Die Aufgabenangebote werden räumlich und inhaltlich gegliedert, d. h. im Klassenraum verteilt. Darüber hinaus werden verschiedene Arbeitsplätze mit wenigen verpflichtenden und vielen freiwilligen Lernangeboten eingerichtet.

Eine Differenzierung ist schon durch die Werkstattarbeit selbst gegeben, da die Kinder die Aufgabenfolge, die Wahl der Sozialform, den Arbeitsort und das Lerntempo selbst bestimmen können. Außerdem können die Kinder eigene Interessen und Fragestellungen einbringen und sind so an der Gestaltung und Planung der Werkstatt beteiligt. Außerdem übernehmen die Kinder Verantwortung für ein Angebot, eignen sich Expertenwissen an, können anderen Schülerinnen und Schülern Hilfe geben und gerade in Reflexionsphasen dieses Wissen aktiv einbringen. Diese Kompetenzdelegation ist das organisatorische Kernstück des Werkstattunterrichts, wobei das Experten-Kind auch die Ergebnisse der anderen Kinder entgegennimmt und sie gegebenenfalls korrigiert. Auf diesem Weg werden die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt und gefördert.

An der Bodelschwingh-GS werden regelmäßig Unterrichtsthemen im Sachunterricht in Form der Werkstattarbeit aufgearbeitet. Hierbei haben die Kinder die Gelegenheit, sich handlungsorientiert, in Eigenaktivität und selbstständig mit Themen wie beispielsweise „Sterne und Planeten“, „Mein Körper“, „Frühling“, „Europa“, „Fledermäuse“ auseinanderzusetzen. Darüber hinaus können die Kinder so eigene Interessen, eigenes Wissen und Fragen einbringen und sind somit an der Planung und Durchführung der Unterrichtsvorhaben beteiligt. Zur übersichtlichen Organisation der Werkstattarbeit sind die Materialien frei zugänglich auf Tischen und Regalen ausgelegt und durch Zahlen gekennzeichnet.

 

8.2 Stationenlernen

 

Die Schülerinnen und Schüler werden mit dem Stationenlernen bei den unterschiedlichsten Themen zur Erarbeitung vielfacher Zugänge und zur Vertiefung vertraut gemacht. Durch selbstbestimmte Auswahl der Stationen mit den dort angebotenen Übungen können die Kinder ihre Möglichkeiten erproben, sich so selbst bestätigen und sich in ihren Leistungsmöglichkeiten immer wieder neu erfahren. Ihnen werden Arbeitstechniken und Arbeitsformen vermittelt, die sie befähigen, individuelle Arbeits- und Lernstrategien zu entwickeln. Alle Schülerinnen und Schüler sind gleichermaßen aktiv und ein unmittelbares Erfolgserlebnis ist möglich, da die Leistungssicherung durch Selbst- und Partnerkontrolle erfolgt. Die Lehrerinnen und Lehrer haben hierbei ausgezeichnete Beobachtungsmöglichkeiten und können die Kinder individuell betreuen.

 

8.3 Wochenplanarbeit

 

Die Wochenplanarbeit ist eine Methode zur Öffnung des Unterrichts. Sie stellt eine Alternative zum Frontalunterricht dar, ohne der Lehrkraft jedoch die Kontrolle völlig aus der Hand zu nehmen. Die Kinder erhalten zu Beginn eines bestimmten Zeitraumes (z.B. eine Woche) einen Plan, auf welchem Aufgaben aus den verschiedenen Fächern mit ihren Lerninhalten aufgelistet sind und in verschiedenen Leistungsstufen differenziert werden kann. In den dafür vorgesehenen Unterrichtsstunden besteht die Möglichkeit, den Wochenplan in unterschiedlichen Sozialformen wie Einzel -, Partner- oder Gruppenarbeit zu bearbeiten. Die Wochenplanarbeit kann mit der Freiarbeit kombiniert werden und ist ein wesentlicher Bestandteil des Offenen Unterrichts. Die Hilfe der Lehrkraft soll nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Auch bei der Korrektur der erledigten Aufgaben steht die Selbstkontrolle des Kindes im Vordergrund. Anhand der Wochenplanarbeit sollen sowohl die Selbstständigkeit als auch die sozialen Kompetenzen gefordert und gefördert werden.

 

8.4 Außerschulische Lernorte

 

Eine wichtige Aufgabe des Unterrichts ist die Erschließung der kindlichen Lebenswelt durch lebensweltbezogene Problemorientierung und zeichnet sich methodisch durch Selbsttätigkeit der Kinder, durch handelnden Umgang, durch spielerisches und entdeckendes Lernen und durch die Begegnung aus. Der Einbezug außerschulischer Lernorte, das heißt  Lernorte außerhalb des Schulgebäudes wie Umweltzentren, Schulbiologiezentren, Museen aber auch der nahegelegene Wald, die Wiese, der Bach, die Bäckerei, das Altenheim, der Bauernhof, der Wochenmarkt, die Mülldeponie, der Recyclinghof usw., ermöglicht den Lernenden Primärerfahrungen durch originale Begegnung zu sammeln, so dass sie Erfahrungen aus erster Hand machen können. Das ist gerade für den Sachunterricht von größter Bedeutung und aus diesem Grund findet an der Bodelschwingh-Grundschule das Lernen an außerschulischen Lernorten in diesem Rahmen besondere Berücksichtigung. Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte bringt eine höhere Lernmotivation mit sich und zieht ein nachhaltigeres Behalten der gemachten Erfahrungen und Eindrücke nach sich. Viele Unterrichtthemen im Sachunterricht bieten sich an, um mit den Kindern ein Museum, ein Schulbiologiezentrum aufzusuchen oder Experten zu befragen. Das Thema „Wasser“ wird durch den Besuch der Wasseraufbereitungsanlage in Schwerte durch Erfahrungen abgerundet, Themen zur Erforschung der Natur können im AGARD-Haus im Westfalenpark oder in der Grünen Schule im Rombergpark vertieft werden und darüber hinaus bieten Dortmunder Museen viele Aktivitäten und Aktionen an, die direkt auf Schulkinder zugeschnitten sind und schulischen Zwecken entgegenkommen. Aber auch der nahegelegene Wald direkt an der Schule bietet viele Möglichkeiten, damit die Kinder die Natur durch einen Unterrichtsgang erleben und in diesem Zusammenhang mit allen Sinnen lernen können. So bieten außerschulische Lernorte den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, exemplarisch und praktisch zu lernen. Es bleibt nicht bei der bloßen Beobachtung und Wahrnehmung von Phänomenen, sondern es wird vielmehr die Möglichkeit geboten, Situationen vor Ort zu erleben und aktiv zu werden, beispielsweise die Natur direkt zu erleben, fachspezifische Arbeitsweisen einzuüben (z.B. Umgang mit Becherlupen) oder aber die komplexen Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren zu erfassen.

Im Folgenden werden Örtlichkeiten aufgeführt, die sich in den vergangenen Jahren als unterrichtsrelevant und interessant herausgestellt haben.

 

8.4.1 Lernorte, die zu Fuß zu erreichen sind

 

-       Bodelschwingher Wald

-       Schweriner Halde mit Sonnenuhr

-       Schloss Bodelschwingh (Wasserschloss)

-       Schlosskirche

-       Kleingartenanlagen

-       Historische Fachwerkhäuser, z.T. mit Inschriften (im Stadtteil Bodelschwingh)

-       Schloss Westhusen (mit Westerfilder Wald und Ententeich)

-        (ehemalige) Zeche Westhausen mit Maschinenhalle (kleines Museum der Bergbausenioren) und Malokoffturm

 

8.4.2 Lernorte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Bus der Zoo- bzw. Grünen Schule zu erreichen sind

 

-       Adlerturm – Ausstellung zur mittelalterlichen Stadtgeschichte

Ostwall 51a, 44135 Dortmund

0231/50-26031

-       Alte Kokerei (Dortmund – Huckarde), Kinderführung möglich

-       DASA - Deutsche Arbeitsschutzausstellung

Friedrich Henkel Weg 1-25, 44149 Dortmund

0231/9071-2479

-       Eislaufhalle Wischlingen

Höfkerstraße 12, 44149 Dortmund

0231/917071-0

-       Grüne Schule – Schulbiologisches Zentrum (Rombergpark)

Am Rombergpark 35, 44225 Dortmund

0231/ 50-28574

-       Kinder- und Jugendtheater Sckellstraße

Sckellstr. 5-7, 44141 Dortmund

            0231/50-22416

-       KLETTERHALLE Zeche Hansa

Emscherallee 33, 44369 Dortmund

0231/1356635

-       Lehrbienenstand im Rombergpark

0231/50-28574

-       Museum Ostwall

Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund

0231/50-23248

-       Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund

Hansastraße 3, 44137 Dortmund

0231/50-25522

-       Museum für Naturkunde

Münsterstr. 271, 44145 Dortmund

0231/50-24856

-       Musikschule

Steinstr. 35, 44147 Dortmund

0231/50-23250

-       Regenbogenhaus im Westfalenpark

An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund

0231/50-26138

-       Revierpark Wischlingen

Höfkerstraße 12, 44149 Dortmund

0231/917071-0

-       Schule im Opernhaus

Kuhstr. 12, 44137 Dortmund

0231/5022423

-       Schulmuseum (Dortmund – Marten)

An der Wasserburg 1, 44379 Dortmund

0231/613095

-       Stadtbibliothek Mengede

Rigwinstraße 32, 44359 Dortmund

0231/3339318

-       Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV

Grubenweg 5, 44388 Dortmund – Bövinghausen

0231/6961-111

-       Westfalenpark (u.a. mit Kochbuchmuseum (0231/50-25741), Florianturm,  Robinsonspielplatz ....)

An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund

0231/50-26100

-       Zoo

Mergelteichstraße 80, 44225 Dortmund

0231/50-28593

-       Zooschule im Tierpark

Mergelteichstraße 80, 44225 Dortmund

            0231/5028628

 

8.4.3 Lernorte, die mit Reisebussen erreicht werden können und bereits besucht wurden

 

-       Bergbaumuseum

Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum

0234/58770

-       Freilichtbühne Werne von 1959 e.V.

Südring 2, 59368 Werne

02389/532696

-       Freilichtmuseum / Landesmuseum für Handwerk und Technik

Mäcklingerbach, 58091 Hagen

02331/7807-0

-       Planetarium der Sternwarte Bochum

Castroper Straße 67, 44791 Bochum

0234/51606-0

 

9. Zusammenarbeit im Kollegium

9.1 Zusammenarbeit im Jahrgang

 

Der kollegiale Austausch und die intensive Zusammenarbeit im Jahrgang ermöglichen es, dass die Unterrichtsqualität ständig verbessert werden kann.

Der Unterrichtsplan für einen größeren Zeitraum wird im Jahrgangsteam gemeinsam erstellt. In wöchentlichen Treffen werden Teilziele, Unterrichtsmaterial und Lernzielkontrollen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens abgesprochen.

Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, dass bei Erkrankung einer Lehrkraft eine kontinuierliche Weiterführung des Unterrichts durch die Vertretungskraft gewährleistet ist. Die Ergebnisse der Leistungskontrollen werden ausgetauscht und fließen in die gemeinsame Planung der folgenden Unterrichtseinheiten ein.

Leistungsstarke Kinder und Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsstörungen können durch die erweiterte Bezugsgruppe schneller erkannt und gezielt auch im klassenübergreifenden Förderunterricht unterstützt werden.

Auch die außerschulischen Aktivitäten wie Theaterbesuche, Unterrichtsgänge oder Klassenfahrten werden im Jahrgang gerne gemeinsam unternommen. Die Kinder erweitern somit über den eigenen Klassenverband hinaus ihre Bezugsgruppe, was freundschaftliche Sozialbeziehungen zwischen den Klassen eines Jahrgangs fördert. Gemeinsame Aktivitäten verringern konfliktbeladene Abgrenzungen der Klassen untereinander und schaffen somit ein entspanntes Sozialklima während der Pausen auf dem Schulhof. Letztlich prägt auch das Vorbild einer guten Zusammenarbeit der Lehrkräfte bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft und Fähigkeit, kooperativ in Kleingruppen zu arbeiten.

 

9.2 Fachkonferenzarbeit

 

Die Fachkonferenzgruppe richtet den Blick auf die Qualität des jeweiligen Faches an der gesamten Schule, um Vereinbarungen über die Sicherung und Weiterentwicklung von Unterrichtsqualität zu treffen. Seit dem Schuljahr 2017/18 beraten sich 2-4 Kolleginnen und Kollegen mit gleichem Ausbildungsfach über alle Angelegenheiten des jeweiligen Faches.

Schwerpunkte der Fachkonferenzarbeit:

  • Erstellen der schulinternen Lehrpläne und Vorüberlegungen dazu, welche Vereinbarungen verbindlich sein sollen
  • Erstellen der Grundsätze für die Leistungsbeurteilung
  • kritisches Sichten der Schulbücher und Vorüberlegungen zu verbindlichen und obligatorischen weiteren Arbeits- und Anschauungsmaterialien
  • Vorauswahl von außerunterrichtlichen Projekten
  • zukünftig: Evaluation und Fortschreibung/Überarbeitung des schulinternen Lehrplans und des Leistungskonzeptes

Schritte bzw. Maßnahmen in der Fachkonferenzarbeit:

  • regelmäßige Sitzungen
  • Klären von Verantwortlichkeiten/Aufgabenverteilung
  • Terminplan erstellen
  • professionelle Gestaltung der Arbeitssitzungen
  • arbeitsteiliges (Weiter-)Arbeiten zur Vorbereitung der nächsten Sitzung
  • regelmäßige Rückkopplungsgespräche und Vorstellen des Arbeitsstands mit Schulleitung und Kollegium
  • Dokumentation der Ergebnisse und Vereinbarungen (Schulprogramm, schulinterne Lehrpläne, Leistungskonzept)
  • Evaluation der Fachkonferenzarbeit (zuletzt im Januar/Februar 2019 mit Evaluationsbogen von QUA-LIS)

 

10. Vertretungskonzept

 

Aus unterschiedlichen Gründen kann es sowohl kurz- als auch langfristig zu Abwesenheit von Lehrkräften kommen. Grundsätzlich soll dabei ein Unterrichtsausfall vermieden werden. Bei unvorhergesehenen Vertretungsfällen werden die Kinder mindestens am ersten Tag dem Stundenplan entsprechend versorgt. Dazu können Doppelbesetzungen aufgelöst und in der entsprechenden Klasse eingesetzt, Klassen zusammengelegt oder eine Klasse aufgeteilt werden. Für den Fall einer Aufteilung befindet sich die Information darüber, in welche Klasse das Kind geht zum einen auf einer im Klassenraum aushängenden Liste und zum anderen auf einem Etikett auf der Postmappe oder dem Hausaufgabenheft. Trotz dieser Maßnahmen kann es z.B. durch die gleichzeitige Erkrankung mehrerer Lehrkräfte zu Unterrichtskürzungen führen. Eltern erhalten Informationen über Änderungen des Stundenplans durch entsprechende Elternbriefe in der Postmappe oder Mitteilungen im Hausaufgabenheft.

Bei langfristigen Abwesenheiten bemüht sich die Schulleitung beim Schulamt um eine Lehrperson aus dem Vertretungspool oder weist Mehrarbeit einiger Kollegen an.

Diese Vertretungsmaßnahmen müssen jedoch flexibel gehandhabt und der jeweiligen Situation angepasst werden können.

 

 

 

D.   Planungen für die Weiterarbeit

 

1. Weiterarbeit

1.1 … im Bereich Schulentwicklung

 

  • Digitalisierung
  • Weiterentwicklung „Sozialziele“
  • Weiterentwicklung „Kooperatives Lernen“
  • Präventive Förderung in der Schuleingangsphase

 

1.2 … in den Fachkonferenzen

 

  • Zeitplan erstellen und Arbeitsschritte konkretisieren: Anpassung der Curricula an die neuen Lehrpläne
  • Deutsch

*      Leistungsbewertung Rechtschreiben

*      Rechtschreibung im Anfangsunterricht (Lernwörter, Wort des Tages)

  • Mathematik: Methoden im Unterricht

 

2. In der Erprobung

 

  • neue Akzente und Konzeptschwerpunkte im Lehrwerk Tinto (neue Auflage und Materialien, Wörterbuch)

 

3. Noch zu verfassende Texte für das Schulprogramm

 

  • Kooperatives Lernen (Festlegen von Methoden für die einzelnen Jahrgänge)

 

4. Themen für die Zukunft

 

  • Elternseminare zur Anwendung wichtiger Schulmaterialien und Methoden (1. und 2. Schuljahr) und zum Umgang mit dem Internet (Cybermobbing 3.+4. Schuljahr)
  • Nachhaltigkeit/Umwelterziehung: verstärkt in Projekten verankern wie den geplanten Umwelttag
  • Förderband-Gruppen: verbindliche Gruppen (z.B. Lesen)
  • Förderkonzept
  • kleine Projekte im Blick behalten: Picknick im Schlosspark, …